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Dienstag-27.12.11


Im großen und ganzen war es heute wieder ein sehr ruhiger Tag. Als erstes sind wir zur Apotheke gefahren und haben für meinen Freund Augentropfen (gegen Entzündungen) geholt, die zum Glück auch sehr gut geholfen haben. 

Danach sind wir zu dieser "medizinischen Schule" gefahren, wo ich demnächst (als "Gruppentherapie") an der rückengerechten Gymnastik teilnehmen möchte. Diese Schule befindet sich zwar in unserem Stadtteil, allerdings mitten in einem Wohnbereich. Egal mit welcher Straßenbahn oder mit welchem Bus ich dorthin fahren würde, ich werde auf jeden Fall noch in etwa 10 bis 15 Minuten laufen müssen. Aber ich muss ganz ehrlich sagen, lieber 10 Minuten Laufen als noch einmal die Wassergymnastik (also die Krankengymnastik im Bewegungsbad) mitmachen zu müssen. In meinem bisherigen Institut gab es mehrere Personen, bei denen es so richtig Spaß gemacht hat, die Stimmung war locker und total angenehm und die Übungen ebenfalls total abwechslungsreich. Aber dann gab es dort auch Therapeuten, denen fiel keine Übung ein und sie ließen uns z. B. lieber ein paar Bahnen Schwimmen, anstatt richtige Übungen anzusagen. Das Problem war dabei nur, dass in meiner Gruppe mehrere Personen waren, die gar nicht Schwimmen konnten und deswegen in diesem Becken, das etwa 1,50 Meter tief war, die Gymnastik mitgemacht haben. Diese Personen konnten dann natürlich nur zugucken, während die Anderen geschwommen sind. 

Am schlimmsten war es, wenn ein Therapeut krank geworden ist und wir das Training bei einer Vertretung hatten. Ich bin total froh, dass ich diesen Herrn jetzt nicht mehr sehen muss!!! Bei diesem Training war er ein richtiger "Drill-Instructor" und nur am Rumschreien. Man durfte während des Trainings kein Wort sagen (einen Scherz schon mal gar nicht machen), sonst wurde man direkt "angeschnauzt". Auch wenn jemand aus der Gruppe (wegen Stau) zu spät gekommen ist und man sich eben kurz begrüßt hat, wurde man direkt "angemacht" nach dem Motto "Nicht schwatzen, hier wird gearbeitet....". Ich fand das immer ganz, ganz schlimm und bin deswegen wirklich froh, dass ich inzwischen nicht mehr in dieser Gruppe bin!! Seine Übungen waren immer die Gleichen (im Prinzip hätten wir es also auch ohne ihn machen können) und er war während des gesamten Trainings nur am meckern, egal wie viel Mühe man sich bei den einzelnen Übungen gegeben hat, er hat einen ständig angesprochen und war nur am meckern und korrigieren. Ehrlich gesagt, ich weiß jetzt im Nachhinein wirklich nicht mehr, weshalb ich es dort bei der Wassergymnastik überhaupt so lange ausgehalten habe. Kein Wunder, dass bei mir Depressionen ausgebrochen sind, bei dieser seelischen Belastung, die ich dort des Öfteren hatte.

Im Grunde genommen bin ich dort nur wegen meinem Masseur geblieben. Er war bzw. ist halt wirklich toll (abgesehen von seinen Massagen) und bei ihm haben wir des Öfteren die Wassergymnastik gehabt. Er hat es mir anfangs (während der Massage) empfohlen und in "seiner" Gruppe bzw. unter seiner "Anleitung" habe ich es dann über viele Monate durchgeführt, was wirklich total toll gewesen ist und auch sehr viel Spaß gemacht hat. Bei ihm kam keine Langeweile auf, er kannte sehr viele verschiedene Übungen und bei ihm waren auch immer Übungen von "Kopf bis Fuß" dabei, im wahrsten Sinne des Wortes. Auch als wir im Laufe der Zeit dann bei den verschiedensten Physiotherapeuten Wassergymnastik hatten (bei den Therapeuten, bei denen ich auch die KG in Einzeltherapie hatte), dennoch wurde auch er immer mal wieder dafür eingesetzt und darauf habe ich immer gewartet und mich darauf gefreut. Ja, aber im Laufe der Zeit, in etwa im letzten halben Jahr, kam er dann gar nicht mehr (wurde dort nur noch ausschließlich für die Massagen eingesetzt) und den Therapeuten fielen keine Übungen mehr ein, Woche für Woche die gleichen Abläufe, es wurde immer langweiliger. Ja, und dann diese Vertretung nicht zu vergessen. Unter den "jetzigen" Bedingungen, also wie es dort in den letzten Monaten gelaufen ist, bin ich total froh, dass ich jetzt endlich den "Absprung" geschafft habe und mir mein neues "therapiemäßiges" Leben aufbaue. Schlimmer, langweiliger und eintöniger als es dort war, kann es ganz bestimmt nicht mehr werden (ansonsten würde ich halt weiter nach einer anderen Möglichkeit suchen).

Anschließend, nachdem wir uns diese medizinische Schule angesehen haben, habe ich mir die Massagepraxis angesehen. Es ist eine kleine "unscheinbare" Praxis mit einem großen Schild an der Türe. Ich will jetzt erstmal abwarten, wie meine Therapie weiter läuft, insbesondere, wie meine neue Physiotherapeutin massiert. Dann will ich mich mit dieser Massagepraxis in Verbindung setzen und dort mal einen Termin ausmachen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen muss ich sagen, dass ich mehr Hoffnung (in intensive Hilfe) in diese Praxis stecken werde, als in meine neue Physiotherapeutin. Sicherlich wird sie mir bei "allgemeinen Verspannungen" helfen können, aber zum einen bekomme ich bei ihr nur 25 Minuten Termine (in dieser Zeit, einmal wöchentlich, schafft sie unmöglich alle meine schmerzhaften Problemstellen) und außerdem habe ich bisher schon mehr als genug schlechte Erfahrungen mit Physiotherapeuten und ihren Massagen gemacht. Aber trotzdem warte ich jetzt zunächst mal ab, ob und wie mir ihre Massage hilft und dann werde ich in der anderen Praxis den ersten Termin ausmachen.

Heute Nachmittag habe ich mich mal wieder um den Haushalt gekümmert, während ich den Krankenschein (wegen Depressionen) hatte, ist mehr als genug liegen geblieben. Langsam aber sicher hole bzw. arbeite ich aber wieder alles auf. Gegen Abend wollte ich dann eigentlich wieder Sport machen, konnte mich heute aber nicht im geringsten dazu aufraffen. Naja, o. k., ein Tag Ruhepause, aber morgen will ich auf jeden Fall wieder loslegen. 

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