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Dienstag-20.12.11


Der heutige Tag verlief im großen und ganzen ruhig und normal. Heute Mittag habe ich eine Mail bekommen. Ich habe ja letzte Tage von unserem Problem mit der bestellten DVD (von der Musikschau Schottland) berichtet, die wir direkt per PayPal bezahlt haben, die jedoch bis heute nicht bei uns angekommen ist. In der Mittagszeit erhielt ich dann eine Mail von dem Versandhandel, der in Holland ist, dass das Päckchen wieder zurückgekommen ist, mit dem Vermerk, dass wir unbekannt verzogen wären. Per Mail haben wir dann die Adressen verglichen und wir wohnen definitiv noch hier...!! Diese blöde Post, darauf ist wirklich gar kein Verlass mehr. Die Dame ist heute dann extra für uns "über die Grenze" (die es ja eigentlich nicht mehr gibt) nach Deutschland gefahren und hat das Päckchen nochmals (dieses Mal halt direkt in Deutschland) aufgegeben. Jetzt hoffen wir, dass es noch pünktlich bis zum Wochenende hier ankommen wird (und dass der Postbote uns dieses Mal auch wirklich findet...!!).

Heute Abend war für mich ein mächtiges Auf und Ab der Gefühle. Keine Depressionen, einfach nur ein mächtiges "Gefühlschaos". So wie immer, wenn ich seelische Probleme jeglicher Art habe, habe ich den heutigen Abend überwiegend in der Küche verbracht (mit Spülen und Putzen). So hat halt jeder seine eigene "Marotte" um mit irgendwelchen Problemen fertig zu werden.

Morgen ist ja jetzt definitiv der letzte Tag im bisherigen Institut. Einerseits bin ich mächtig froh darüber, die letzten Monate waren eine erhebliche seelische Belastung für mich. Trotzdem werde ich es morgen mit "einem lachenden und einem weinenden Auge" verlassen. Es ist schon ein komisches Gefühl. Immerhin war ich in manchen Wochen an 5 Tagen dort (KG, Massage, Schwimmen, Kosmetik und Personal-Training), die meisten haben zu mir gesagt, dass es längst zu meinem zweiten Zuhause geworden ist. Dort hatte ich halt alles unter einem Dach. Zukünftig habe ich dann im Prinzip die gleichen Anwendungen, aber über das ganze Stadtgebiet verteilt. Es ist ja nicht so, dass dort alles schlecht gewesen wäre, aber letztendlich haben jetzt halt die negativen Seiten überwiegt. 

Wie hat der Sänger "Roger Whittaker" bereits gesungen, "Abschied ist ein scharfes Schwert", ja und dieses Schwert, diese endgültige Entscheidung zum Wechsel, verbunden mit dem Abschied von ein paar sehr, sehr netten Menschen, das saß jetzt mehrere Monate ganz tief in meinem Herzen und es war verdammt schwer, es dort wieder herauszubekommen. Aber umso positiver ich wieder in die Zukunft blicke, umso mehr Formen meine Zukunft annimmt (das neue KG-Institut, der neue Personal-Trainer und auch die neue geplante Gruppe für die Gymnastik), umso leichter wird es mir wieder ums Herz und umso besser geht es mir seelisch wieder. Von Tag zu Tag, von Woche zu Woche geht es mir jetzt besser. Nein, ich bereue meine Entscheidung ganz bestimmt nicht, dennoch ist dieser absolut letzte Schritt, dieser endgültige Abschied jetzt trotzdem hart für mich.

Man sagt zwar immer, dass man Therapeuten nicht vergleichen soll, jeder Mensch, jeder Therapeut ist anders. Trotzdem vergleicht man als Patient seine Therapeuten automatisch (das macht jeder Patient so, davon haben mir andere Patienten ebenfalls erzählt). Ich hatte dort etwa ein 3/4 Jahr lang eine sehr gute Physiotherapeutin, der ich heute noch nachtrauere. Sie war immer gut drauf, hatte unendlich viele Ideen für neue Übungen und konnte mich dazu sehr gut motivieren. Wenn ich bei Übungen zu lange die Luft anhielt, dann ließ sie immer irgendeinen "blöden", aber sehr guten Spruch los, so dass ich automatisch lachen musste. Wie hat sie immer gesagt, solange ich lache kann ich wenigstens nicht die Luft anhalten. Bei ihr habe ich im Laufe der Zeit super gute Erfolge erzielt. Nach ihr hatte ich dort zwar noch einige andere Physiotherapeuten, aber keiner war mehr so gut wie sie. Bei allen Anderen kehrte schon nach wenigen Wochen eine totale Routine ein und ihnen fielen keine neuen Übungen mehr ein. Erfolge habe ich dadurch natürlich gar keine mehr gehabt, ich bin mit meiner Therapie ständig auf der Stelle stehen geblieben. 

Aber mit dem Wechsel hat sich diese Situation zum Glück zum Positiven gewendet. Vom Charakter her hat mein neuer Personal-Trainer mit ihr die meiste Ähnlichkeit. Auch er hat "tausend" Ideen und kann einen gut motivieren. Ja, und auch meine neue Physiotherapeutin, in dem neuen Institut, scheint (auf den ersten Blick) sehr viel Ähnlichkeit mit ihr zu haben. Auch sie hat jetzt schon sehr viele Ideen für die verschiedensten Übungen und kann gut "auf einen einreden". 

Eine "Schwachstelle" haben die Beiden, meine neue Physiotherapeutin und mein Personal-Trainer, bereits "entdeckt". An die Rückenschmerzen im unteren Bereich habe ich mich im Laufe von vielen, vielen Jahren gewöhnt, sie gehörten irgendwann zu meinem Leben dazu. Die Ärzte haben mir ja früher immer schon gesagt, dass diese Schmerzen bei meinem krummen Rücken früher oder später kommen würden und dass ich damit dann Leben muss... 

Durch diesen krummen Rücken, also durch das Hohlkreuz, habe ich im Laufe meines Lebens dann eine noch krummere Haltung eingenommen, ziehe die Schultern andauernd (fast schon ständig) ein ganzes Stück hoch. Egal ob beim Sitzen (am Computer) oder bei Tätigkeiten mit den Armen (egal ob beim Spülen oder auch bei den verschiedensten KG-Übungen). Im Laufe der Jahre haben sich dadurch die Schultern (und Schulterblätter) mächtig verspannt, was ich schmerzmäßig zum Teil wesentlich stärker empfinde (als kräftige, stechende Schmerzen), als den unteren Rücken. 

Damit fing deswegen ja auch im Mai 2009 meine Behandlung in dem Institut an. Ich konnte die Schmerzen in den Schultern nicht mehr aushalten, konnte damit noch nichtmals mehr Liegen. Diese Schmerzen waren schlimmer und intensiver als alles andere. Damit bin ich schließlich zur Massage gegangen, womit letztendlich meine ganze Therapie dort angefangen hat. 

Diese blöde "Angewohnheit" ist im Laufe der Zeit allen Physiotherapeuten bei der KG aufgefallen. Andauernd ziehe ich die Schultern hoch, völlig im Unterbewusstsein, ich bemerke es selber nicht. Erst wenn diese Haltung, diese Anspannung, zu intensiv wird, wenn die Schmerzen anfangen, werde ich mir darüber bewusst und nehme sie dann erst wieder runter. Aber dann ist es meistens zu spät, dann sind die Schmerzen bereits wieder da...

Letzten Samstag ist es meinem Personal-Trainer dann zum ersten Mal bewusst aufgefallen. Ich saß auf diesem Gerät und sollte mit den Armen eine Stange mit Gewichten zum Körper ziehen, die Schulterblätter weit nach hinten. Dabei habe ich meine Schultern so kräftig angespannt, wie es eben ging. Bis es ihm dann plötzlich aufgefallen ist und er eine Hand ganz vorsichtig auf eine Schulter legte. Sobald ich dann die Schulter wieder hochziehen wollte, habe ich seinen leichten Druck gespürt und wurde wieder daran "erinnert", die Schultern unten zu lassen (es ist wirklich eine ganz blöde Angewohnheit, völlig aus dem Unterbewusstsein heraus). 

Bei der gestrigen KG war es dann genauso. Ich lag auf dem Rücken, sollte den Oberkörper anspannen und den Kopf anheben. Automatisch gingen meine Schultern mit nach oben. Die Physiotherapeutin musste mich so ziemlich bei jedem erneuten Ablauf darauf ansprechen und mich daran "erinnern", dass die Schultern unten bleiben sollen.

So, Anfang Januar will ich dann in der Gymnastikgruppe an einem Probetraining teilnehmen. Sobald ich dieses Thema dann geregelt habe, werde ich mich intensiv und verbindlich sozusagen nach einer neuen Möglichkeit für Massagen, also nach einem neuen Masseur umsehen (dass Physiotherapeuten massagemäßig nicht die gleiche Ausbildung haben, das habe ich inzwischen ja auch schon gelernt). 

Also, alles in allem gucke ich weiterhin absolut positiv in die Zukunft...!!!

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