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Maria,ihm schmeckts nicht...


Was habe ich gelacht gestern,ich habe jetzt noch Bauchweh,grins.
Ich habe mir den Film  "Maria,ihm schmeckts nicht" angesehen und hatte glatt Heimweh in die Heimat,lach.
Schon wenn Antonio versucht deutsch zu reden ...Dieses Kauderwelsch ist einfach zu herrlich anzuhören.
Überhaupt ist es schon ziemlich witzig zu sehen,wie die Italiener leben,im Gegensatz zu den deutschen sind sie ja eher die gemütlichen und machen alles in Ruhe und wenn nicht heute dann eben morgen.In Deutschland geht alles zack,zack und immer penibel nach Vorschrift - und genau das bringt mich jedesmal auf die Palme.Einen Antrag für einen antrag stellen,nach dem blauen Zettel kommt der in rosa und wehe nicht...Und wehe ,man wagt sich als Steuerzahler mal den Mund auf zu machen weil die Bearbeitung schon mehr als einen Monat dauert oder geschweige, das sich einer der Beamten hinterm Schreibtisch geirrt hat - die Beweise dafür muß natürlich der Betroffene selbst erbringen,und das kann bekanntlich ziemlich lange dauern weil ja erst der Antrag für den Antrag und für den Antrag davor gründlichst geprüft werden muß....?
Allerdings bringt mich auch die italienische Bürokratie so ziemlich schnell auf die Palme.Versucht man als Italiener/in,in Deutschland wohnend, einen deutschen zu heiraten, dann sollte man sich ein gewisses dickes Fell anlegen, denn bis es dann endlich zur Heirat kommt,vergehen Monate. Nicht zu fassen? Doch,mir ist es ja selbst so ergangen und genau darum mußte ich im Winter heiraten - und ich war stinksauer auf meine Landsleute.
Wer sich das Schauspiel selbst einmal anschauen möchte, der sollte sich mal einen Tag vor das Generalconsulat in Köln stellen und einfach mal zusehen was da so alles passiert - oder aber auch nicht. Es fängt schon damit an,das man garantiert keinen Parkplatz finden wird der frei ist und man durch diverse Seitenstraßen kurven muß und dann feststellt,das man beinahe verkehrt in eine einbahnstraße gefahren wäre vor lauter Sucherei.Irgendwann hat man dann endlich das Auto geparkt und macht sich nun auf die lange Wanderung in Richtung Consulato Generale.Davor steht dann garantiert ein kleines, rots Auto,an dem man sich diverse italienische Leckereien und sämtliche italienische Kaffeesorten kaufen kann.Ist immer gut besucht,also schön lieb sein und hinten anstellen -ach,und Wartezeit einplanen .
Hat man es dann endlich geschafft,betritt man die heiligen Hallen - bedeutet "Sie befinden sich nun mehr auf italienischem Boden und es gelten dementsprechend auch die italienischen Sitten und Gesetze,e`basta".Was das zu bedeuten hat,merkt man spätestens dann wenn hinter der Eingangstüre nur noch italienisch geredet,nein,wohl eher palavert wird.Mit Händen und Füßen stehen und sitzen sie da,und wenn man es nicht wüßte,dann könnte man meinen das sie sich alle streiten würden.No,no,das ist halt unsere Mentalität und ausserdem soll doch der Gesprächspartner mitbekommen was man ihm wichtiges zu erzählen hat?!
Dann wendet man sich automatisch der Wartezone zu,wo einige Stuhlreihen stehen.Von dort aus warten die italienischen Bürger brav mit der von ihnen gezogenen Wartenummer bis sie aufgerufen werden,dasselbe  Verfahren welches wir hier aus dem Arbeitsamt kennen.Wenn sie Glück haben,dann geht es sehr schnell, was bedeutet sie warten vielleicht eine Stunde.Es kann aber auch "etwas" länger ihre Sitzmuskulatur beanspruchen,weil auch die italienischen Beamten italienisch sind und sich eben sehr gerne unterhalten, und da spielt es einfach keine Rolle wann und mit wem geschweige denn worüber.Da kann es also auch wie in dem Film passieren das man "domani" wiederkommen soll...oder domani,domani....?!
Es ist zwar schon ein paar Jahre her als ich geheiratet habe,aber da gab es noch diesen kleinen Raum in den man hinein mußte,in dem man dann vor einer Panzerglasscheibe stand in dem ein Lautsprecher eingebaut war mit Gegensprechanlage...aber diese Episode habe ich ja bereits erzählt als mir das Missgeschick mit meinem Passaporto passiert ist.
Das italienische Standesamt befindet sich ebenfalls im Generalkonsulat, nur das man dort nicht ganz so lange warten muß.Im Zeitalter des Computers sollte man sich allerdings nicht wundern, das die persönlichen Akten der Italiener noch immer nicht digitalisiert sind,no,no,sie befinden sich noch immer wie in den guten alten Zeiten in Pappmappen eingebettet.Naturalmente zwar nach Familiennamen geordnet,allerdings befinden sich darin sämtliche Dokumente aller Familienmitglieder des selben Namen!!!

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