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Mittwoch, 27.02.2013 - Sport


Heute geht es mir wieder etwas besser als gestern, aber ganz weg sind die Rückenschmerzen leider trotzdem noch nicht. Nachdem ich den "Schock" mit den Rückenschmerzen verarbeitet habe (damit habe ich wirklich nicht im geringsten gerechnet), wollte ich noch ein bisschen über den gestrigen Tag, über diesen "Gesundheitstag" schreiben.

Im großen und ganzen war das wirklich sehr interessant. Die Ausstellung bestand aus einigen Ständen rund um das Thema Gesundheit, das waren alles sozusagen "Mit-Mach-Stände", wo man selber als Besucher aktiv werden konnte. Bei ein paar Sachen, die mich interessiert hätten, da bin ich leider nicht dran gekommen. Entweder waren alle immer schneller als ich, so dass ich nicht dran gekommen bin (ich war mal wieder zu schüchtern, um mich "durchzusetzen") und später mit den Schmerzen hatte ich dazu dann auch irgendwie keine Lust mehr.

Zuerst habe ich mir nur einen Überblick verschafft, bin von Stand zu Stand gegangen und habe mir alles angesehen. Es gab dort eine Waage mit Fettanteil usw. Das habe ich mir dort erspart, schließlich steht dieses Wiegen am Samstag beim Training eh auf dem Plan und da jede Waage etwas anders eingestellt ist, vertraue bzw. verlasse ich mich dann lieber auf die Waage meines Trainers. 

Dann ein Stand, an dem man seine Herz- sowie Atemfrequenz testen lassen konnte, also auch mittels Kopfhörer und beruhigender Musik steuern konnte, wenn man "zu" aufgedreht war. Das hätte mich zwar interessiert, aber dort bin ich leider nicht drangekommen. Ich stand mindestens 30 bis 45 Minuten dort und habe bei 5 Frauen zugeguckt, wie das läuft, aber jedes Mal, wenn die Dame fertig war, saß ruck-zuck die nächste Frau auf dem Stuhl. So schnell konnte ich irgendwie nicht reagieren, war leider auch nicht schlagfertig genug, so dass ich es schließlich aufgegeben habe und weiter gegangen bin.

Dann ein Stand, wo mit der "Medi-Maus", einer Art großer Computer-Maus die Wirbelsäule vermessen wurde. Daran habe ich Nachmittags teilgenommen, Vormittags war es mir dort immer zu voll, etwas zu viel Betrieb. 

Ein Stand war für die Ernährungsberatung und auch zum Blutdruckmessen. 

Dann so ein Stand, wo man das richtige Heben anhand einer etwa 15 Kilo schweren Kiste testen konnte. Man bekam eine spezielle Jacke (mit Sensoren) an, die auf einem Computer genau gezeigt haben, ob man sich rückengerecht bückt. Daran habe ich teilgenommen. Die meisten haben sich spontan gebückt, ab mit dem Rücken nach unten, die Skala ging sofort in den roten, also in den "falschen" Bereich. Ich musste dabei an mein Training und auch an den Postdienst, an eine schwere Postkiste denken. Ich habe dann gedacht, dass diese Kiste eine schwere Hantel ist und ging automatisch relativ gerade runter in die Knie und packte mit den Händen zu. Dabei kam ich dann immerhin nur bis in den gelben Bereich, weil ich die Schultern dabei zu weit nach vorne nahm, die Schulterblätter zu weit auseinander gingen. Aber ansonsten war mein Rücken gerade. Ja, mein Training "wirkt" auf jeden Fall in meinen Alltag hinein.

Dann waren dort 6 verschiedene Möglichkeiten, um auf solchen "Wackelbrettern" (mit der Möglichkeit, sich dabei festzuhalten) sein Gleichgewicht zu testen bzw. zu trainieren. Vormittags war dort sehr viel Betrieb, in der Mittagszeit habe ich das dann ausprobiert, fand das aber extrem schwer. Gerade ich, wo ich doch eh kein Gleichgewicht habe, aber gereizt hat es mich halt dennoch, ausprobieren wollte ich es auf jeden Fall. Ich ging dann erst in diesen Vortrag über den Schmerz.

Gegen Mittag war dann Gymnastik für alle. Erst habe ich mit mir "gekämpft", ob ich daran wirklich teilnehmen solle, aber da dabei alle anwesenden mitgemacht habe, habe ich es schließlich auch gemacht. Etwa eine viertel Stunde lang verschiedene Bewegungen für die Beine und Arme. 

In der Mittagszeit ging meine Abteilung (wir waren dort mit 8 Personen) dann in die Kantine. Wegen meiner Allergien hatte ich mir jedoch von zu Hause Brote und Wasser mitgebracht. Als die Anderen dann in der Kantine waren, habe ich mich draußen etwas hingesetzt und "eben" was gegessen und getrunken. Ja, und dann wollte ich eigentlich zu den Anderen gehen, mich zumindest dazu setzen ("Dabeisein ist alles"), aber mich verließ der Mut. Ich wusste ja nicht, wie groß die Kantine ist und wo die Anderen dort dann sitzen. Mein Selbstbewusstsein war komplett weg und ich habe mich nicht getraut, in die Kantine zu gehen. Ich ging dann erst etwa eine halbe Stunde auf dem Grundstück etwas "spazieren", etwas Luft schnappen. Dann ging ich wieder in die Ausstellung, wo es zu dieser Zeit sehr ruhig gewesen ist.

Zuerst habe ich dann diese "Wackelbretter" ausprobiert, stand aber äußerst unsicher darauf. Wusste dann auch nicht so richtig, wie ich davon wieder runter kommen sollte. 

Kurz danach ist es dann passiert, ich stand fast mittig im Raum und habe überlegt, welchen Stand ich mir nochmals in Ruhe ansehen könnte. In dem Moment bekam ich in der unteren LWS einen heftigen Stich, als wenn jemand mit einer heißen Nadel dort reinstechen würde. Ich blieb wie angewurzelt stehen und konnte mich minutenlang nicht mehr bewegen. Ich wollte dann versuchen, das Hohlkreuz in den Griff zu kriegen, bin etwas in die Knie und habe versucht, das Becken nach vorne zu kippen. Gar keine Chance, die Schmerzen waren verdammt heftig. 

Um mich auf jeden Fall bewegen zu müssen, nahm ich mich dann total zusammen und ging spontan zu diesem Stand mit dieser "Medi-Maus", ließ den Rücken dort vermessen. Erst nur gerade stehen bleiben. Bei der LWS hatte die Dame beim Messen dann etwas Probleme, so eine Verbiegung kannte die Maus wohl nicht. Dann mit dem Oberkörper nach vorne in die Waagerechte, die Arme nach unten baumeln lassen. Wegen der Schmerzen konnte ich den Rücken nicht nach oben durchdrücken, blieb selbst in dieser Position etwas im Hohlkreuz, die LWS etwas nach unten gebogen. Dann gerade Stehen, die Arme waagerecht nach vorne und mit leichten Hanteln gerade Stehen bleiben. Dabei ging ich automatisch mit dem Oberkörper ein ganzes Stück nach hinten, fiel noch viel weiter ins Hohlkreuz.

Auf die genaue Auswertung werde ich hier nicht eingehen, auf jeden Fall meinte der Herr, ich solle dringend mehr Sport treiben, am besten täglich was machen, weil mein Rücken total verspannt und verbogen ist. Ach ja? O k, er konnte ja nicht wissen, dass ich eh schon so gut wie täglich was mache. Er hat mich dann gefragt, was ich zwecks Motivation vom Personal-Training halten würde. Er wäre Personal-Trainer (in einem Fitness-Studio) und wir könnten gerne einen Termin vereinbaren. In dem Moment musste ich dann trotz Schmerzen grinsen und habe ihm von meinem Sportprogramm einschließlich KG, Schwimmen und natürlich des Trainings erzählt. Einen weiteren oder gar neuen Trainer brauche ich ganz bestimmt nicht. Mit meinem bin ich voll und ganz zufrieden, besser könne auch er ganz bestimmt nicht sein.

Danach wurden meine Schmerzen dann ziemlich konstant. Ich hätte gerne zur Entspannung (vielleicht hätte das bei den Schmerzen etwas geholfen) bei dieser Atemtechnik teilgenommen (mit dieser Herzfrequenz), aber dieser Stand war weiterhin so stark belagert, dass ich es schließlich aufgegeben habe und mir letztendlich eine Sitzgelegenheit gesucht habe, bis der Tag dann endlich vorbei war, also bis wir endlich nach Hause gefahren sind. Ja, im ganzen hatte ich mir den Tag etwas anders vorgestellt, diese blöden Rückenschmerzen haben mir einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. 

Heute hatte ich den ganzen Tag über Schmerzen, teils einen "dumpfen" Schmerz, teils ziehende, teils leicht stechende Schmerzen im LWS-Bereich, die Zeitweise auch in das rechte Bein, also in den Oberschenkel gezogen sind. 

Bei der KG folgte daraufhin mal wieder ein Schonprogramm. Auf den Rücken legen, auf den geraden Rücken achten und dann jeweils mit einem Bein (im Wechsel) verschiedene Bewegungen mit ihrem Gegendruck (also natürlich von meiner Physiotherapeutin). Bei der anschließenden Rückenmassage war sie auch super vorsichtig, wollte mir natürlich nicht weh tun. Ich sprach sie dann auch noch auf den rechten Oberschenkel an, wo sie ebenfalls noch drangegangen ist. Das tat dann mehr weh als am Rücken, der war ziemlich verhärtet und verspannt (der linke war in Ordnung und schmerzfrei, dort hat sie als Vergleich kurz gefühlt).

Meinem Trainer habe ich dann auch sofort Bescheid gesagt (dass ich etwas Schmerzen habe). Aber so ein "Schonprogramm" wie bei der KG, das gibt es bei ihm bestimmt nicht. Zwar auf jeden Fall vorsichtiger und nicht so hektische, ruckartige Bewegungen wie sonst zum Teil, aber dennoch haben wir wieder ein gutes Programm durchgezogen. Das hat heute wieder richtig Spaß gemacht. Wir haben uns zwar auch etwas über meine Probleme, über den aktuellen Stand auf der Arbeit und bezüglich meiner Ernährung unterhalten, aber das zu Beginn und am Ende, als ich mich umgezogen habe. Heute stand das Training wieder im Vordergrund. Grundsätzlich finde ich diese Gespräche ja auch gut und sie helfen mir ja auch, aber nur, solange das "Verhältnis" zwischen Gespräch und Training stimmt, was heute auf jeden Fall wieder der Fall gewesen ist (mit seinen Tipps und Ratschlägen kann ich in meinem Alltag auf jeden Fall sehr viel anfangen!!).

Unter anderem waren heute Unterarm-Liegestütze auf dem Kasten dabei und auch mit den Armen auf dem Gymnastikball aufliegen. Der Rücken hat sich zwar immer mal wieder durch einen leichten Stich bemerkbar gemacht, aber es hielt sich in Grenzen, war sehr gut auszuhalten. Dann kamen auch Übungen auf dem Rücken liegend, ein paar Crunches und dann mit jeweils einem Bein gerade hoch, mit dem Arm ebenfalls, mit der Hand kurz Schienbein berühren und wieder hinlegen. Mit links ging es, aber mit der rechten Seite (rechtes Bein und rechter Arm) habe ich bei jedem Hochgehen ein Ziehen im Rücken gemerkt., aber nur minimal, mit Konzentration auf die Übung konnte ich es einigermaßen ignorieren (aber durch dieses Ziehen musste ich mit dem Rücken kämpfen, hatte Mühe dabei, den Rücken trotzdem möglichst flach auf dem Boden zu halten, fiel dabei zeitweise mal wieder sehr ins Hohlkreuz, was er natürlich jedes Mal angesprochen hat).

Direkt nach dem Training war ich etwa eine Stunde lang schmerzfrei und dachte schon, dass ich es wieder völlig im Griff hätte, aber dann setzten leider doch wieder leichte Schmerzen im unteren Rücken ein. Ich hoffe, dass ich das jetzt schnellstmöglich wieder ganz in den Griff bekomme. Nachdem ich in den letzten Monaten so völlig schmerzfrei gewesen bin, das so genossen habe, nerven mich diese Schmerzen jetzt wieder umso mehr. Nach der Schmerzfreiheit nehme ich sie jetzt irgendwie doppelt so stark wieder wahr. Ja, hoffentlich gehen sie ganz schnell wieder ganz weg.

Morgen Abend gehe ich dann erstmal wieder zur Wassergymnastik, was sicherlich auch gut tun wird, davon bin ich überzeugt. 

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