• kostenlos mitmachen

Freitag-30.12.11


 

Heute hatte ich wieder Personal-Training (PT) und es war wieder total klasse. Ich finde es gut, dass mein Trainer das Training jetzt schon langfristig plant (ich habe es ja eh dauerhaft geplant, was ich ihm von Anfang an gesagt habe), so dass er mich bei schwierigen Übungen nicht „ins kalte Wasser wirft“, sondern die entsprechenden Bewegungsabläufe mit mir (also mit seiner Unterstützung) Schritt für Schritt erarbeitet. Das Training macht zwar immer Spaß, ist aber auch mächtig anstrengend. Völlig ohne Muskelkater, dieses Mal in den Beinen, habe ich es bisher noch nie geschafft.

Ich habe seit meiner Kindheit meine Füße sozusagen „geschont“, bin grundsätzlich, auch zu Hause, in festen Schuhen rumgelaufen. Meine Mutter ist, gerade zu Hause, eine absolute Barfußläuferin und wollte mich immer schon dazu überreden, dass ich es auch machen soll, ich kann mich dazu aber nicht überwinden. Meine Mutter hatte allerdings auch schon unzählige Verletzungen unter ihren Füßen, ist in alles mögliche reingetreten (Holzsplitter, Glasstücke, Heftzwecken usw.), schon alleine darauf kann ich gut und gerne verzichten.

Etwa seit Anfang diesen Jahres habe ich unter den Füßen zum Teil sehr kräftige Schmerzen (zum Glück nicht ständig, sondern nur Zeitweise), so dass ich dann kaum noch Auftreten kann. Als ich damit beim Arzt war und dieser die Füße dann abgetastet hat, meinte er direkt, dass die Muskulatur (genauso wie in meinen Beinen, meinem Oberkörper und den Armen) total geschwächt ist und die Füße meinen Körper deswegen zum Teil „nicht mehr tragen können“ (daher dann die Schmerzen). Ich solle die Füße dringend bei meiner regelmäßigen Krankengymnastik (für die Bauch- und Rückenmuskeln sowie für die Beinmuskeln) mit einplanen. Das fällt mir allerdings, je nach Übung, total schwer. Am liebsten habe ich beim Sport sowieso (so wie bei sämtlichen Gelegenheiten) feste Schuhe, also Turnschuhe an, aber bei der Krankengymnastik achten die Physiotherapeuten eh schon immer mit darauf, dass man die Schuhe dabei auslässt (zum einen, damit die Füße dabei beweglicher sind, aber auch, damit sie sie dabei besser im Blickfeld bzw. unter Kontrolle haben). Bei der Krankengymnastik werden die meisten Übungen allerdings auch „auf einer Stelle“ durchgeführt, also z. B. auf dem Rücken liegend usw.

Das Personal-Training dauert zum einen ja schon wesentlich länger, die Krankengymnastik in etwa 25 Minuten, das PT rund eine Stunde. Dann führt man im Laufe dieser Stunde viele verschiedene Bewegungen durch, teils im Stehen, im Laufen, an den verschiedensten Geräten (z. B. an der Seilwinde), aber auch im Liegen. In den ersten Wochen (das PT führe ich ja jetzt jeden Samstag durch, jetzt nur mal ausnahmsweise am Freitag, weil wir morgen nicht in den Gymnastikraum kommen), sollte ich das ganze Training, also diese ganze Stunde ohne Schuhe, also nur auf Strümpfen durchführen. Der Muskelkater, den ich danach unter den Füßen hatte, war vom Feinsten. Etwa 4 Tage lang hatte ich mehr oder weniger Dauerschmerzen unter den Füßen und habe jeden Schritt gemerkt, bis der Schmerz endlich wieder nachließ. Seitdem machen wir immer in etwa „Hälfte/Hälfte“ (also etwa eine halbe Stunde ohne Schuhe und eine halbe Stunde mit Schuhe) und das hilft, seitdem hatte ich nach diesem Training keine Schmerzen mehr, zumindest nicht mehr unter den Füßen (der Muskelkater in den Beinen und zum Teil im Rücken ist ein ganz anderes Thema).

Mein Trainer geht in seinem Beruf (als Personal-Trainer) voll und ganz auf, ist ganz bei der Sache, macht sich wirklich Gedanken, wie und mit welchen Übungen er einem am besten helfen kann, merkt sich alles, was man ihm erzählt (und hakt bei den einzelnen Themen auch immer wieder nach) und motiviert einen immer wieder aufs Neue, die einzelnen „Punkte“, die man abgesprochen hat (also z. B. der Trainingsplan, dass ich alleine zu Hause auch trainieren soll), so gut wie möglich durchzuziehen bzw. durchzuhalten. Er hat es sich für mich als Ziel gesetzt (eines von vielen Zielen!!), dass ich es schaffen soll, in ein paar Monaten das gesamte Training ohne Schuhe durchzuziehen, natürlich ohne anschließend Schmerzen zu haben. Ich bin mal gespannt, ob das klappt, ich glaube es erst, wenn es wirklich so weit ist.

Als ich letzte Tage zu Hause alleine KG gemacht habe, da konnte ich die Spannung nach dem letzten Durchgang (ich führe die Übungen immer 6 Mal durch) nicht mehr halten und „sackte“ regelrecht zusammen bzw. ließ das Bein nach der letzten Übung einfach „runter fallen“. Ich weiß, dass das falsch ist, man sollte jede Übung langsam, bewusst und vernünftig beenden (zum Teil fast schon in „Zeitlupe“), aber das fällt mir unendlich schwer. Darauf werde ich deswegen sowohl von den Physiotherapeuten als auch von dem Trainer immer wieder angesprochen, immer wieder „ermahnt“ sozusagen, bei den Übungen nicht so hektisch zu sein, sondern alles langsam und bewusst durchzuführen.

Letzte Tage habe ich dann mal wieder meine Katze beobachtet, wenn sie sich hinlegt, wie langsam sie sich dann zusammenrollt, bis sie endgültig richtig liegt. In diesem Moment habe ich dann gedacht, Ja, rein theoretisch müsste ich meine Bewegungen auch so langsam durchführen. Davon habe ich meinem Trainer heute erzählt und jedes Mal, wenn ich mal wieder zu schnell und hektisch in den Bewegungsabläufen geworden bin, hat er mich daran erinnert, dass ich mal wieder an meine Katze denken soll, wie langsam sie diese Bewegungen durchführen würde. Da dieser Hinweis im Laufe der Stunde dann mehrmals gekommen ist, musste ich dann schließlich schon Lachen. Aber Recht hat er damit auf jeden Fall.

Er stellte z. B. einen Hocker hinter mich und ich sollte mich ganz langsam (ohne „Plumpsgeräusche“) hinsetzen und dann noch langsamer wieder aufstehen. Damit hatte ich ganz große Schwierigkeiten, schon beim Hinsetzen war ich meistens etwas zu schnell und beim Aufstehen machte ich es jedes Mal mit Schwung. Eigentlich sollte ich die ganze Kraft aus den Beinen heraus nehmen, womit ich aber erhebliche Schwierigkeiten hatte. Er musste mich immer und immer wieder darauf ansprechen, dass ich noch langsamer werden soll und die Bewegung noch bewusster durchführen soll. Das war „auf Dauer“, also nach mehrmaligem Durchführen, total anstrengend.

Dann kam er ja mit diesem Gymnastikball an. Manche Physiotherapeuten gehen damit dann gleich „aufs Ganze“ (was ich bei ihm auch befürchtet habe) und lassen einen darauf dann direkt die verschiedensten Gleichgewichtsübungen durchführen, womit ich ganz große Probleme habe. Im Laufe der Zeit habe ich bei Übungen mit diesem Ball schon total das Gleichgewicht verloren und hätten die Therapeuten dann nicht sofort zielsicher zugepackt, dann wäre ich garantiert auf dem Boden gelandet. Deswegen habe ich im Laufe der Zeit dann eine gewisse Angst vor diesen Übungen entwickelt. Mein letzter Physiotherapeut, von dem ich jetzt gerade weg gewechselt bin, wollte mich bei diesen Übungen, wenn nicht sofort alles richtig geklappt hat (also die richtige Körperhaltung, während ich auf diesem Ball „liege“), mehr oder weniger mit „Gewalt“ (mit kräftigem Gegendruck von ihm) in die von ihm gewünschte Position drücken. Das fand ich alles andere als toll, habe mich während der Übung immer mehr verspannt und verkrampft (so dass ich anschließend noch mehr Schmerzen hatte) und mein Vertrauen ihm gegenüber schrumpfte immer mehr.

Mein Trainer war heute dann charakterlich im Prinzip genau das Gegenteil von ihm. Wir haben nur ein paar kleine Gleichgewichtsübungen durchgeführt (womit ich allerdings schon etwas Probleme hatte) und er war die ganze Zeit über neben mir, passte auf, hielt den Ball etwas fest und machte mir die ganze Zeit über Mut, etwas mutiger zu sein, zu versuchen, das Gleichgewicht etwas besser zu halten, es konnte ja nichts passieren, er hat ja die ganze Zeit über aufgepasst. Ich sollte mich z. B. auf den Ball knien (also mit den Händen und den Knien auf dem Ball), aber die Füße blieben auf dem Boden. Ich sollte dann versuchen, die Füße etwas vom Boden hochzuheben. Das war für mich mächtig schwer, ich habe es jeweils nur wenige Sekunden geschafft.

Ansonsten haben wir heute sehr viele Übungen für die Beine und die Arme gemacht (dass er bei jeder Übung grundsätzlich auf einen geraden Rücken und angespannten Bauch achtet, das ist bei ihm ganz selbstverständlich). Bei den Übungen für die Arme finde ich die Bewegungsabläufe mit dem Thera-Band immer am schwersten, weil man damit den meisten Gegendruck hat. Dieses Band wurde heute z. B. an der Sprossenwand befestigt, ich saß davor (auf dem Ball) und musste dann mit den Armen (jeweils ein Ende dieses Bandes in jeder Hand) verschiedene Bewegungen durchführen, mal die Arme nach hinten ziehen (also die Schulterblätter zusammen ziehen), mal die Arme seitlich hoch nehmen. Ich fand alles mächtig schwer und mein Trainer hat mich auch noch ermutigt, das Band dann immer kürzer zu fassen, so dass die Spannung, der Gegendruck, immer intensiver geworden ist. Danach hatte ich dann eine Zeitlang ein kräftiges Ziehen in den Armen, was dann aber wieder weggegangen ist.

Was ich unter Anleitung auf jeden Fall immer wesentlich intensiver durchführe, das sind diese Sit-Ups, also die Übungen für die Bauchmuskeln, wovon ich ja eh kaum welche habe. Alleine halte ich die Spannung immer nur sehr kurz (wenige Sekunden), aber er hat vorhin darauf geachtet, dass ich möglichst lange oben bleibe und dort dann gleichzeitig mit den Armen noch verschiedene Bewegungen durchführe. Das war verdammt schwer und ging total in den Bauch.

So, der nächste Eintrag wird erst im neuen Jahr erfolgen, also morgen erst nach Mitternacht. Deswegen wünsche ich auf diesem Wege allen einen guten Rutsch. 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben