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Dienstag, 11.12. (Arzt)


Heute geht es mir seelisch alles andere als gut. Ich stehe völlig neben mir, muss jetzt erstmal alles verarbeiten. 

Heute morgen war ich bei meinem Arzt. Zunächst verlief das Gespräch völlig ruhig. Wenn ich schon dort war, dann wollte ich direkt eine neue KG-Verordnung mitnehmen. Dadurch sind wir zunächst auf meine Therapie zu sprechen gekommen. Er kennt mich bisher nur mit starken Schmerzen, von ihm aus wurde ich ja vor einiger Zeit zur MRT-Untersuchung geschickt, über ihn lief der Reha-Antrag und bei meinem letzten Besuch bei ihm hatte ich so starke Schmerzen unter den Füßen, dass ich zeitweise kaum noch Laufen konnte, kaum noch auftreten konnte. Deswegen hat er sich als erstes darüber erkundigt, wie es mir jetzt geht, wie es diesbezüglich zwischenzeitlich bei mir gelaufen ist.

Als ich ihm sagte, dass es mir diesbezüglich sehr gut geht, dass ich zur Zeit schmerzfrei bin, da konnte er es gar nicht glauben und dachte, dass ich es ironisch meinen würde. Er hat mehrmals nachgefragt, ob ich das wirklich ernst meinen würde, ob ich tatsächlich schmerzfrei bin. Dann wollte er genau wissen, wie ich das geschafft habe, wie sich meine Therapie seitdem verändert hat. 

Ich habe ihm dann von meinem Wechsel des KG-Instituts erzählt (ihm war sowohl das alte Institut bekannt als auch das neue) und dass ich mir vor rund einem Jahr einen Personal-Trainer "genommen" habe, der das Programm, den Muskelaufbau, zum Teil zwar sehr intensiv durchführt, dass mir das aber anscheinend sehr gut bekommt, sehr gut geholfen hat. Von Monat zu Monat ging es mir im letzten Jahr körperlich besser, bis ich schließlich etwa im Sommer zum ersten Mal nach den ganzen Jahren schmerzfrei gewesen bin. Das fand mein Arzt natürlich schon mal sehr gut.

Als ich dann noch erwähnt habe, dass ich seit kurzem zusätzlich wieder an der Wassergymnastik teilnehme (und beim letzten Mal anschließend auch noch Schwimmen war), da war er davon total begeistert. Aus Budget-Gründen streicht er im Moment bei vielen Patienten die KG-Verordnungen, aber als er gehört hat, wie viel Sport ich zusätzlich mache, da hat er die KG-Verordnung für mich sofort unterschrieben und mir versichert, dass ich sie weiterhin von ihm bekommen werde (also 2 Verordnungen im Quartal, mehr ist wirklich nicht möglich, aber immerhin besser als gar keine). Er meinte, ich wäre seine einzigste Patienten, die mit bzw. trotz Schmerzen so ein sportliches Programm durchziehen würde. Alle anderen müsse man immer wieder "auf die Füße treten" und an die KG erinnern, "freiwillig" würden die anderen so eine Therapie nicht durchziehen. Stattdessen würde er regelmäßig Schmerzmittel ohne Ende verschreiben. Darauf hat er mich zwar vorsichtshalber auch angesprochen, aber das habe ich abgelehnt, das habe ich nun wirklich nicht mehr nötig (das habe ich ja noch nichtmals mit starken Schmerzen genommen, irgendwie habe ich die Schmerzen immer ausgehalten, egal wie stark sie zum Teil waren). O. k., beim Thema Fahrrad fahren, also bei Sachen, die ich alleine machen soll, da muss man mir hin und wieder auch "auf die Füße treten", darin bin ich leider sehr nachlässig (so war ich immer schon), aber bei allen sportlichen Sachen, die mit Terminen (also mit anderen) zu tun haben, die halte ich grundsätzlich ein, ohne "wenn und aber" (deswegen habe ich ja mit dem Personal-Training, also mit den zusätzlichen Terminen angefangen). 

Dann sprachen wir zunächst darüber, wie es mir in den letzten Monaten (im ersten halben Jahr) seelisch gegangen ist. In der Zeit ging es mir, im Vergleich zu den letzten beiden Jahren, wirklich sehr gut. Umso besser es mir körperlich ging (also umso weniger Schmerzen), umso mehr bin ich "aufgeblüht". Ja, so ging es zumindest bis Ende August.

Ja, und dann kam die "entscheidende" Frage, wie es bei mir zur Zeit auf der Arbeit läuft. Diese Frage wirkt bei mir im Moment wie ein "Knopfdruck" und ich habe die Tränen nicht mehr unter Kontrolle, fing sofort heftig an zu weinen. Auf das folgende Gespräch werde ich hier lieber nicht im Detail eingehen. Ich habe ihm dann auf jeden Fall von meinem Kollegen erzählt, der Anfang September in Urlaub gegangen ist und dessen Vertretung ich seitdem bin. Dass ich, um den anderen nicht zur Last zu fallen, alles unbedingt alleine schaffen wollte, was sicherlich ein Fehler gewesen ist (zumindest, wenn ich jetzt im Nachhinein darüber nachdenke). Wie ich gestern schon geschrieben habe, diesbezüglich war ich viel zu pflichtbewusst, woraus mir jetzt eine "Schlinge" gedreht wird (zumindest sehe ich das so).

Es gab so einige Tage, an denen ich fast nur mit Postdienst und/oder Telefonzentrale beschäftigt war, für meine eigenen Sachen so gut wie gar keine Zeit mehr hatte. An manchen Tagen habe ich z. B. schon alleine 30 bis 45 Minuten gebraucht, um alle Ausgangsbriefe zu frankieren. Die Zeit, die damit zum Teil drauf ging, die mir für meine Aufgaben gefehlt hat, das sieht bei uns jetzt gar keiner mehr. Alleine meinen, dass Postdienst eine "Klack"-Sache ist, die man mal eben nebenbei erledigt.

In den letzten Wochen hatte ich mehrere Einschreiben (auch welche, die ich bei der Post abholen musste). So "doof", wie ich bin, habe ich das alles in meiner Freizeit gemacht, habe dafür früher Feierabend gemacht und bin auf dem Weg nach Hause bei der Post vorbei gegangen, habe dort zum Teil noch 20 Minuten oder länger in der Schlange gestanden. Auch diese 20 Minuten (es kam mehrmals vor) fehlen mir bei der Arbeit. Andere hätten daraus einen Dienstgang gemacht, hätten sich die Zeit gutschreiben lassen, ich habe diese Dienstgänge stattdessen in meiner Freizeit, nach dem Ausstempeln erledigt. 

Das finde ich ja so gemein, mein Chef hat in den letzten Wochen so einiges gar nicht mitbekommen, wie ich an manchen Tagen am "rotieren" war, um sowohl die Vertretungsaufgaben als auch meine Terminsachen unter einen Hut zu bekommen (und parallel ständig das Zentraltelefon). Ein Rückstand ließ sich absolut nicht vermeiden. Trotzdem, eine Beschwerde einer Kollegin hat gereicht, dass ich den Rückstand habe, ich kam sofort in die "Schublade", dass ich meine Arbeit nicht schaffe und das war es dann. Damit komme ich absolut nicht klar.

Ich habe meinem Arzt heute morgen dann natürlich auch von den letzten Gesprächen auf der Arbeit erzählt, fing dabei immer heftiger an zu weinen, so dass er schließlich sagte, dass es im Moment gar keinen Zweck hätte und hat mich dann direkt bis einschließlich 04.01.2013 krankgeschrieben hat. Ich solle seelisch erstmal wieder etwas zur Ruhe kommen, etwas Abstand von der Arbeit bekommen. 

Auch er war übrigens der Meinung, nachdem wir anfangs ein völlig ruhiges Gespräch geführt haben, dass es bei mir keine "richtigen" Depressionen sind (so wie vor einem bis zwei Jahren), sondern dass sich diese Depri-Phase einzig und alleine auf die Arbeitssituation bezieht. Auch er war der Meinung, dass ich zur Zeit ganz bestimmt keinen Psychologen brauche, sondern besser schnellstmöglich die Arbeitsstelle wechseln solle. Unter den jetzigen Voraussetzungen hätte ich bei der jetzigen Stelle keine Chance mehr, das würde mich immer wieder aufs Neue tief runter ziehen. 

Weil ich bei dem Gespräch so einige Hustenanfälle bekommen habe, hat er mich zum Schluss dann noch abgehorcht. Die Lunge und die Bronchien sind zum Glück frei. Trotzdem verschrieb er mir hustenstillende Tropfen. Er hat allerdings direkt dabei gesagt, dass ich sie nicht so oft nehmen soll, da sie sehr müde machen. 

Heute Nachmittag hatte ich dann zwar noch einen kleinen Termin, auf den ich mich eigentlich gefreut hatte, aber so richtig war ich auch dabei nicht bei der Sache. Ich muss die aktuelle Situation und die Gespräche der letzten Tage jetzt erstmal richtig verarbeiten. 

Ich weiß auch gar nicht, wie das alles so passiert ist, wie die jetzige Situation genau entstanden ist. Vor ein paar Jahren lief auf der Arbeit noch alles bestens, ich hatte meinen eigenen Bereich, innerhalb dessen ich immer sehr flexibel gearbeitet habe, alles absolut bestens im Griff hatte. Mit meinem Chef habe ich mich zu der Zeit echt gut verstanden, anders kann man es nicht sagen. Er hat sich bei Problemen immer für mich eingesetzt und hat mir auch mehrmals gesagt, dass er zufrieden mit mir war, zu der Zeit war absolut alles im grünen Bereich. Ja, aber dann kam ein neues Gesetz raus und meine Arbeit wurde regelrecht "überflüssig". Die Aufgaben mussten dann erst neu organisiert und umverteilt werden. Ja, und in der Zeit ist dann nach und nach die jetzige Situation entstanden. Damals wollte ich mir bereits was neues suchen, weil schon alleine dieses Umverteilen "böses Blut" gegeben hat, weil meine Kolleginnen zum Teil ihre Aufgaben gar nicht an mich abgeben wollten. Damals entstand dann die erste richtige Unruhe. Ja, und dieser "rote Faden", diese Unruhe, hat sich meiner Meinung nach bis heute durch unsere Abteilung gezogen, bis es jetzt schließlich zum großen Knall gekommen ist. Auch das "Verhältnis" zu meinem Chef wurde seit damals dann nach und nach immer etwas gereizter. Das kam nicht von heute auf morgen, sondern erst im Laufe der Zeit. Es kamen im Laufe der Zeit immer mehr kleine Situationen zusammen, so dass ich ihm schließlich dann lieber aus dem Wege gegangen bin, was sich jedoch nie vermeiden ließ. "Berührungspunkte" gibt es im beruflichen Alltag halt immer wieder. Ja, aber im Laufe der Zeit wurde der "roten Faden" dann immer gespannter, bis er jetzt halt gerissen ist. 

Ja, jetzt muss ich die jetzige, aktuelle Situation erstmal so richtig verarbeiten. Mein Arzt hat direkt betont, dass ich nicht "bettlägerig" bin, ganz im Gegenteil. Ich solle mich so viel wie möglich ablenken, versuchen so wenig wie möglich an die Arbeit zu denken. Bloß mit dem Sport weiter machen (was ich eh vorhatte), raus unter Leute gehen und mir so viel positive Ablenkung wie möglich suchen, bevor ich doch noch völlig in "richtige" Depressionen rein rutsche, so wie vor zwei Jahren. Er ist auch der Meinung, wenn ich erstmal eine neue Arbeitsstelle habe, dass es mir dann wieder deutlich besser geht. 

Den Nachmittag über habe ich (nach diesem Gespräch, das vieles in mir aufgewühlt hat) fast ausschließlich (bis auf den kleinen Termin) im Sessel gesessen, stand mächtig neben mir. Habe auch nicht richtig registriert, was im Fernsehen lief. Ich hing einfach nur meinen Gedanken nach. 

Immerhin hatten wir heute Nachmittag einen schönen Posteingang, worüber ich mich sehr gefreut habe. Im März waren wir ja bei Peter Kraus, in der Peter Kraus Revue, woran ich bis heute sehr gerne zurück denke. Dieser Abend war absolut einmalig schön. Die Veranstaltung in Wien wurde mitgefilmt und das gibt es jetzt auf DVD. Diese DVD habe ich heute (über Amazon) bekommen, darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut. Die wollen wir uns an Silvester in Ruhe angucken. Eine schöne Erinnerung an diesen Abend, worauf ich mich jetzt schon freue.

Jetzt freue ich mich erstmal auf morgen Abend. Erst zur KG, anschließend Massage und danach geht es wieder zum Training. 

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