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Das erste Mal


Liebes Tagebuch,

gestern habe ich begonnen dir zu schreiben, ich habe den ersten Schritt getan mein Leben in Worten nieder zu schreiben und damit einen Überblick über das zu gewinnen, was dort passiert.
Ich bin selbst eher planlos, mit vielen Zielen und Ideen im Kopf, aber ohne einen Weg diese zu verwirklichen. Vielleicht beginne ich mit einer Geschichte aus meiner Vergangenheit, vielleicht verstehst du mich dann besser.
Ich bin jetzt 19, langsam wird es eng mit der Zukunftsplanung. Am Anfang denkt man, dass ja noch genug Zeit verbleibt: "Dir wird schon das richtige einfallen, dir wird schon jemand helfen, du wirst schon noch drauf kommen, was dir Spaß macht ... und BWL kann man immer noch studieren"
Aber schnell fragt man sich, ob BWL wirklich die Lösung ist, denn man wird nie genug Zeit haben, sich immer denken " ich habe gar nicht erwartet, dass es jetzt so schnell geht"...
kennst du das Gedicht "Das Karussell" von Rainer Maria Rilke. Es passt wundervoll auf die Situation in der ich mich befinde.
Die Kindheit scheint dem Betrachter - also mir - weit entfernt, er sieht wie das Karussell seine Runden dreht, erst langsam ... die Details der Passagiere und der Figuren sind noch deutlich zu erkennen ... ein Plastikhirsch erscheint für das Auge eines Kindes, wie ein lebendiges Tier und wenn es darauf sitzt, kann es eintauchen in eine Welt der Phanatsie. Ich habe das Land der unschludigen Phantasien längst verlassen, mir ist bewusst, dass man Kinder im Glauben lassen muss ihre Welt wird nie zerstört werden. Wir Erwachsenen wissen es besser, als Kind scheint es endlos und als Erwachsener unerreichbar weit weg und viel zu schnell in die Erinnerung gebannt.
Und so geht es nicht nur mit der Kindheit, so geht es mit der Pubertät und mit den ersten Lebensjahren als Erwachsener. Erst scheint es unendlich, dann kommt man in Eile und merkt das das Ende naht, plötzlich steht es aprupt vor einem und dann liegt es auch schon in der Vergangenheit.
Ich wollte Internationales Management studieren, habe mich frühzeitig beworben und bin - nach mehreren Prüfungen -  aufgenommen worden an einer Privatschule in Palma de Mallorca. Ein Traum der nicht besser hätte erfunden werden können...aber wie es so ist mit Träumen, sie zerplatzen allzu schnell. Meine Familie war dagegen, weil es zu viel Geld gekostet hätte!!!
Naja so ist das Leben, jetzt steh ich hier und weiß nicht wohin mit mir.... ich will nicht nochmal Prüfungen machen müssen, nicht nochmal eine aufwendige Suche starten...
jetzt werd ich halt Hotelfachfrau und studiere nicht...
Aber wie Gott will hat er mir einen neuen Weg gewießen, vielleicht kann ich in Form eines Dualen Studiengangs doch noch studieren...Hotelmanagement!!! 
Wär ja nicht schlecht!! Aber ich hasse Entscheidungen... soll ich mich wirklich darum bemühen oder ein zwei einhalb Jahre Ausbildung über mich ergehen lassen und gut ist....

Gott, wär ich doch nur wieder ein Kind!!!!
Es wär alles einfacher

in tiefster Zuneigung

Nazareth
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