Von einem unendlichen Liede, zwei Noten, dunkel und stumm. Gehen mir im klopfenden Herzen, deine brennenden Augen um. Max Dauthendey
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Ein stiller Schrei.


Es ist nicht so gekommen, wie erhofft.
Den Rest des Abends habe ich damit verbracht, auf den Fernseher desinteressiert zu starren.
Zwischendruch schaltete ich völlig ab, ohne es zu merken. Ich malte mir wieder zu vie aus, fantasierte.
Ich hätte mir einfach ein Buch schnappen können, tat es jedoch nicht. Dazu fehlte mir die Lust.
Wenn man etwas anfangen möchte, sollte man mit dem Herzen dabei sein.
Gestern fiel es mir schwer mich zu konzentrieren.

Ich fühle mich müde, alleine. Und doch bin ich vollkommen zufrieden. Auch wenn ich alleine bin, es gibt nichts, was mich dazu bringen könnte, mich an einige Menschen wenden, die mich lieben.
Lieber würde ich mitten auf der Straße laufen, und anfangen zu singen.
Ich bin zufrieden, warum fällt es mir so schwer, einmal etwas zu tun, dass es auch zum Ausdruck bringen könnte?
Ich lache oft und viel, aber wenn ich genauer darüber nachdenke, ist es alles nicht ernst gemeint. Ich lache  nicht weil es lustig war, eher ein mechanischer Reflex.
Aber es tut mir gut, auch wenn es nicht vom Herzen kommt.
Als wäre ich ein Mensch ohne Gefühle, sowas gibt es nicht!

Aber ich fühle mich nicht, wie es sein sollte. Ich mache mir Gedanken, warum ich nicht unglücklich sein kann. Oder ganz und gar glücklich, den ganzen Tag mit einem doofen Grinsen durch die Gegend laufen kann.
Zurfrieden ist nichts anderes als dass es nichts gibt, worrüber ich mich aufregen oder freuen kann.
Es ist viel zu still.
Ein stiller Schrei.


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