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Freitag, 30.08.2013


Im Moment geht es mir seelisch nicht so gut, ich stehe etwas "neben mir". Auf der Arbeit "sickern" immer mehr Sachen bezüglich des neuen Büros durch, die mich zum Teil ebenfalls betreffen. Teils positiv, teils negativ. Solange diese ganzen Informationen jedoch noch "inoffiziell" sind, was ich so zufällig nebenbei erfahre, möchte ich hier noch nicht darüber schreiben.

Ich sage mal so, Sachen, also Aufgabengebiete, die auf den ersten Blick negativ wirken, können auf lange Sicht natürlich auch positiv werden. Dass sich die Sache halt so entwickelt, dass man dort (in der Abteilung) für diese Aufgabe auf Dauer "gebraucht" wird (und nicht so wie damals, als mein langjähriges Aufgabengebiet von heute auf morgen gestrichen wurde und ich mich dann schließlich Tag für Tag auf die Suche nach neuen Aufgaben machen musste, was sehr hart für mich gewesen ist, was mir damals völlig den Boden unter den Füßen weggezogen hat). 

Aber dennoch, bis ich manche Neuigkeiten, welche Änderungen bei uns geplant sind, so richtig "verarbeitet und verdaut" habe, das dauert bei mir halt ein bisschen. An manchen Sachen habe ich mächtig zu "knabbern", das geht bei mir nicht von "jetzt auf gleich". 

Auch was die Kollegen betrifft. Ein paar Kollegen sind zwar so wirklich total nett und freundlich, man kann auch mal gut mit ihnen reden, aber was die Zusammenarbeit betrifft, darin sind manche Kollegen halt auch etwas "kompliziert". Bei manchen Kollegen bin ich froh, wenn ich bei manchen Aufgaben eine "Ausweichmöglichkeit" habe, mich mit manchen Aufgaben an andere, an "einfachere" Kollegen wenden kann. Ja, aber das ist halt nunmal nicht immer möglich. Und solche Dinge beschäftigen mich seelisch im Moment unwahrscheinlich. Solche Sachen muss ich jetzt erstmal für mich verarbeiten. 

Ich fand heute die Fahrt nach Hause so schrecklich. Heute war ein Fußballspiel, Düsseldorf gegen Bielefeld. Mein Zug war total voller Fußballfans. Und Polizisten ohne Ende. Schon am Bahnhof wurden die meisten Männer "gefilzt", so kontrolliert wie am Flughafen, einschließlich Ausweiskontrolle. Alle Frauen und Männer in Anzügen, die also nicht nach Fußballfans aussehen, durften direkt durchgehen, aber alle Anderen wurden erst kontrolliert. Polizisten so weit das Auge reichte, im Bahnhof, auf dem Bahnsteig und auch im Zug. Ja, nur dass ich in deren Gegenwart immer total unsicher werde. Das ist bei mir der gleiche "Effekt" wie bei meinem Chef (so würde ich bei jedem Chef reagieren, nicht nur persönlich bei meinem Chef). Sobald er mich anruft oder anspricht werde ich unsicher, überlege sofort, welche Fehler ich gemacht haben könnte. Dabei handelt es sich dann in 99 % der Situationen um gar keine Fehler, sondern um irgendwelche anderen Sachen, dass er "allgemeine" Fragen hat. 

Als wir in Berlin im Urlaub waren, da haben wir den Alexanderplatz gesucht (den Fernsehturm, die Weltzeituhr). Wir hatten uns etwas verlaufen, waren auf einer großen Kreuzung und wussten nicht weiter. Ich spreche im Normalfall in solchen Situationen auf der Straße jeden "wildfremden" Menschen an, um nach dem Weg zu fragen, aber ich traue mich nicht Polizisten anzusprechen. Auf dieser großen Kreuzung war zu diesem Zeitpunkt die komplette Ampelanlage ausgefallen und es wimmelte dort von Polizisten, die den Verkehr regelten. Auf der Straße, aber auch am Bürgersteig für die Fußgänger. Mein Freund meinte mehrmals zu mir, dass ich endlich einen der Polizisten ansprechen solle, nach dem Weg fragen solle, aber ich konnte mich nicht überwinden. Die Hemmungen waren viel zu groß (lieber wäre ich stattdessen noch eine Stunde durch die Gegend gelaufen, bis wir den Platz dann hoffentlich gefunden hätten). Schließlich hat mein Freund es dann übernommen und sprach einen der Polizisten an. Der war dann auch total super freundlich nett, hat uns sofort den Weg beschrieben (wir waren nicht allzu weit davon entfernt) und gab uns dann sogar noch Tips, wo wir dort gut Essen gehen können (es war in der Mittagszeit). Ja, aber diese "Angst" vor Polizisten, diese innere Unsicherheit denen gegenüber, die werde ich absolut nicht los. Ich sehe mir zwar fast täglich Krimis an (eine meiner aktuellen Lieblingsserien ist das "Großstadtrevier"), aber im realen Leben möchte ich mit denen dennoch nichts zu tun haben.

Heute Nachmittag habe ich mich dann ja mit meiner Mutter in der Stadt getroffen. Wir haben zwar einen Badeanzug gefunden, aber ich sage mal so, er gefällt mir zu "95 %". Aber etwas Besseres haben wir wirklich nicht gefunden. In dem ersten Geschäft war die Verkäuferin echt doof. Dort habe ich 3 Stück anprobiert, die absolut nicht gepasst haben. Stattdessen bekam ich von der Verkäuferin mit jedem Satz nur "Vorwürfe" zu hören, dass der Sommer vorbei ist, kein Mensch würde jetzt im Herbst mehr Schwimmen gehen, ich sei selber Schuld, wenn ich nichts passendes finden würde. Ich meinte daraufhin, dass ich auch im Herbst und Winter zur Wassergymnastik im Schwimmverein gehen würde, woraufhin sie zu mir meinte, dass das dennoch nicht "normal" sei, die wenigsten Menschen würden im Herbst und Winter "freiwillig" ins Wasser gehen. Solche Gespräche hasse ich wie die Pest. Im Sport- bzw. Turnverein meiner Mutter (sie ist ja auch noch in einer Frauen-Gymnastik-Gruppe) geht es jetzt nach den Sommerferien auch erst wieder so richtig los. Und sie kann ihre Sportsachen ja auch das ganze Jahr über kaufen, egal ob Sommer oder Winter. Und Schwimmen ist ja nicht nur ein reiner Sommersport, das kann man im Schwimmbad (nicht unbedingt im Freibad oder im Meer) ja schließlich auch das ganze Jahr über machen. Deswegen fand ich ihre ganzen "Schuldzuweisungen", dass ich selber daran Schuld bin, wenn ich jetzt nichts passendes finden würde, völlig überzogen und übertrieben.

Im zweiten Geschäft hatten wir dann viel mehr Glück. Diese Verkäuferin nahm sich für uns total viel Zeit, war total freundlich und hilfsbereit. Ich habe dort bestimmt 20 oder mehr Badeanzüge anprobiert. Nach den Größen konnte man wirklich nicht gehen, je nach Hersteller und "Qualität" (bzw. Material) fallen sie völlig unterschiedlich aus. Mal war 50 zu eng, mal war 46 schon viel zu groß, mal saß 48 relativ gut. Jeder Badeanzug hatte andere Vor- und Nachteile. Wir waren alleine in dem Geschäft und es war eine reine "Modenschau". Die Verkäuferin sah es sich jedes Mal an, wie mir die einzelnen Modelle standen (völlig verschiedene Schnittformen) und suchte dann dementsprechend das nächste Modell zur Anprobe aus. Sie nahm sich sehr viel Zeit für mich. Dann bin ich fündig geworden (für rund 60 Euro, den schenkt meine Mutter mir ja zum Geburtstag). Grundfarbe mal wieder schwarz (was ich weiterhin bevorzuge, aber heute war ich wirklich so weit, ich hätte jede Farbe genommen, Hauptsache passend) mit einer großen weißen Blume. Mein jetziger Badeanzug, den ich mir im April gekauft habe, der sitzt zwar noch etwas besser, noch etwas "fester und straffer", was ich bei den vielen Bewegungen bei der Wassergymnastik super gut finde, aber dennoch sitzt auch dieser neue Badeanzug ziemlich gut, etwas lockerer als der andere, aber dennoch relativ gut und sicher. 

Anschließend lud meine Mutter mich dann ins Eiscafe ein. Auch wenn sie "Zucker", also Diabetes hat, sie liebt dennoch Eiskaffee und lässt sich das auch von den Ärzten nicht verbieten (so ziemlich regelmäßig einmal wöchentlich). So richtig Hunger hatte ich noch nicht, aber sie meinte zu mir, dass ich dann wenigstens etwas Trinken soll, wenigstens ein Glas Wasser. Ja, und als wir dann im Eiscafe saßen und ich die Eiskarte in den Händen hielt, da bekam ich dann natürlich "Heißhunger" auf Eis. Ich nahm dann ein "Spaghetti-Eis", also Vanille-Eis mit Sahne, Erdbeersoße, ein paar Schoko-Raspeln und einer Waffel (nur eine kleine Portion, die gab es dort in 3 Varianten, also in 3 Größen). Anschließend noch ein Glas (0,3 l) Apfelschorle. Das war im ganzen super, super lecker. Aber jetzt muss ich wirklich wieder die "Notbremse" ziehen, muss wieder mehr aufpassen. Ich will mein Gewicht ja schließlich halten oder vielleicht sogar auf Dauer noch etwas tiefer kommen, auf jeden Fall unterhalb von 75 kg. 

Den Nachmittag und Abend über war ich dann total ruhig und still, wollte nur meine Ruhe haben. Etwas im Internet, ein bisschen gelesen, ein kleines bisschen Aufräumen. Ansonsten hing ich nur meinen Gedanken nach. Aber jetzt steht ja erstmal das Wochenende vor der Türe...!!!

 

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