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Dienstag-28.02.


Heute Abend bin ich wieder Fahrrad gefahren, in 31 Minuten 8 Kilometer. Zum einen tat es mir sehr gut, mir den "Frust" des Tages weg zu strampeln und außerdem habe ich mir ganz fest vorgenommen, dass ich bei der nächsten "Kontrolle" (beim PT) in etwa 3 Monaten auf jeden Fall endlich mal bessere Ergebnisse haben will, also insbesondere weniger Gewicht und einen geringeren Fettanteil (das Thema Trinken bezüglich des Wasseranteils ist bei mir eh ein Thema für sich....).

Beim Fahren bin ich heute mächtig in Fahrt gekommen, habe zeitweise sogar 22 km/h geschafft, was für mich ein persönlicher Rekord gewesen ist (bisher waren 20 km/h das schnellste). Ich möchte allerdings nicht wissen, wie hoch mein Puls in diesem Moment war, mein Herz "klopfte" auf jeden Fall "bis zum Hals". Aber trotzdem hat mir dieses "Abreagieren" während des Fahrens sehr gut getan.

Der Nachmittag ist total blöd verlaufen. Es waren 2 Elektriker hier, der Chef der Firma (etwa Mitte 70) und ein Angestellter (Anfang 60). Um es vorweg zu nehmen: Jetzt bekommen wir über die SAT-Schüssel gar keinen Empfang mehr, haben komplett auf die Zimmerantenne, auf DVBT umgestellt. Dass mein Freund darüber total sauer ist, brauche ich glaube ich nicht extra zu erwähnen.

Die beiden "Fachmänner" waren etwa eine Stunde hier (wir werden eine Rechnung über etwa 100 Euro bekommen). Sie wollten zuerst unbedingt versuchen, vom Balkon aus an die Schüssel zu kommen (was absolut nicht klappt, die Schüssel wurde mit einem langen "Arm" befestigt). Ich habe direkt gesagt, dass sie eine Leiter brauchen werden, worauf sie zunächst aber nicht gehört haben. Mit großem Widerwillen haben die Beiden dann schließlich die Leiter aus dem Auto (einem Lieferwagen) geholt. Ich war neugierig und blieb daneben stehen. Als sie die Leiter dann auseinander geklappt und aufgestellt haben, war das ein mächtiger Akt und ich habe gedacht, sie würden sich jetzt gegenseitig "köpfen". 

Der "Jüngere" (der Ältere, also der Chef hielt die Leiter unten fest) stieg dann bis zur Schüssel hoch. Die Schüssel hatte sich wirklich etwas verstellt. Er stellte sie wieder richtig ein und der Kontakt bestand, laut einem Messgerät, bei etwa 80 %. Dann sahen sie sich den Receiver an und überprüften die Anschlüsse. Ihrer Meinung nach war das Antennenkabel zu locker, "ausgeleiert" (keine Ahnung warum, dieses Kabel steckte seit rund 4 Jahren in diesem Gerät). Sie gingen dann unzählige Male zum Auto, um verschiedene Werkzeuge zu holen (Zange usw.), für jedes Teil gingen sie einzeln. Es war ein unwahrscheinlicher Akt und dauerte mindestens eine halbe Stunde, bis sie den alten Stecker entfernt hatten, ein Stück vom Kabel "frei legten" und einen neuen Stecker daran befestigten. Sie machten dann mit dem Messgerät einen weiteren Test und lagen bei etwa 70 %. Sie gaben unserem langen Antennenkabel (ca. 7 Meter) die Schuld für den schlechten Empfang (in den letzten 4 Jahren, seitdem wir hier wohnen, hatten wir, bis auf die letzten Monate, nicht die geringsten Probleme mit dem Empfang). 

Als sie gingen, lief der Fernseher (wahrscheinlich der "Vorführeffekt"...). Sie kündigten dann an, dass wir in Kürze eine Rechnung über 100 Euro bekommen werden. Die Beiden waren etwa 5 Minuten weg, da erschien auf dem Bildschirm die typische Fehleranzeige, dass kein Kontakt zum Satelliten besteht. Ich habe nur gedacht, dass darf jetzt wirklich nicht wahr sein und rief sofort in deren Geschäft an. Dort hieß es dann, dass sie am Freitag Nachmittag wieder vorbei kommen würden und das Gerät dann mitnehmen würden, um es gründlich zu checken. 

Erst wenn sie sicher wären, dass der Receiver in Ordnung ist, würden sie sich dieses "LNB" (oder wie das Teil heißt) näher ansehen und eventuell austauschen. Da dieses Teil das Teuerste an dieser Schüssel ist, würden sie erst alle anderen "Fehlerquellen" ausschalten und sich erst zuletzt um dieses Teil kümmern. 

Dieses Theater werden wir allerdings nicht mehr mitmachen, den Termin für Freitag (wenn sie das Gerät abholen wollten) habe ich bereits wieder abgesagt. Mein Freund will in Kürze ein neues Gerät kaufen und notfalls, falls die Schüssel doch kaputt sein sollte, eine andere Firma damit beauftragen. Das Gerät wird jetzt eh kaputt sein, als mein Freund am Abend nach Hause kam, schnappte er sich das Gerät und es flog im hohen Bogen in die Diele auf den Steinboden (das hat mächtig geknallt). Das war halt seine Art, seinen Frust abzureagieren (da bin ich dann doch lieber Fahrrad gefahren). 

Immerhin fiel es mir heute durch diese Aufregung, durch diesen Frust, ziemlich leicht, meinen "inneren Schweinehund" zu besiegen und aufs Fahrrad zu steigen. Apropo "Schweinehund", ich habe vor kurzem eine sehr originelle positive Bewertung über einen Personal-Trainer gelesen, die ich total klasse und ansprechend fand, das muss ich hier jetzt einfach mal rein kopieren:

„Warnung an alle Schweinehunde: Vorsicht vor M..... (Den Namen des Trainers werde ich hier nicht reinschreiben) !!!
Es begann zunächst ganz harmlos. Ein bisschen Sport sollte gemacht werden – na das kenn ich! Man fängt schwach an und lässt stark nach!! Jaja, so hatte ich die letzten Jahre ein ruhiges und angenehmes Leben auf dem Sofa – herrlich!!
Und dann die Idee einen PT zu nehmen – wozu??? Schon hatte sich M. in mein bisher schönes Schweinehundleben eingemischt und dabei gleich noch den Muskelkater mitgebracht!
Mit viel Humor, Beharrlichkeit und unterschiedlichsten Übungen wurde mein Sofakuscheln beendet!
Auch mein Gezeter – Schweinehund versucht ja alles – hat M. nicht irritiert! Mit Lob, Motivation und lustigen Anekdoten werden alle Tricks angewendet, um uns Schweinehunde mundtot zu machen!!
Dabei wird nicht mal auf die Uhr geguckt, auch kurzfristigen Terminproblemen trotzt M. und ist so flexibel, dass ich nur weinen kann!!
Also, preist Euer Sofa, lockt mit Nüsschen und Chips und haltet Euch von M. fern!!! Sonst seid Ihr verloren!!!!
Ein gezähmtes Schweinehündchen“

Ich finde das total klasse, auf so eine Beurteilung muss man erstmal kommen, so eine Fantasie muss man erstmal haben. Echt super!!!

Morgen habe ich ja wieder KG. Vor ein paar Wochen musste ich dabei an früher, an den Sportunterricht in der Schule denken. Wie ich letztens schon geschrieben habe, hatte ich auch in der Schulzeit beim Sport durchaus Sachen, die mir wirklich Spaß gemacht haben (abgesehen von der Gymnastik, was mir von Kindheit an Spaß gemacht hat). Auch, wenn das nicht wirklich zu mir "passt", in der Schule war ich immer gerne am Barren. Wenn ich erstmal einen sicheren Halt darauf hatte, dann kam ich damit sehr gut zurecht. Die fehlende Kraft in meinen Armen war darauf kein Problem, damit hatte ich nur Probleme, wenn ich die Arme beugen und wieder strecken musste (also natürlich z. B. bei Liegestütze, die ich bis heute nicht kann, wenn ich erstmal unten bin, komme ich nicht mehr hoch). Beim Barren konnte man die Arme gerade gestreckt halten, womit ich (zumindest damals) keine Probleme hatte. Außerdem "hing" der Rücken dabei schön gerade nach unten, so dass ich dabei auch keine Rückenschmerzen hatte. Darauf sollte man dann z. B. mit dem Körper Schwung holen und dann die Beine mal auseinander (ein Bein rechts über die Stange, ein nach links) und dann beide Beine zusammen auf eine Seite rüber. Ich weiß noch, dass meine Lehrerin mir damals immer nur etwas helfen musste, dass ich mich zunächst gerade darauf halten konnte (sie stützte mich dann zunächst etwas an der Hüfte ab), dann hatte ich damit keine Probleme mehr. Als ich letztens während der KG in diesem Barren stand und die Übungen für die Beine (mit dem kleinen Hocker und dem kleinen Trampolin) durchgeführt habe, fielen mir wieder die Situationen von damals ein. 

In diesem Zusammenhang musste ich dann auch wieder ans Schwimmen denken. Wasser war zwar noch nie so wirklich mein Element, trotzdem hatten wir in der Schulzeit dabei immer sehr viel Spaß. Ich weiß noch, dass ich meistens die langsamste gewesen bin, ich kam immer unwahrscheinlich schlecht voran, brauchte für jede Bahn immer Ewigkeiten. Deswegen fand ich es damals dann gut, als wir den "Köpper" vom Startblock gelernt haben. Wenn ich so gestartet bin, kam ich immer wesentlich schneller voran. Allerdings konnte ich diesen Köpper nur mit Hilfestellung, sobald ich es alleine versucht habe, bin ich flach auf dem Bauch (auf dem Wasser) gelandet. Als es dann um die Noten ging, war das natürlich eine Katastrophe, wenn man es alleine nicht hinbekommt, aber während des Unterrichts, mit der entsprechenden Hilfestellung, hat es mir damals wirklich Spaß gemacht. Heute würde mich freiwillig keiner mehr auf so einen Startblock bekommen, diese Zeiten sind bei mir voll und ganz vorbei. 

 

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