• kostenlos mitmachen

Sonntag-18.12.11


Heute war ein völlig ruhiger Tag, ein ganz normaler Tag in meinem Leben, den ich, so wie viele Sonntage, zwischen Haushalt, Fernsehen, Lesen und Computer verbracht habe. Wir hatten beide in der letzten Zeit mehr als genug Stress und auch in den nächsten Tagen werde ich noch etwas Stress haben, deswegen haben wir uns heute diesen "Ruhetag" gegönnt und haben alles betont langsam gemacht.

Eigentlich wollte ich heute Nachmittag ein bisschen Sport machen, konnte mich dazu aber nicht im geringsten aufraffen. Das fand ich heute aber nicht so schlimm. Zum einen haben wir (beim Personal-Training) auf meinem Trainingsplan den Sonntag als "Ruhetag" geplant, also brauche ich heute auch kein schlechtes Gewissen deswegen zu haben. Dann hatte ich gestern ja schließlich PT, was mal wieder sehr intensiv gewesen ist. Überraschender Weise hatte ich dieses Mal zum ersten Mal danach keinen Muskelkater. Den Rücken habe ich zwar etwas gespürt, aber nur minimal, aber das ist bei mir ja eh normal. Ich habe zwar nach wie vor die Hoffnung, auch diese Schmerzen im Laufe der Zeit (eventuell der Jahre) immer weniger zu spüren, aber noch gehören diese Dauerschmerzen halt zu meinem Leben dazu. 

Aber immerhin bekommen mir seine Übungen für die Arme sehr gut. Mit 3 Jahren habe ich mir bei einem Unfall den linken Oberarm gebrochen, der Knochen ist falsch zusamman gewachsen und seitdem hat meine Mutter mein Leben lang darauf geachtet, dass ich diesen Arm schone ohne Ende. Ich habe ihn wirklich immer super still gehalten, habe so gut wie alles mit dem rechten Arm gemacht und bei dem kleinsten "Ziehen" (und auch im Winter zum Warmhalten) hat meine Mutter mir eine straffe Armbandage (aus Mullbinden) darum gewickelt, damit ich ihn möglichst wenig bewege und belaste. Wegen meinem krummen Rücken war ich so ziemlich während der ganzen Schulzeit vom Schulsport befreit (vom Gesundheitsamt aus), deswegen wurde dieser Arm wirklich mein Leben lang geschont. 

Wenn ich jetzt KG mache und der Arm mit eingespannt wird (was gar nicht ausbleibt), je nachdem, wie intensiv die Übungen sind, dann spüre ich diesen Arm danach zum Teil sehr heftig. Seitdem ich den Arm (als Erwachsene) wieder "mit benutze", hatte ich bereits 3 Mal eine kräftige Sehnenscheidenentzündung, einschließlich 3 Wochen Gipsarm. Das war jeweils eine ganz schlimme Zeit, zum einen wegen der Schmerzen aber auch wegen der totalen Bewegungseinschränkung.

Deswegen habe ich bei Armübungen jetzt immer ein bisschen Angst, dass sich diese Schmerzen (von der Sehnenscheidenentzündung) wiederholen könnten. Nach ein paar KG-Übungen hatte ich bereits wieder Schmerzen, die jedoch nach ein bis zwei Tagen wieder völlig weg waren. Mein neuer Trainer vom PT scheint aber wirklich gut zu sein, die Arme werden jedes Mal mit eingespannt, aber nicht zu übertrieben und er achtet auch ganz genau auf meine Bewegungen damit und korrigiert mich notfalls so lange, bis der Ablauf wirklich richtig ist (einschließlich mit Hanteln und Theraband). Aber wie gesagt, bis jetzt hatte ich nach seinem Training noch keinerlei Schmerzen im linken Arm und das finde ich absolut positiv. Dann lieber einen Diplom-Sportwissenschaftler als einen Physiotherapeuten (zumindest was meinen bisherigen betrifft...!!). Mal sehen, wie meine neue Physiotherapeutin ist, zu der ich morgen Nachmittag zum zweiten Mal gehen werde.

Dann finde ich es gut, wie schnell er auf meine Probleme reagiert und diesbezüglich flexibel ist. Ich hasse es barfuss zu laufen und habe immer (egal ob im Hochsommer oder auch zu Hause in der Wohnung) feste Schuhe an. Das ist halt ein kleiner "Tick" von mir, gegen den ich nicht ankomme. Seit einiger Zeit habe ich zu den Rückenschmerzen auch zum Teil sehr starke, stechende Schmerzen unter den Füßen, unter der Sohle und der Ferse. Mein Arzt hat es abgetastet und meinte zu mir, dass diese Schmerzen von meiner geschwächten Muskulatur kommen, ich solle dringend die Füße mit in die KG einbeziehen. Aber auch während der KG habe ich häufig feste Turnschuhe an, außer wenn ich auf einer Liege liege und dort Rücken- oder Beinübungen durchführe.

Mein Trainer vom PT wollte deswegen, dass ich während seines Trainings komplett auf Strümpfen mitmache. Die Füße wurden dabei bei vielen Übungen mit einbezogen. Das war wirklich sehr intensiv und für mich schon etwas zu viel. Nach der letzten Woche hatte ich 4 Tage lang beim Laufen sehr starke Schmerzen. Ich habe ihm gestern davon erzählt und er hat sofort reagiert. Die ersten 20 Minuten sollte ich wieder auf Strümpfen mitmachen, den Rest dann mit festen Turnschuhen. Was soll ich sagen, dieses Mal habe ich danach gar keine Schmerzen unter den Füßen gehabt. Ich finde es wirklich gut, wie schnell er auf meine Probleme reagiert und versucht, mir dementsprechend bestmöglich zu helfen.

Morgen habe ich nicht nur Nachmittags eine halbe Stunde "normale" KG, sondern bereits Vormittags eine Stunde KG in einer Uniklinik. Nachdem meine Schmerzen (nach einem Wechsel der Physiotherapeuten) wieder deutlich stärker geworden sind, was mich seelisch mächtig runtergezogen hat, hat mein Chef mich zur Uniklinik vermittelt, in der Hoffnung, dass mir dort eventuell geholfen werden kann. Dieser "Schuss" ging aber leider mächtig nach hinten los (ich hatte mir viel mehr davon versprochen). Irgendwie lief dort alles schief. Ich wurde dort so "behandelt", als wenn ich einen Antrag auf Rente gestellt hätte und die Ärztin, von der ich untersucht worden bin, darüber entscheiden müsste, ob dieser Antrag bewilligt werden würde. Sie hat mich während der ganzen Untersuchung gar nicht für voll genommen und meinte ständig, dass ich gar keine Schmerzen haben könnte. Alle meine Einwände, dass ich gar keinen Antrag auf Rente gestellt hätte und lediglich Hilfe wegen der Schmerzen haben wolle, wurden völlig ignoriert. Ich fühlte mich dort völlig fehl am Platze, total "im falschen Film", als totale Simulantin, was mich seelisch ebenfalls mächtig runtergezogen hat.

Schließlich kam ein "höherer" Arzt hinzu, der mir ebenfalls nicht glauben wollte, dass ich keinen Antrag gestellt hätte (weshalb ich ansonsten überhaupt in diese Klinik gekommen wäre, was ich mich ebenfalls schon die ganze Zeit über frage...!!) und der mir ebenfalls nicht glauben wollte, dass ich Schmerzen im unteren Rückenbereich habe. Auch er konzentrierte sich nur auf den LWS-Bereich, auf das Hohlkreuz, dass ich dort nicht so starke Schmerzen haben könne. Als "Beweis" (obwohl ich wirklich nicht weiß, weshalb ich diesem Arzt überhaupt einen Beweis liefern muss, das ist wirklich alles ein schlechter Scherz...!!!) hat er mich dann zur "KG" dort im Haus angemeldet, wo ich morgen Vormittag den Termin habe. Es ist keine normale KG. Sie dauert etwa eine Stunde und ich soll dort Übungen für sämtliche Muskelbereiche durchführen. Der (oder die) Physioterapeut, der dann diese Übungen mit mir durchführen soll, soll dem Arzt dann anschließend darüber berichten, wie stark oder schwach meine Muskeln sind. Dass ich relativ schwache Muskeln habe, das kann jeder einzelne Physiotherapeut bestätigen, bei dem ich bis jetzt in Behandlung war (einschließlich der Trainer vom Personal-Training). Aber selbst wenn ich diese Bestätigung bekomme (dass die Muskeln schwach sind), das bringt mir rein gar nichts. Meine Trainingstermine stehen eh alle fest (das mache ich seit über 2 Jahren und werde es auch weiterhin auf eigene Kosten durchführen, weil es mir halt wirklich eine deutliche Linderung bringt) und der Arzt, für den diese Bestätigung ist, der kann mir in diesem Sinne auch nicht helfen, da er in erster Linie für Patienten von Arbeitsunfällen zuständig ist (meine Erkrankung ist eine rein private Sache). 

Für diese blöde Untersuchung, die mir letztendlich gar nichts bringt, musste ich extra einen Tag Urlaub einreichen und diese Untersuchung "anteilmäßig" (wie Rezeptgebühren) auch noch bezahlen. Diese ganze Situation belastet mich seelisch unwahrscheinlich und ich bin total froh, wenn ich dieses Thema endlich erledigt habe. 

Auf die normale KG morgen Nachmittag in dem neuen Institut , bei meiner neuen Physiotherapeutin, freue ich mich dagegen schon sehr. Dort sehe ich therapiemäßig (neben dem Personal-Training) meine Zukunft. Irgendwie bin ich mir jetzt schon sicher, dass mir von diesen beiden Personen (dieser Physiotherapeutin und dem Personal-Trainer) mit am besten geholfen werden kann, da beide sehr offen mit Ideen für viele Übungen auf mich zugegangen sind. In diese beiden Personen stecke ich im Moment die meiste Hoffnung bezüglich einer schmerzfreieren Zukunft (und ganz bestimmt nicht in die morgige Untersuchungs-KG). 

<< vorheriger Eintragnächster Eintrag >>

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben