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Montag-26.12.11


Der heutige Tag war wirklich extrem ruhig. Als mein Freund heute aufgestanden ist, war sein Auge total zu (angeschwollen) und "verklebt". Er ging direkt wieder ins Bett und wollte seine Ruhe haben. Jeder Mensch ist natürlich anders, aber wenn mein Freund krank ist, wenn er nicht gut drauf ist, dann sollte man ihn am besten völlig in Ruhe lassen. Ich habe es mir dann im Wohnzimmer auf dem Sessel gemütlich gemacht und sehr viel gelesen. Ich lese zur Zeit einen Psychothriller, der mächtig langweilig anfing, aber jetzt, nachdem ich ihn halb geschafft habe, von Kapitel zu Kapitel spannender wird. Ich habe mir Kaffee und Wasser dazu geholt und der Tag ging dabei relativ schnell um.

Gegen Abend ging es meinem Freund dann zum Glück wieder besser. Das Lid ist zwar noch angeschwollen, aber das Auge ist immerhin wieder offen (heute morgen war es völlig zu) und das weiße ist noch etwas gerötet. Aber immerhin schon mal wieder besser als gestern Abend und heute morgen.

Heute Abend, nach diesem Tag völliger Ruhe, habe ich es dann tatsächlich geschafft und habe mich zum Sport aufgerafft. Zum einen wird es mir bezüglich des Personal-Trainings langsam aber sicher peinlich, dass ich selber so schlecht "mitarbeite", mich relativ selten an den durchgesprochenen Trainingsplan halte. Die festen KG-Termine halte ich natürlich weiterhin ein, aber die fallen in dieser Woche ja auch noch aus. Den Montag haben wir ja als KG-Termin eingetragen und wenn heute schon nichts stattfindet, dann habe ich zumindest alleine was gemacht. 

Außerdem musste ich auch ganz schön was "abtrainieren". Abgesehen von der ganzen Schokolade, die ich während der Zeit mit den Depressionen gefuttert habe, hat meine Mutter mich gestern noch zusätzlich vollgestopft. Sie hat, so wie immer, kein Nein akzeptiert und hat "extra für uns" Muffins aus Zitronenteig mit Zuckerglasur und garniert mit Smarties gemacht. Da mein Freund sich bei meiner Mutter eh nie so besonders wohl fühlt (wobei diese Beschreibung noch stark untertrieben ist), hatte er "gar keinen Hunger" und hat stattdessen nur Kaffee getrunken. Ich wollte meine Mutter aber nicht enttäuschen (sie war so stolz auf diese selbstgemachten Muffins), dass ich innerhalb von den 1 1/2 Stunden, die wir dort waren, in etwa 5 oder 6 Stück gegessen habe (genau habe ich nicht mitgezählt). Als "besondere Überraschung" gab sie uns, als wir gegangen sind, dann auch noch einen großen Teller mit Apfelpfannekuchen mit. Davon habe ich gestern im Laufe des Abends dann auch noch etwa die Hälfte gegessen (5 Stück). Mein Freund war mich schon die ganze Zeit über am "bremsen", dass ich es nicht übertreiben soll, aber ich wollte meine Mutter auch nicht enttäuschen... Alles in allem war es mächtig viel Zucker, der mir ganz schön im Magen lag, so dass ich ansonsten auch nichts mehr gegessen habe. Ja, heute musste ich also erstmal so einiges an Kalorien wieder abtrainieren.

Zuerst bin ich dann in 35 Minuten 8 Kilometer Fahrrad gefahren (natürlich auf dem Hometrainer). Danach ging es auf dem Boden weiter, jede Übung 6 Mal. Zuerst auf dem Rücken liegend ein paar Sit-Ups (zumindest so gut, wie ich es schaffe...), danach hoch zur Brücke, dann die Beine im rechten Winkel anheben und einzeln gerade nach unten wegstrecken (dabei natürlich auf einen geraden Rücken achten), danach die Beine anziehen (Richtung Brust) und langsam wieder aufstellen und wieder hoch nehmen (alles halt 6 Mal).

Anschließend auf der linken Seite (später auf der rechten) das untere Bein angewinkelt, das obere ausgestreckt. Mit dem oberen 6 mal gerade hoch und runter, danach anziehen (Richtung Brust) und wieder gerade nach unten wegstrecken (weiterhin 6 Mal). Dann in den 4-Füßler-Stand, zunächst 6 Mal den Katzenbuckel und danach (jedes Körperteil einzeln) 6 Mal den rechten Arm gestreckt nach vorne, dann den linken, danach das rechte Bein und auch noch das linke Bein. Bei den Beinen musste ich unwahrscheinlich aufpassen. Jedes Mal, wenn ich ein Bein gestreckt nach hinten mache, falle ich automatisch mächtig ins Hohlkreuz. Ich strecke das Bein meistens auch nicht gerade, parallel zum Körper aus, sondern gehe meistens ein Stück höher, so dass man mächtig ins Hohlkreuz fällt. Bei dieser Übung musste ich an letzten Freitag denken, weil wir genau diese Bewegung auch beim Personal-Training gemacht haben und mein Trainer mich bei jeder Bewegung korrigieren musste, weil ich auch dabei ständig mit dem Rücken "abgesackt" bin. Deswegen habe ich vorhin dann plötzlich ganz bewusst darauf geachtet und habe selber gemerkt, wie ich jedes Mal total runter gehe. Ich habe dann zwar versucht, mit dem Rücken so gerade wie möglich zu bleiben, aber ohne "Kontrolle" (durch eine andere Person) bin ich mir alles andere als sicher, ob ich wirklich gerade geblieben bin. Als Abschluss in dieser Position, weil ich dabei den Rücken besser unter Kontrolle habe, habe ich noch eine "abgewandelte" Übung gemacht, die ich vor einiger Zeit mal von einer sehr guten Physiotherapeutin gelernt habe (in meinem bisherigen Institut, bei der ich leider, trotz mehrmaliger Versuche, keinen Termin mehr bekommen habe). Jeweils ein Bein zur Brust hochziehen und dann gerade nach hinten, aber unten bleiben, mit dem gestreckten Bein, mit dem Fuß kurz auftippen und wieder bis zur Brust hochziehen. Weil man bei dieser Variante halt auf dem Boden bleibt (und das Bein nicht hochhebt), habe ich den Rücken dabei (zumindest alleine) wesentlich besser unter Kontrolle.

Als Abschluss habe ich mich dann noch etwas hingesetzt (auf die Fersen) und habe ein paar kleine Dehnübungen gemacht (nach oben greifen, Schulter kreisen und seitlich runter gehen). Alles in allem war ich mit diesen Übungen in etwa 15 Minuten beschäftigt. Ich habe jede Übung bewusst langsam und konzentriert durchgeführt. Auch nach dem jeweils letzten Durchgang, beim Lockerwerden, wobei ich normalerweise meistens mehr oder weniger "zusammen klappe", habe ich alles bewusst langsam durchgeführt. 

Morgen wollen wir mal die Strecken abfahren, die demnächst neu auf mich zukommen. In dem KG-Institut bin ich ja jetzt schon in Behandlung. Morgen wollen wir mal zu der "medizinischen Schule" fahren, wo ich ab Anfang Januar (nach den Ferien) in die Gruppe für rückengerechte Gymnastik gehen möchte. Das ist in etwa einen Kilometer von meinem bisherigen Institut entfernt, im Sommer kann ich dort also auch gut zu Fuß hingehen (eine viertel Stunde Laufen hat mir bisher noch nicht geschadet). 

Außerdem möchte ich mir eine Massagepraxis ansehen. In unserer Stadt, auch in unserem Stadtteil, gibt es davon zwar mehrere, aber die wenigsten haben eine Homepage, man findet sie nur in den "Gelben Seiten". Immerhin habe ich über die Praxis, die ich mir morgen ansehen möchte, im Internet positive Kommentare gelesen, dass es zwar eine sehr kleine und unscheinbare Praxis (mit 2 Masseuren) wäre, es dort aber sehr gut wäre, sowohl die Atmosphäre als auch die Massagen an sich. Im Internet waren mehrere Kommentare von Patienten, denen dort sehr gut geholfen worden ist. Deswegen möchte ich mir morgen davon selber mal einen kleinen Eindruck verschaffen (insbesondere, wo diese Praxis genau ist, wie ich dort am besten hinkomme). 

Dass ich auf Dauer ohne eine vernünftige Massage nicht klarkomme, das merke ich ja jetzt schon. Bei meinen Verspannungen und Verhärtungen bin ich nunmal regelmäßig auf die Hilfe von Fachleuten angewiesen (das wurde mir ja sogar in der Uniklinik empfohlen). Heute geht es mir immerhin wieder etwas besser als gestern. Letzte Nacht wusste ich zunächst gar nicht, wie ich liegen sollte, weil die rechte Schulter mächtig weh getan hat (ich liege immer auf der rechten Seite). Wir haben dann die Salbe rausgeholt (Voltaren-Emulgel) und mein Freund hat mir mit gleichmäßigem Druck die rechte Schulter und den Nacken eingerieben (was schon ziemlich weh getan hat). Heute konnte ich immerhin den Kopf wieder etwas mehr zur linken Seite drehen, noch nicht wieder so weit wie normal, aber ein ganzes Stück weiter wie gestern. Umso weiter ich den Kopf zur linken Seite drehe, umso stärker spüre ich den ziehenden Schmerz vom Nacken Richtung rechte Schulter, aber trotzdem bei weitem nicht mehr so intensiv wie gestern Abend (da konnte ich den Kopf so gut wie gar nicht mehr nach links drehen).

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