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Freitag-16.12.11


Gestern Nachmittag hatten wir sehr viel Rennerei, die wir uns hätten sparen können.  Die Schwester von meinem Freund hat sich zu Weihnachten eine Serie auf DVD gewünscht, die eigentlich aus den 80er-Jahren ist, aber immer mal wieder im Fernsehen wiederholt wird ("Becker" mit dem Hauptdarsteller Ted Danson). Da es heutzutage ja fast alle Serien auf DVD gibt, waren wir in einigen Geschäften und haben gesucht ohne Ende (Media Markt, MediMax, Saturn und Karstadt). Nachdem wir sie bei Karstadt dann ebenfalls nicht gefunden haben, habe ich dort einen Verkäufer angesprochen, der sofort im Computer nachgesehen hat. Das Ende "vom Lied" war dann, dass es diese Serie gar nicht auf DVD gibt. Wir hätten uns also diese ganze Rennerei sparen können und können uns jetzt etwas Neues einfallen lassen. 

Eigentlich wollten wir schon vor Jahren damit aufhören, uns innerhalb der Familie Geschenke zu machen, aber jedes Jahr werden wir von allen reich beschenkt (wir bekommen wirklich immer so einiges, mehr, als wir eigentlich gebrauchen können bzw. haben wollen...) und können dann ja nicht selber mit leeren Händen dastehen. 

Unsere erste Idee, die wir ursprünglich hatten, ist im Moment leider noch total in der Schwebe. Mein Freund und seine Schwester stehen immer schon total auf schottische und irische Musik, "Pipes and Drums". Was Musik angeht, da bin ich völlig flexibel und kann mich sehr gut anpassen. Ich habe zwar meine persönliche Lieblingsmusik, aber mir gefallen zusätzlich auch viele andere Richtungen. Mit den anderen Musikrichtungen kenne ich mich zwar nicht näher aus, kenne weder die Sänger noch die Lieder, aber trotzdem gibt es grundsätzlich sehr viele schöne Lieder, aus allen möglichen Richtungen. 

Vor einiger Zeit hat mein Freund mich dann mit seiner Vorliebe für Pipes and Drums total angesteckt. Deswegen sind wir dann zur "Musikschau Schottland" gefahren. Nachdem wir beim ersten Mal, im Mai diesen Jahres, total blöd gesessen haben, hinter einer Wand mit eingeschränktem Blickfeld auf die Bühne, waren wir im Oktober nochmals bei dieser Show. Da diese Show jedoch immer wieder ein bisschen abgewandelt wird, kann man sie sich immer und immer wieder ansehen. Ich fand die ganze Atmosphäre total klasse, das ging total ins Blut über. Bei dieser letzten Vorstellung wurde ein Livemitschnitt der Show gemacht, der jetzt am 01.12. auf DVD herausgekommen ist, aber nur übers Internet, über deren Homepage erhältlich ist. 

Wir haben dort dann direkt 2 DVDs gekauft, eine für uns und eine als Geschenk für seine Schwester. Um das ganze schnellstmöglich abzuwickeln, habe ich es dann direkt per PayPal bezahlt. Im Laufe der Zeit habe ich schon einiges bei Amazon gekauft und darüber bezahlt, es lief immer alles völlig reibungslos. Am 02.12. haben sie das Geld bereits gehabt (wurde mir per Mail bestätigt) und seitdem warten wir vergeblich auf das Päckchen. Ich hoffe, dass sich die Lieferung nur wegen Weihnachten verzögert, dass es etwas verspätet ankommen wird (es wurde am 02.12. bei der Post abgegeben). Ich bin deswegen im Moment allerdings etwas enttäuscht. Ich hatte gedacht, dass ich sie längst haben würde. Jetzt habe ich Angst, dass sie vielleicht gar nicht ankommen werden. Vielleicht wäre in diesem Fall per Nachnahme besser gewesen, das Geld ist schließlich jetzt schon futsch...

Gestern Nachmittag hat mich die Inhaberin der, ich nenne es jetzt mal so, "medizinischen Schule" auf Handy angerufen. Da ich zu diesem Zeitpunkt jedoch am Arbeiten war (ebenfalls am Telefonieren), konnte ich das Gespräch nicht entgegennehmen. Sie hat jedoch sehr nett darauf gesprochen, dass sie mir alle wichtigen Daten (Zeiten der Kurse, wann die Rückengymnastik durchgeführt wird, usw.) am Montag per Mail zuschicken wird. Das ist für mich der nächste ganz große Schritt, um mich endgültig vom ehemaligen Institut zu lösen. Mit jedem weiteren Schritt werde ich seelisch ruhiger, gelöster und entspannter. 

Ich muss jetzt noch 2 Mal dieses Gebäude betreten, was zum Teil allerdings auch positiv ist. Morgen habe ich zunächst wieder Massage und darauf freue ich mich immer. Egal, wie schmerzhaft es immer für mich ist, es hilft mir immer sehr gut und außerdem freue ich mich nach wie vor immer wieder auf meinen Masseur. Das Vertrauensverhältnis zu ihm ist nunmal wirklich sehr gut und mich in Kürze endgültig von ihm verabschieden zu müssen, das ist für mich das schwerste an diesem Schritt, an dem Wechsel zu einem anderen Institut, überhaupt. Ich habe mich damit allerdings in den letzten Wochen intensiv beschäftigt (halt auch, wie es danach mit meiner Therapie weitergeht), so dass ich mich inzwischen seelisch damit abgefunden habe. Ich werde dort zwar immer wieder darauf angesprochen, dass ich daran denken soll, weitere Termine zu vereinbaren, aber darüber gehe ich im Moment immer völlig weg. Für die Anderen, zu denen ich hin Wechsel, bin ich sozusagen ein "6er im Lotto" (ist mir so gesagt worden), eine Patientin mit einer chronischen Erkrankung, die auf eine Dauertherapie (mit überwiegender Selbstzahlung) angewiesen ist. Etwas besseres könne nicht passieren...?!? Naja, mein bisheriges Institut wird wohl nicht so gedacht haben, die waren sich "meiner" zu sicher, haben mich zwischen den Therapeuten nur so "herumgeschupst" und zum Teil ein mächtiges Terminchaos veranstaltet, nach dem Motto "mit der können wir es ja machen, die wehrt sich ja eh nicht". Ja, aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Morgen noch einmal Massage und am kommenden Mittwoch KG und Massage. Danach heißt es für mich dann endgültig Abschied nehmen.

Wobei ich mich im Moment schon wesentlich mehr auf die anderen Termine freue, die nicht mehr mit diesem Institut zu tun haben. Morgen Nachmittag habe ich wieder Personal-Training und darauf freue ich mich total. Dabei geht es richtig zur Sache und das macht total Spaß und bringt mir auch sehr viel Schmerzfreiheit bzw. eine sehr deutliche Linderung. Er zieht das Training im Prinzip genau so durch, wie man es sich auch vorstellt. Seit März war ich bei einem anderen Trainer, der zugleich auch Physiotherapeut ist. Bei ihm ging es allerdings mehr um die Theorie. Richtige Bewegungsabläufe im Alltag. Manche Abläufe (z. B. das richtige Hochheben schwerer Gegenstände) habe ich zwar im Alltag wirklich so angewendet, aber letztendlich habe ich von diesem Training keine wirkliche Schmerzfreiheit gehabt.

Mein neuer Trainer, den ich über das Internet kennengelernt habe, ist das völlige Gegenteil. Er zieht eine Stunde Training voll durch und jegliche Beratungen bezüglich der Ernährung erfolgen vorher oder nachher, so dass unsere Termine locker bis zu 1 1/2 Stunden dauern können. Bezahlen tue ich aber immer nur die Stunde. Er stellt immer so ein rückengerechtes Programm zusammen, so dass ich ziemlich gut mit den Übungen klarkomme (ein bisschen für die Kondition, einiges für die Kraft, auch mit Hanteln und Theraband, einige Dehnübungen usw.). Ich sage jetzt nicht, dass die Übungen bei ihm einfach wären, zum Teil sind sie mächtig schwer und ich schaffe sie auch nicht, dann greift er sofort ein und gibt mir Hilfestellung. Aber wenn er merkt, dass ich mir eine Übung nur nicht zutraue und deswegen "kneife", weil ich etwas Angst davor habe, dann bleibt er hartnäckig, bis ich es schließlich doch so gut es geht versuche. Ich muss sagen, er hat sehr viel Menschenkenntnis, diesen Unterschied, ob ich etwas wirklich nicht kann (weil die Kraftübung noch zu schwer ist) oder es mir nur nicht zutraue, das erkennt er meistens sofort. Diesbezüglich kann ich ihm gar nichts vormachen. 

Auch die Sache mit der Atmung. Immer, wenn ich bei Übungen Spannung in den Körper bringen soll (z. B. den Bauch anspannen soll), halte ich grundsätzlich zusätzlich die Luft an. Diese "Angewohnheit" will er mir abgewöhnen und spricht mich bei jeder Gelegenheit aufs Atmen an. Letztes Mal, als er bei einer Übung hinter mir stand (um zu beobachten, ob der Rücken dabei gerade bleibt), hat er mich wieder aufs Atmen angesprochen. Weil ich jedoch voll und ganz auf die Übung konzentriert war, hielt ich weiterhin ganz intensiv die Luft an. Ich wollte ihm dann zunächst "erzählen", dass ich doch ganz schwach atmen würde, aber damit habe ich bei ihm keine Chance. Er hat mich so genau beobachtet und mich immer wieder aufs Atmen angesprochen, bis ich dann schließlich "nachgegeben" habe und wirklich wieder geatmet habe. 

Am meisten nervt mich das Thema Trinken. Ich war immer schon ein absoluter "Trinkmuffel", wenn ich am Tag einen Liter schaffe, dann ist das sehr, sehr viel. 1 1/2 Liter schaffe ich höchstens mal im Hochsommer, wenn es extrem warm ist. Normalerweise trinke ich während des Sports gar nichts, sondern danach, wenn ich wieder zu Hause bin, ein Glas. Darauf lässt er sich jedoch nie ein und besteht darauf, nach jeder Übung ein paar Schlücke zu trinken. Wenn ich von mir aus nicht sofort reagiere, dann nimmt er sich zwischen zwei Übungen meine Flasche und gibt sie mir an. Erst Trinken, dann machen wir weiter... Daran bin ich nicht gewöhnt, das ist für mich eine absolute Umgewöhnung. Ich weiß zwar, dass er damit im Prinzip auf jeden Fall Recht hat, aber trotzdem fällt es mir unendlich schwer. Trinken ist für mich halt eine "unnütze Zeitverschwendung". Kein Wunder, dass mein Körperwasser, das er mit einer Waage ermittelt hat, derzeit nur bei 40 % liegt, also viel zu niedrig ist. 

Aber trotzdem mag ich an ihm, genauso wie an meiner neuen Physiotherapeutin, bei der ich ab Januar wöchentlich 2 Mal in Behandlung bin, dass beide sofort zur Sache gehen. Die meisten sind bei mir anfangs total vorsichtig und trauen sich gar nichts zu, fangen mit den einfachsten Grundspannungen an. Diese beiden gingen aber direkt richtig zur Sache, ließen mich mit Sit-Ups anfangen, um zu testen, wie gut (oder schlecht) meine Bauchmuskeln sind. Beiden fiel dabei direkt mein Problem mit der Atmung, mit dem Luftanhalten auf und beide sprachen mich auch direkt hartnäckig an, bis ich die Übung (einschließlich Atmung) so gut wie möglich durchgeführt habe. Aber das hat beide direkt symphatisch gemacht. Ich hatte auch schon Therapeuten, die, als sie von den Dauerschmerzen hörten, gar keine Übungen mit mir gemacht haben, sondern mich stattdessen unter eine Fango-Matte gelegt haben. Sicherlich war es gut gemeint, aber davon werden meine Muskeln ganz bestimmt nicht kräftiger und stabiler, das bringt mich nicht im geringsten weiter. 

Im Laufe der Zeit werde ich zwar ganz bestimmt auch über diese beiden "Therapeuten" mal schimpfen, je nachdem wie hartnäckig sie sind und wie schwer die Übungen im Einzelnen sind, aber dennoch bin ich froh, dass ich sie kennengelernt habe und dass sie mir überhaupt helfen, ohne dabei zu ängstlich vorzugehen.

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