• kostenlos mitmachen

Schweben


Obsidian schwebte langsam gen Himmel. Er fühlte sich leicht wie eine Feder und spürte den sanften Wind unter seinen Flügeln, der ihn nach oben trug. Bin ich tot?  Er sah sich um und erblickte die Bäume des Waldes, durch deren Zweige er gerade auf den sicheren Tod zugestürzt war. Obsidian stieß ein glückliches Glucksen aus, er fühlte sich wunderbar. Er fühlte sich stark, seine Flügel waren ausgeruht, er würde die Welt umfliegen können. Er würde zu den Sternen fliegen können! „Komm, lass uns zu den Sternen fliegen!“  Die Erinnerung durchzuckte ihn wie ein Blitz. Bernstein!  Es war, als erwache Obsidian aus einem Traum. Der Wald wurde plötzlich dunkel und eiskalt, sein Körper schwer und erschöpft. Obsidian begann wild mit den Flügeln zu schlagen um nicht abzustürzen. Panisch flog er los, er wollte nur noch Nachhause.

Obsidian flog durch die Nacht, er wollte nur noch weg von dem Ort, als ein Schatten Bernstein mit sich genommen hatte. Was wohl passiert ist? Was, wenn sie verletzt ist? Was, wenn sie tot ist?!  Hastig schüttelte Obsidian die Gedanken ab und konzentrierte sich auf den Rückflug zum Nest. Da! Er konnte es bereits sehen! Obsidian schlug so wild mit den Flügeln, dass er das Gefühl hatte, sie würden gleich abfallen. Er stieß einen Schrei aus und sah noch die entsetzten Gesichter seiner Eltern, als er unsanft im Nest landete, sich überschlug und erschöpft liegen blieb.

<< vorheriger Eintrag

Kommentar schreiben

Du musst dich Einloggen oder kostenlos anmelden um Kommentare zu schreiben