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Mittwoch, 30.05. KG


Heute war ich (nachdem ich den gestrigen Arztbesuch hinter mich gebracht habe) wieder sehr gut drauf. Da sich die leichten Schmerzen im rechten Oberschenkel hartnäckig hielten, war ich mir heute sicher, dass das kein reiner Muskelkater mehr sein konnte, sondern dass sich dieser Bereich schmerzmäßig mal wieder meldet. Das ist ja das Blöde an meiner Erkrankung bzw. an diesen blöden Muskeln, mit regelmäßigem intensiven Training geht es mir zwar wesentlich besser, aber es ist dennoch keine Gewährleistung für eine dauerhafte Schmerzfreiheit. Vielleicht hätte ich diese Schmerzen schneller wieder in den Griff bekommen, wenn ich am Montag bereits KG gehabt hätte, wenn wir am Montag ein paar gezielte Übungen für die Beine gemacht hätten. Zur Zeit bin ich immerhin wieder schmerzfrei, die heutige Therapie war wirklich wieder gut.

Die Zeit vergeht im Moment wirklich extrem schnell. Nur noch 8 Tage Arbeiten, dann habe ich Urlaub. Ich kann es selber noch nicht so wirklich glauben. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich nicht mehr alles schaffen werde, was ich mir vorgenommen hatte, diese Ziele waren wirklich viel zu hoch angesetzt. Wie heißt es so schön, jetzt muss ich wirklich "Prioritäten" setzen (ich "liebe bzw. hasse" dieses Wort....), um zumindest in diesen letzten Tagen die wichtigsten Sachen noch vom Tisch zu bekommen. Ich weiß zwar jetzt schon, dass ich diese Prioritäten mit Sicherheit mal wieder falsch setzen werde (das ist nunmal nicht so ganz meine "Stärke", mich immer für die richtigen Sachen, für die richtige Reihenfolge zu entscheiden), aber trotzdem werde ich versuchen, in diesen letzten Tagen noch möglichst viele Aufgaben erledigt zu bekommen.

Aber so sehr ich mich auf den Urlaub freue, dennoch habe ich etwas Angst davor, dass die Schmerzen in dieser Zeit wieder intensiver werden können. Wie "gefährlich" das bei mir ist, das habe ich schließlich in den letzten Tagen mit meinem rechten Bein gemerkt. Ich werde auf jeden Fall wieder das "kleine Laptop" mit in den Urlaub nehmen. Also eigentlich ist das ein Netbook (von Aldi), aber ich sage halt immer "kleines Laptop" dazu. Mein Freund hat es mir vor ein paar Jahren geschenkt, als das Internet (und die Bekanntschaften, die ich darüber geschlossen habe) mein Hobby geworden ist. Insbesondere auch, seitdem ich halt regelmäßig an so einem Tagebuch schreibe, um alles zu verarbeiten. Tagsüber bleibt das Laptop natürlich im Koffer, ich schließe es im Urlaub (im Hotel) immer erst abends an, wenn der Tag vorbei ist und wir kaputt auf dem Zimmer sind. Mein Freund geht zwar hin und wieder auch daran, surft auch gelegentlich durchs Internet, aber grundsätzlich guckt er viel lieber Fernsehen. Bei mir ist es genau anders herum. Wenn was interessantes läuft, eine interessante Doku-Sendung, ein toller Film oder eine Talkrunde mit tollen Gästen, dann gucke auch ich gerne Fernsehen, aber wenn mein Freund z. B. Spätschicht hat, dann bleibt der Fernseher so lange aus, bis er gegen 22.30 Uhr nach Hause kommt, dann sitze ich lieber in Ruhe vor dem Computer. 

Wie es der Zufall wollte, hatte meine Physiotherapeutin für heute eh Übungen für die Beine eingeplant (auf dem Rücken, auf der Liege liegend). Zunächst jedes Bein einzeln, Aufstellen und dann verschiedene Bewegungen mit ihrem Gegendruck (wobei ihr Gegendruck bei Weitem lascher ist als der meines Trainers). Das angewinkelte Bein Richtung Brust hochziehen (jede Bewegung 3 Mal), dann Richtung Fußende, danach hielt sie ihre Hand unter meinen Fuß und ich sollte so kräftig wie möglich nach unten, Richtung Liege drücken. Alle Bewegungen zunächst mit rechts, anschließend mit links. Dann setzte sie sich am Fußende hin. Beide Beine lang ausstrecken und nach außen dehnen (sie drückte dabei natürlich an den Knien nach innen). Anschließend drückte sie von der Knie-Innenseite und ich sollte die Beine zusammen drücken. Dann die Beine Aufstellen und das gleiche Spielchen, mal nach Außen drücken (alles mit ihrem Gegendruck), mal nach Innen drücken (weiterhin alles 3 Mal). 

Dann ging es in Sit-Ups über, wobei sie (immer noch am Fußende sitzend) meine Hände nahm und mich oben noch ein Stückchen höher zog. 10 Sit-Ups, danach (weiterhin mit aufgestellten Beinen) 10 Mal hoch zur Brücke (also mit dem Becken nach vorne und hoch), dann nochmals 10 Sit-Ups und nochmals 10 Mal die Brücke. Etwa 5 Mal fiel mir jede Bewegung relativ leicht, sowohl die Sit-Ups als auch die Brücke, aber danach muss ich dann jedes Mal mächtig kämpfen, dann fällt mir jeder weitere Durchgang schwer.

Bei diesen letzten Übungen musste ich dann an meinen Trainer denken. Das ist der Unterschied zwischen KG und PT. KG ist zwar auch für den Muskelaufbau, aber der Ablauf ist wesentlich lascher. Nach jedem Sit-Up kurz hinlegen und wieder hoch, nach jeder Brücke kurz mit dem Rücken ganz runter auf die Liege. PT ist dagegen wesentlich intensiver, ich bin mir sicher, dass ich bei den Sit-Ups keine "richtige" Pause hätte machen "dürfen" (letzten Samstag sollten die Schultern dabei ja auch die ganze Zeit über in der Luft bleiben) und auch bei der Brücke hätte er mit ziemlicher Sicherheit darauf geachtet, dass ich zwischendurch nicht komplett ablege, sondern etwas oben bleibe, immer etwas Spannung habe. 

Ja, das ist halt der Unterschied zwischen KG und PT, aber "trotzdem" muss ich sagen, dass mir das PT wirklich Spaß macht, dass ich mich diesbezüglich schon wieder auf Samstag freue. Natürlich sind immer wieder Übungen dabei, die mir zum Teil sehr schwer fallen, bei denen ich mächtig kämpfen muss. Aber ich bin mir trotzdem sicher, dass ich die momentane, überwiegende Schmerzfreiheit ausschließlich mit 2 Mal wöchentlicher KG nicht erreicht hätte.

Außerdem habe ich durch das PT auch schon Erfolge erzielt. Zum Einen hatte ich ja z. B. kaum Kraft in den Armen, habe bei der Wassergymnastik die Nudel kaum unter Wasser bekommen. Ich bin mir sicher, wenn wir nicht regelmäßig mit dieser 5 Kg-Hantel trainieren würden, dann hätte ich die Übung am Samstag, als ich die "Liegestütze" an der Sprossenwand machen sollte, gar nicht geschafft, dann hätte mir mit ziemlicher Sicherheit die Kraft gefehlt, um Sprosse für Sprosse wieder hoch zu kommen. Natürlich fiel mir diese Übung mächtig schwer, aber dennoch habe ich es letztendlich tatsächlich geschafft. Und "freiwillig" hätte ich mir die 5 Kg-Hanteln ganz bestimmt nicht genommen (bei manchen Übungen habe ich ja sogar schon mit den 1 Kg-Hanteln Probleme). Aber das ist halt das Schöne an meinem Trainer, er sucht die Übungen immer so aus, dass es mit der Zeit immer ein bisschen schwerer wird, so dass man immer neue Herausforderungen bekommt. Gleichzeitig motiviert er einen so dabei, dass man versucht, diese Übung (z. B. mit den Hanteln) möglichst lange und intensiv durchzuhalten. Ja, wie gesagt, wir hatten bereits Übungen dabei, die ich mir vor rund einem halben Jahr ganz bestimmt so noch nicht zugetraut hätte. 

Am letzten Samstag zu Beginn des Trainings, beim Aufwärmtraining, da hat seine Motivation allerdings gar nichts gebracht. Wenn die nötige Kondition fehlt, dann nützt gar nichts mehr. Aber Kraft-, Dehn- und Konditionsübungen, das sind halt alles völlig verschiedene "Schuhe", alles andere, grundverschiedene Übungen, die man (meiner Meinung nach) nicht wirklich vergleichen kann. 

Die anschließende Massage ließ sich heute dann relativ gut aushalten. Aufgrund der aktuellen Beschwerden (in den letzten Tagen) habe ich mich für die Oberschenkel (von vorne und hinten) sowie, so wie immer, für den Rücken entschieden. Bei den Vorderseiten taten die Außenseiten mal wieder am heftigsten weh, was ich heute jedoch, dank eines sehr guten und interessanten Gespräches, ziemlich gut verdrängen konnte und dadurch auch gut aushalten konnte. Es ging um das Thema Zahnarzt, da sie einen kennt, der mir bereits auch von Anderen empfohlen worden ist, der sich auf "Angst"-Patienten spezialisiert hat und zudem regelmäßig jeden Donnerstag Behandlungen unter Vollnarkose durchführt (seit meinem letzten Zahnarztbesuch vor rund 10 Jahren habe ich davor eine unwahrscheinliche Angst, außerdem wurde dieser letzte Besuch schließlich auch unter Vollnarkose durchgeführt, anders ging es damals nicht mehr). Dieses Gespräch fand ich dann wirklich sehr interessant. Sollte ich mich "irgendwann" mal wieder überwinden oder aber Schmerzen bekommen, dann werde ich wohl zu diesem Zahnarzt gehen (ich hoffe, dass dieser Termin erst in einer weiten Zukunft stattfinden wird).

Die Massage am Rücken war heute auch relativ harmlos. Am gesamten oberen Rücken (Schultern, Schulterblätter und Rippen) hatte ich gar keine Probleme, Schmerzen hatte ich, so wie üblich, am unteren Rücken, also am Steißbein. So gut mir die Massage in diesem Bereich Woche für Woche hilft, Berührungen dort sind für mich weiterhin eine Qual, extrem schmerzhaft, was ich meistens auch nur mit Luftanhalten aushalten kann (danach muss ich dann immer tief durchatmen). Die Oberschenkel von hinten waren dann auch nochmals eine Qual. Links war kein Problem, aber an der rechten Seite hat sie einen "Volltreffer" gelandet, auf der Stelle, wo ich seit Samstag die Verspannungen hatte, als mir die Übungen für die Beine so schwer gefallen sind (als ich kurz vor einem Krampf stand). Die Massage auf dieser Stelle war zwar ziemlich schmerzhaft, der krönende Abschluss der heutigen Behandlung sozusagen, aber seitdem diese Verspannung gelöst ist, bin ich auch dort wieder schmerzfrei. 

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