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Samstag, 29.12.2012


Der heutige Tag war im großen und ganzen nicht schlecht. Nachdem ich in der letzten Woche ja an jedem Tag was vor hatte (erst über Weihnachten und dann mein Training), haben wir uns heute einen Schontag gegönnt. Abgesehen vom Haushalt habe ich auch viel gelesen. Ich lese zur Zeit das Buch von Horst Lichter, das Markus Lanz geschrieben hat. Das hat mir meine Schwägerin geliehen. Ich finde das sehr interessant, darin erfährt man sehr viel über ihn. 

Ich bin immer noch mit mir am "kämpfen", ob ich mir 2 Bücher kaufen soll. Zum einen das von Samuel Koch "2 Leben", der bei Wetten dass den schweren Unfall hatte und eventuell auch das Buch von Gaby Köster, die den Schlaganfall hatte. Mein Freund hat Angst, dass mich diese Schicksale seelisch wieder zu tief runter ziehen könnten. Ich sehe das jedoch anders. Abgesehen von der unsicheren Arbeitssituation bin ich seelisch inzwischen wieder ziemlich "gefestigt", im großen und ganzen sehr gut drauf. Ich finde es halt interessant, wie andere Menschen mit den verschiedensten "Schicksalsschlägen" klar kommen. 

Hin und wieder, an manchen Tagen, läuft die Dialyse bei meiner Mutter relativ gut, aber an den meisten Tagen gibt es halt Probleme damit (wie ich gestern bereits geschrieben habe). Alle paar Tage (nicht täglich) telefonieren wir. An den Tagen, an denen dabei mal wieder ihr Kreislauf zusammen geklappt ist, da ist sie dann immer sehr schlecht drauf, hat Angst vor der Zukunft, dass sie das ganze auf Dauer nicht besser in den Griff bekommt. Ich bin nunmal keine "Psychologin", versuche aber trotzdem, ihr am Telefon etwas Mut zu machen. Ich vergleiche uns beide dann immer etwas, wobei das natürlich völlig unterschiedliche Erkrankungen sind, aber was besseres fällt mir dann auch nicht ein.

Wenn ich Bedenke, wie lange ich noch die intensiven Schmerzen hatte, obwohl ich längst damit in Behandlung war, einschließlich der Zeit in der Reha. Zu der Zeit, mit den Dauerschmerzen, konnten mir auch die Psychologen nicht wirklich helfen, eine Zeitlang hat mir so gar nichts mehr Spaß gemacht, ich stand völlig neben mir. Ich musste dann erstmal die "richtigen" Personen finden, die mir dann wirklich geholfen haben, also meinen Trainer und auch meine Physiotherapeutin. Auch die Beiden konnten mir dann nicht von heute auf morgen "perfekt" helfen, bis zur ersten richtigen Schmerzfreiheit, die über mehrere Tage anhielt, hat es dann noch rund ein halbes Jahr gedauert (bis zum Sommer), erst danach habe ich die richtigen Erfolge dieser Therapie gemerkt, also die Schmerzfreiheit (bis zu dieser ersten Schmerzfreiheit brauchte ich schon mächtig Geduld). Von Monat zu Monat war ich seelisch dann auch wieder besser drauf. 

Und auch jetzt die Sache mit der Wassergymnastik, mal wieder raus unter Leute zu kommen, mit denen man sich versteht, einem "kleinen" Hobby nachzugehen, das einem Spaß macht und das meinem Rücken auch nicht schaden kann, eher ganz im Gegenteil. Ich hoffe, dass es bei meiner Mutter im Laufe der Zeit dann auch besser läuft. Sie ist zwar nach wie vor (seit vielen Jahren) in einer Frauen-Gymnastikgruppe in ihrem Turnverein, kann aber durch ihre Erkrankungen (und die vielen Folgen der Nebenwirkungen, unter anderem durch die vielen Knochenbrüche durch die "weichen Knochen") viele Übungen längst nicht mehr richtig mitmachen. Sie geht zwar weiterhin Woche für Woche dort hin, macht die meisten Übungen jedoch nur "andeutungsweise" mit, nach dem Motto "Dabeisein ist alles". 

Ja, und was mich bzw. meine aktuellen seelischen Probleme mit der Arbeit betrifft, habe ich heute einen Brief von unserer Personalabteilung bekommen. In der letzten Zeit fühlte ich mich auf der Arbeit unwahrscheinlich "alleine", von (fast) allen (bis auf ganz wenige Ausnahmen) total im Stich gelassen. Wirklich verlassen kann ich mich dort auf fast gar keinen mehr. 

Als ich diesen Brief dann (noch ungeöffnet) in der Hand hielt, fing ich vor Aufregung direkt total an zu zittern. Mein erster Gedanke war, dass das eine Kündigung wäre und mir wurde es direkt total schlecht. Mein Freund kam direkt an und meinte, dass es ganz bestimmt keine Kündigung sein würde, nur weil ich mit meiner Arbeit in den letzten Monaten in den Rückstand gekommen bin (dafür habe ich mich ja auch um genug andere Aufgaben, um die Vertretungssachen gekümmert), ist das für die Personalabteilung noch lange kein Kündigungsgrund. Ich habe den Brief dann geöffnet.

Sinngemäß steht darin, dass sie wissen, dass meine derzeitigen gesundheitlichen Probleme mit der Arbeit zusammen hängen und dass ich deswegen gerne die Abteilung wechseln möchte. Sie möchten deswegen einen Termin mit mir vereinbaren, um mit mir besprechen zu können, wie sie mich auf der Suche nach einem anderen Arbeitsplatz unterstützen können, um mit mir gemeinsam eine Perspektive zu entwickeln. Sie wollen mir also tatsächlich helfen, aus dieser Abteilung heraus zu kommen (worüber ich schon so oft nachgedacht habe), wo anders einen Neuanfang starten zu können. 

In diesem Moment fiel mir vor Erleichterung ein ganz großer Stein vom Herzen und ich fing vor freude total an zu weinen. Mein Freund nahm mich erstmal in den Arm, beruhigte mich wieder und meinte dann zu mir, "Na siehst du, du bekommst Hilfe, es wird alles wieder gut...!!!". 

Was ich dann gemacht habe? Ich habe mich umgezogen, also meine Sportsachen, und bin aufs Fahrrad gegangen, bin kräftig losgeradelt. Ich bin dann in 33 Minuten 9 Kilometer gefahren. Das hat so richtig gut getan. Das "Sündigen" in der letzten Zeit, also auch über Weihnachten die Schokolade und der Kuchen, haben ihre "Spuren" bei mir hinterlassen. Ich war heute morgen auf der Waage, habe wieder einen Kilo zugenommen, bin jetzt wieder bei 79,7 Kilo, aber immerhin noch unter der 80. Aber mein Ziel, es mindestens auf 75 Kilo zu schaffen (im Laufe der Zeit auch auf 70 Kilo), das habe ich nicht aus den Augen verloren, in den letzten Wochen nur etwas "verdrängt". Deswegen hat das heutige Fahren auch ganz bestimmt nicht geschadet, eher ganz im Gegenteil, das hat (auch seelisch) so richtig gut getan. Gegessen habe ich heute nur einen großen Salatteller (grünen und Gurkensalat).

Von gestern merkte ich heute den Schulterbereich immer noch etwas, nicht mehr so intensiv wie gestern, aber immer noch deutlich spürbar (je nach Bewegung ein kräftiges Ziehen in den Schultern). Das ist wirklich schon ein Muskelkater (und keine leichte Verspannung nach dem Training). Mein Rücken ist weiterhin in Ordnung, also schmerzfrei. Zuerst hatte ich das Fahren vor mir hergeschoben, aber als ich dann diesen Brief in der Hand hielt, das gab mir so richtig einen "positiven Schub", danach fiel mir das Fahren dann total leicht. 

In dem Brief steht zwar auch drin, dass ich zu dem Gespräch eine Person meines Vertrauens mitbringen kann, aber ich wüsste im Moment nicht, wen ich mitnehmen sollte. Im Moment bin ich bei allen (auf der Arbeit) total skeptisch. Das Gespräch werde ich dann lieber alleine mit der Personalabteilung führen. 

Ich hoffe, dass ich demnächst dann auch meine zeitweiligen Schlafprobleme wieder in den Griff bekommen werde. Wenn ich inzwischen Alpträume habe (nicht in jeder Nacht, aber immer noch sehr häufig), dann in letzter Zeit fast nur noch von der Arbeit, von den verschiedensten Situationen, die sich dort im Laufe der Zeit ereignet haben. In den letzten Wochen vor diesem Krankenschein konnte ich kaum noch Schlafen, kam kaum noch zur Ruhe. Sobald ich im Bett lag kamen mir "tausend" Gedanken, wie der nächste Tag laufen könnte. Ich habe mir dann nachts schon überlegt, mit welchen Aufgaben ich am nächsten Tag weitermachen würde, worum ich mich bevorzugt kümmern würde. Aber völlig egal, welche Reihenfolge ich eingeplant habe, ein Teil der anderen Aufgaben blieb dabei grundsätzlich "auf der Strecke", alles gleichzeitig klappte nie und jeden Morgen hatte ich Angst, dass ich wegen dem Rückstand Ärger bekomme, dass mein Chef mich darauf ansprechen könnte. Jedes Mal, wenn ich die Stimme meines Chefs gehört habe, wurde es mir schlecht und ich bekam Herzrasen, bis es dann wirklich so weit war und ich zu ihm zum Gespräch musste. Ich war in letzter Zeit morgens schon total nervös, wenn ich auf die Uhr guckte und in etwa wusste, ab wann mein Chef im Hause ist, ab wann ich ihm eventuell begegnen könnte. Auf Dauer konnte diese Arbeitssituation absolut nicht gut gehen. 

Dann beschäftigt mich noch der Boden in der Wohnung von meiner Mutter. Der ist dort aus Laminat, darüber liegt (in jedem Zimmer) ein großer Teppich (von Wand zu Wand sozusagen). Das Antennenkabel beginnt im Wohnzimmer an der Balkontüre. 

Als ich noch ein Kind war, also noch in der Grundschule war, da hatte ich ja bereits einen kleinen Fernseher im Kinderzimmer stehen (als ich älter wurde, bekam ich einen größeren in mein Zimmer). Meine Mutter interessiert sich Fernsehmäßig gar nicht für Sport. Mein Vater hat damals so gut wie keine Sportschau verpasst. 

Was Sport im Fernsehen betrifft, das ist für mich der einzigste "Grund", was ich am Winter schön finde, dass dann die Übertragungen vom Eiskunstlauf kommen. Das habe ich damals immer zusammen mit meinem Vater geguckt. Katharina Witt war damals die erste Sportlerin, die ich total klasse fand, deren Auftritte ich damals immer alle verfolgt habe. Die Musik und dazu die passenden, gleitenden Bewegungen auf dem Eis, das finde ich total schön. Das wollte ich damals ja auch mal ausprobieren, habe es jedoch nicht geschafft. Meine Beine, meine Knöchel waren dafür viel zu instabil, viel zu schwach, ich konnte das Gleichgewicht auf den Kufen nicht halten, bin immer wieder seitlich weggeknickt. So gerne ich anderen dabei zusehe, für mich selber habe ich dieses Hobby ganz schnell wieder aufgegeben. Meine Mutter hat damals bei einem Preisausschreiben 2 Eintrittskarten für "Holiday on Ice" gewonnen und was macht sie, anstelle ihre Tochter zu fragen, ging sie mit ihrer damaligen Freundin da rein. Damals war ich deswegen unwahrscheinlich sauer und neidisch, dass sie mich nicht mitgenommen hat. Mich hätte es wirklich interessiert.

Sobald damals die Sportschau im Fernsehen kam, schnappte sich meine Mutter das Antennenkabel und schloss meinen Fernseher (im Kinderzimmer) an. Umso öfter sie es aufrollte und wieder "zusammen knüllte", umso schlimmer sah das Kabel aus, so ähnlich wie ein Telefonkabel, das total verwickelt ist (mein Vater hatte immer einige Arbeit damit, es wieder so richtig zu entwirren). Schließlich sagten meine Eltern dann, ich sei alt genug (etwa 8 Jahre, 2. Klasse), mein Fernseher könne ruhig immer angeschlossen bleiben, das Antennenkabel solle immer liegen bleiben. Meine Mutter ist diesbezüglich allerdings ein "Tolpatsch", sie stolperte immer und immer wieder über das Antennenkabel, das quer durch die Diele lag.

Dann kam mein Opa, der Vater meines Vaters, der ja ein "Bastler" war, auf die Idee, dass das Kabel besser unter dem Teppich verlegt werden solle. Das klappte jedoch nicht so richtig, durch das Kabel entstand eine "Beule", über die meine Mutter weiterhin stolperte. Daraufhin kam mein Opa auf eine ganz "tolle" Idee. Beim nächsten Renovieren, also als der Teppich weg war, da klopfte er mit Hammer und Meißel (nicht sprichwörtlich, sondern völlig ernst gemeint!!!) den Boden vom Wohnzimmer bis zu meinem Zimmer der Länge nach auf, brach und bohrte den Boden ein Stück auf, so dass eine "Rille" entstand, wo das Kabel rein passte. Das Kabel wurde dann der Länge nach dort reingelegt und der Teppich wieder drüber gelegt. Bis vor kurzem wurde nie wieder darüber gesprochen.

Im Turnverein meiner Mutter waren in letzter Zeit mehrere Todesfälle. Die Älteren, die ich auch noch von früher her kenne, die sterben jetzt halt nach und nach. Ja, und meine Mutter hat bei denen jetzt mitbekommen, wie teuer es für deren Kinder wird, wenn sie deren Wohnung wieder renovieren müssen, wieder für die Nachmieter instand setzen müssen. Jetzt hat meine Mutter ein schlechtes Gewissen und Angst, dass ich irgendwann nach ihrem Tod einige Tausende zur Reparatur dieses Bodens bezahlen muss. Inzwischen schimpft sie auch nur noch über ihren ehemaligen Schwiegervater, wie der auf die Idee gekommen ist, den Boden so aufzukloppen. Der Freund meiner Mutter erkundigt sich jetzt schon, wie er das beim nächsten Renovieren eventuell reparieren kann. Ich bin jetzt schon gespannt, wie diese Sache dann weiter laufen wird. 

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