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Der Tag nach dem 1. Tag


Mir ging es eigentlich ziemlich gut! Der Alkohol vom Vorabend konnte mir nichts anhaben. Aber der Wecker von Thorsten! Im Nachbarzelt! 6 Uhr morgens ein lautstarkes Klingeln eines Weckers störte meinen schlaf. Dieses Klingeln wiederholte sich alle neun Minuten. Nach einer halben Stunde beschloß ich, joggen zu gehen. Nach etlichem Klingeln später hörte Thorsten doch glatt um neun Uhr seinen Wecker, ein Wunder. Für ihn auch: "Warum is mein Handyakku eigentlich leer?" Konnte ich überhaupt nicht verstehen, hoffentlich findet er keine Möglichkeit sein Handy auf zu laden! So nachdem nun alle wach waren Karen und ich schonmal gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Strand. Die Schulklasse lag am heutigen Tag eher faul am Strand rum und war ziemlich fertig. Versteh ich gar nich! :-) Für mich natürlich super! So konnte ich doch glatt nen Surfbrett bekommen. Karen also voller Elan: "Ich bring dir Surfen bei!" Gut gesagt, getan. Erstmal das draufstehen üben. Kein Problem ich stand! Dann kam Karen: "Lena, du bist noch gar nicht ins Wasser gefallen!" Zack und schon wurde mein Surfbrett angehoben und ich lag im Wasser. So nun das Segel hoch holen. Auch geschafft, allerdings dachte Karen das würde nich so schnell gehen. Und schon surfte ich los. Naja, surfen kann man es noch nicht nennen. Mein Surfbrett fuhr halt und das immer weiter von der Küste weg. Mir hat keiner das Zurücksurfen erklärt! Also war ich mit meinem Surfbrett schon recht weit draußen. Alle anderen Anfänger tümpelten immer vor der Küste rum, sind allerdings auch ständig ins Wasser gefallen. Daran lag es vielleicht. Karen kam mir entgegen geschwommen und nahm mir das Surfbrett ab. Ich durfte dann zurückschwimmen, allerdings hatte Axel, nachdem er mich dreimal mit seinem Boot umrundet hatte und immer rief: "Immer schön schwimmen", Erbarmen mit mir und ich durfte im Boot mit zurück fahren!


Das also waren meine ersten Surferfahrungen an dem ersten Tag meiner Surferkarriere :-)


Der Tag ging aber eigentlich ziemlich gut weiter. Die sonne wurde genossen und Marion reiste an. Bzw. sie war am Abend zuvor schon mit dem Kasten Paulaner angereist, den Thorsten kaufen sollte um Unsere zwei Surflehrer auf seine Seite zu ziehen. Allerdings begang er einen schweren Fehler. Der Auftrag war eine Kiste Paulaner Hefeweizen zu kaufen, doch Thorsten kaufte eine Kiste Paulaner hell. Fataler Fehler! Naja, gut also war Marion doch auch schon am Nachmittag am Strand aufgetaucht, nachdem sie mehrere Stunden in Wolgast bei McDonalds verbrachte um zu arbeiten. Denn dort gab es WLan und auf dem Rest der Insel nicht. Zumindest sagte sie das. Naja, Marion als erfahrene Baechurlauberin tauchte doch glatt ohne Badesachen auf, aber ich kannte kein Erbarmen! Schnell ne Badehose besorgt. BH durfte sie anbehalten und ab in die schweine kalte Nordsee. Ach nee, ich war ja an der Ostsee. Irgendwie auch egal. Es war auf alle Fälle ziemlich kalt so ohne Neoprenanzug! Ooooh man hat mich das Überwindung gekostet! Aber was tut man nich alles.


Am frühen Abend begann es dann kurz zu regnen, wir brachen vom Strand auf und gingen in die wunderbaren duschen. Nachdem Duschen beschloßen wir etwas Nahrung zu uns zu nehmen. Schon wieder grillen, ach ne, wir gehen zum Italiener was essen. Gesagt getan, so sind wir zum Italiener bei dem es echt gute Pizza mit allerdings etwas sandigem Ruccula gab. Danach gings weiter zu Björn in die Bar. Abschlußabend der Schulklasse. Ich muss sagen sie waren weniger Trinfreudig wie den Abend zuvor. Ja gut, in den jungen Jahren, da kann man auch nich mehr so auf den Putz hauen! Nichts desto trotz, waren wir diesmal besser dabei. Und das auch ziemlich lange. Axel war nun diesmal ebenfalls mit uns unterwegs. Nur Fahrrad fahren war an diesem Abend nicht mehr so wirklich seine Disziplin. Das wollte er aber nicht wirklich einsehen, naja wer es besser weiß der spürt es halt am nächsten Morgen. So war es dann auch. Denn nachdem wir in Björns Bar raus waren, gings nochmal auf den Campingplatz. Und der Weg vom Campingplatz zu Axel nach hause ist recht weit. Meiner ins Zelt war es gott sei dank nicht mehr. 


So an diesem Abend lernten wir danach, wie eine komplette Klasse um vier Uhr nachts aus ihren Zelten gekrochen kommt. Allerdings hatten wir da nun überhaupt keine Ambitionen dran. Es lag nicht an unserer Lautstärke. Sondern daran, dass zwei ihrer Mitschüler die Zelte abbauten außer die eigenen, vielleicht etwas auffällig?! Naja, die wurden dann einfach noch von anderen abgebaut. Sodass nach circa zwei Minuten alle Zelte am Boden lagen und nach und nach immer mehr aus ihren Zelten kamen. Anstand aber dann einfach in nem abgebauten Zelt noch drei Stunden weiter zu schlafen, bauten alle mühevoll ihre Zelte wieder auf. Ich sag nur wer es brauch. Ich auf alle Fälle nich.


Ins Bett ging es dann als die Sonne aufgegangen war. Ich sag ja immer brave Mädchen gehen im Hellen nach Hause. Wie es sich gehört.

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