• kostenlos mitmachen

Donnerstag-22.12.11


So, jetzt habe ich Urlaub, muss erst wieder ab Mittwoch, 4. Januar Arbeiten gehen. Eigentlich wollte ich erst nächste Woche Urlaub nehmen, aber für das Personal-Training habe ich bereits ab morgen Urlaub. Ich bin ja froh, dass wir in den Ferien überhaupt in den Gymnastikraum, in dem auch viele Geräte sind, dürfen. Das Büro, in dem mein Trainer den Schlüssel zu diesem Raum bekommt (und danach auch wieder abgeben muss), ist während der Ferienzeit bis spätestens 14 Uhr besetzt. Deswegen treffen wir uns um 12 Uhr, damit er den Schlüssel anschließend (bis ich wieder angezogen und startklar bin) wieder pünktlich im Büro abgeben kann (damit die dortigen Mitarbeiter auch zeitig Feierabend machen können). Deswegen habe ich bereits ab Morgen Urlaub genommen, weil mir dieses Training sehr wichtig ist. Seitdem wir es regelmäßig durchführen, geht es mir schmerzmäßig deutlich besser. Keine Schmerzfreiheit (womit ich ja eh nicht mehr rechne), aber eine zum Teil sehr deutliche Schmerzlinderung.

Eigentlich hatte ich für heute Abend Sport eingeplant (Fahrrad fahren und etwas KG), aber "so wie üblich" konnte ich mich dazu alleine mal wieder nicht aufraffen. Dass ich morgen diesbezüglich von meinem Trainer mal wieder ein paar "passende" Kommentare zu hören bekomme, das ist mir jetzt schon klar. Er legt Wert darauf, dass ich an der Therapie mitarbeite und regelmäßig auch alleine Sport mache. Dafür hat er mir, sozusagen als "feste Trainingstermine", einen Trainingsplan entworfen, in dem auch die Tage, an denen ich hier zu Hause alleine Fahrrad fahren soll, fest eingeplant sind. Aber das ist bei mir immer das gleiche, alle Termine, die ich fest mit anderen Personen vereinbart habe (also KG, PT usw.), die halte ich grundsätzlich ein, daran gibt es für mich nichts zu rütteln, aber alle anderen Termine, für die ich mich ganz alleine aufrappeln muss, mit denen habe ich Probleme ohne Ende und lasse sie immer wieder ausfallen.

Letztens meinte ich deswegen zu ihm, dass ich es mir als "guten Vorsatz zum neuen Jahr" vornehme und das Training "in Eigen-Regie" ab Januar regelmäßig durchführen werde. Davon wollte er allerdings nichts wissen, von solchen Daten hält er gar nichts. So ein Denken muss im Kopf erfolgen, völlig unabhängig von einem Datum, entweder ich will Erfolge haben und halte mich ab sofort an den Trainingsplan (einschließlich dem Fahrrad fahren zu Hause), aber ich soll mir "als Ausrede" kein Datum suchen, nur weil der Jahreswechsel gerade in greifbarer Nähe ist. Deswegen werde ich morgen wahrscheinlich die nächsten Kommentare von ihm zu hören bekommen (er fragt jede Woche hartnäckig nach, wie das komplette Training läuft). 

Diesbezüglich ist meine neue Physiotherapeutin etwas verständnisvoller. Das heißt, verständnisvoll ist mein Trainer natürlich auch, wenn ich ihm "triftige Gründe" dafür nenne, weshalb ich nicht trainiert habe (z. B. letzte Woche, als ich wegen dem bevorstehenden Abschied aus dem bisherigen Institut einen kleinen "Moralischen" hatte und Abends deswegen etwas geweint habe, mich dann nicht mehr zum Sport aufraffen konnte). In diese Situation konnte er sich durchaus reindenken, was natürlich nicht heißt, dass ich das Training in Eigen-Regie jetzt regelmäßig aus den verschiedensten Gründen (und natürlich auch mit den verschiedensten Ausreden) ausfallen lasse. 

Meine neue Physiotherapeutin hat diesbezüglich eine etwas andere Einstellung. Sie betreut mehrere Patienten mit chronischen Erkrankungen, die seit Jahren bei ihr in Behandlung sind (was mich mächtig beruhigt, ich glaube so einen Therapeuten-Wechsel, wie im bisherigen Institut, brauche ich bei ihr nicht zu befürchten). Patienten, die aufgrund eines Unfalles oder einer "kurzzeitigen" Erkrankung (z. B. ein neues Hüftgelenk) Sport machen müssen, können sich dazu meistens alleine sehr gut aufraffen, weil sie wissen, wenn sie das KG-Programm ein paar Monate durchziehen, dann geht es ihnen wieder sehr gut, dann werden sie wieder gesund.

Bei chronischen Erkrankungen sieht das jedoch völlig anders aus. Kein Patient ist dauerhaft gleich gut drauf und je nach Stimmung fällt es den meisten im Laufe der Zeit dann mächtig schwer, sich immer wieder alleine zum Sport aufzuraffen. Deswegen suchen sich diese Patienten dann dementsprechende Hilfe, Unterstützung und Motivation und gehen, unabhängig von KG-Verordnungen, regelmäßig als Selbstzahler zur KG (oder halt auch zum Personal-Training). Ja, von dieser Schilderung fühle ich mich voll und ganz angesprochen. Es ist ja nicht so, dass ich alleine gar nichts machen würde, aber mit festen Terminen (und entsprechender Motivation) fällt mir dieses Training nunmal wesentlich leichter. Ganz abgesehen davon, dass ich, wenn ich gelegentlich mal alleine KG mache, grundsätzlich immer die gleichen Übungen durchführe, immer wieder genau den gleichen Ablauf, was auf Dauer auch mächtig langeweilig wird. Den Therapeuten (und auch meinem Trainer) fallen dagegen halt immer wieder neue Übungen ein, oder auch andere Zusammenstellungen der bisherigen Übungen, so dass von Langeweile keine Rede sein kann. Dadurch macht das Training dann immer wieder deutlich mehr Spaß, als alleine zu Hause. 

Aber nächste Woche, also über Weihnachten und in der nächsten Woche, will ich es trotzdem schaffen und alleine etwas Sport machen. Egal wie, ich will und muss es schaffen. Abgesehen von Morgen wollen wir dann nächste Woche Freitag wieder trainieren, also eine ganze Woche später. KG fällt nächste Woche aus, das Institut ist "zwischen den Tagen" geschlossen. Die nächste KG habe ich am Montag, den 2. Januar und danach regelmäßig jeden Montag und jeden Mittwoch. Diese "medizinische Schule", wo ich demnächst an der Gruppentherapie (für rückengerechte Gymnastik) teilnehmen will, hat ebenfalls bis Anfang Januar geschlossen. Eine ganze Woche ohne Training könnte ziemlich hart werden, meine Schmerzen kommen erfahrungsgemäß ohne gezielte Bewegung immer sehr schnell wieder (so wie in jedem Jahresurlaub nach etwa 3 bis 4 Tagen). Deswegen muss ich mich innerhalb der nächsten Woche alle paar Tage unbedingt aufraffen und alleine etwas Sport machen. Mit jeglichen "Ausreden" (z. B. dem Haushalt) würde ich mir dann nur selber schaden und vermehrte Schmerzen riskieren (was im Moment, wo es mir seelisch endlich wieder deutlich besser geht, auch nicht unbedingt sein muss).

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben