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"Was amüsiert dich?", Max starrte mich an.
Ich hörte auf mit kichern.
"Äh ... nichts. Nichts."
Danach schweigen. Quälend lang. 
Worüber reden ...?
"War das vorhin wirklich Darragh?", Fragte ich schließlich und spielte an meinem Armband rum.
Er zögerte.
"Also?", drängelte ich und sah ihn an. Er fuhr schneller.
"Nein.", Sagte er schließlich.
"Warum? Wie kommst du darauf?"
"Weil Darragh kein Vampir ist.", Grummelte er und konzentrierte sich betont ernst auf die Straße.
Ich war verwirrt. Wie meinte er das?
"Darragh ist ein Wolf. Und das merkt man ihm an. Aura und so. Und geruch. Offenbar hatten wir es heute mit einem Vampir zu tun der sich in Darragh verwandelt hat um entweder an Informationen zu kommen oder um aus dem Hinterhalt anzugreifen. Deine Familie hat es durchschaut. Sie werden ihn töten."
Max sprach ernst.
"Warum musste ich dann weg?"
"Weil es ein Warnruf war. Sie planen einen krieg, und deine Eltern wollten dich beschützen."
Ich starrte ihn geschockt an. Krieg?
Und dann fiel mir noch etwas auf.
"Wenn der Vampir der wie Darragh aussah das aussehen von dem echten angenommen hat ... könnte es da nicht möglich sein das der Vampir dieselbe Verbindung zu Darragh hat wie ihr? Das heißt ... Blutsverbunden?"
"Was willst du damit sagen?", seine Stimme veränderte sich.
"Ich will damit sagen ... wenn es nun diese besondere Verbindung von euch zu Darragh auch vom falschen zu richtigen Darragh besteht? Leidet er, leidet der andere. Stirbt er, stirbt der andere."
"Nicht ganz. Sterben wir stirbt nicht er. Aber umgekehrt. Man kann sich mit seinem Blut verbinden, aber er wird deswegen weder geschwächt noch getötet. Er wird nur stärker. Ich nehme an der Vampir muss sich seines Blutes bedient haben."
Ich war verwirrt, fragte aber nicht weiter.
Wir schwiegen weiter und starrten auf die Straße.
"Liebst du deine Frau?", Fragte ich und hätte mich Ohrfeigen können.
Er antwortete nicht. Selbst als ich noch einmal fragte bekam ich keine Antwort. 
Offensichtlich war ich zu weit gegangen.
Nach endlos langer Zeit hielten wir endlich vor einem prunkvollen Laden Namens "Joses."
"Mischung aus Jesus und Moses?"
"Nein ... der Besitzer heißt Jose."
Im Schaufenster waren schöne Kleider zu sehen, welche funkelten. Eines schöner als das andere.
Wir betraten den Laden welcher in Weinrot gehalten war.
Hinten an einem Ständer sah ich Masken in allen Farben und Formen.
Jegliche Art von Mode war hier zu finden. Jeans, T-Shirts, Röcke, Kleider ...
Band-T-shirts. Mir fiel sofort Rammstein ins Auge und ich versuchte hinzurennen. Aber Max zog mich zu den Kleidern. Ich verzog das Gesicht.
"Keine Sorge. Du darfst nachher anziehen was du willst. Ich will dir nur Jose vorstellen.", Murmelte er und hielt auf eine Tür mit der Aufschrift "Privat" zu.
Diese wurde sofort aufgerissen und in der Tür stand ein männliches Supermodel mit hohen Wangenknochen, schwarzen verwuschelten Haaren, grünen Augen und Lederjacke. Er grinste breit und stellte sich betont lässig hin.
"Na sowas. Du lässt dich auch mal wieder Blicken, alter Mann.", Jose' Stimme war tief und hatte etwas düsteres ansich.
"Wen nennst du hier alt?!", Auf diesen Satz folgte eine kleine Schlägerei unter Freunden.
"Was kann ich für dich tun, Maxwell?", Fragte Jose schließlich und starrte mich an.
Ich versuchte zu lächeln.
"Wir wollen heute Abend weggehen. Und brauchen dringend irgendwas zum Anziehen.", Max Augen ruhten ebenfalls auf mir.
"Hey, ich bin ..."
"Catherine, Jasmine. Was ist dir lieber?"
Ich wurde rot.
"Beides.", Murmelte ich verlegen.
"CathJas. Was schwebt dir vor?", er breitete die Arme aus. "Ich habe alles da."
"Ich ... weiß nicht so recht. Es soll eine Art Maskenparty sein , und ..."
"CathJas, willst du auffallen?"
"Bitte? Oh nein, nicht das. Ich will so gut wie möglich in der Menge verschwinden.", Sagte ich hastig.
"Alles klärchen, Bärchen. Pass auf, Maskenparty, Kleid. Schwarz. Mit einer Maske die schlicht mit Federn bestückt ist. Na?"
Ich holte tief Luft. "Klingt gut."
Jose ging zu den Kleidern, suchte mir ein schwarzes Samtkleid, welches mit schwarz weißen Federn geschmückt war, heraus und hielt es mir hin. Es gefiel mir, sehr sogar.
Danach wanderte er weiter zu den Masken und suchte mir eine passende heraus.
"Umziehen. Max, mitkommen, wir suchen dir auch was raus."
Ich verschwand in der Umkleidekabine und zog das Kleid an. Es saß wie angegossen, umspielte meine Hüften, die meiner Meinung nach zu breit waren aber in dem Kleid echt hübsch aussahen. Allgemein fand ich mich darin hübsch, mein einziges Problem war dass das Kleid mich noch blasser wirken ließ als ich sowieso schon war.
Dafür war anscheinend die Maske gedacht. Sie verdeckte den Augenbereich komplett, von meiner Stirn war auch nichts mehr zu sehen. 
Ich trat aus der Kabine und sah mich nach den Jungs um. Sie standen abseits und waren in eine Disskusion vertieft. Deswegen ging ich zu den Schuhen und sah sie mir an.
Mir gefielen die schwarzen Schuhe, welche Schlicht und einfach waren mit einem kleinen Keilabsatz.
"Catherine..." Ich wirbelte herum und stürzte dabei beinahe. Ich stolperte direkt in Maxwells Arme und klammerte mich an ihm fest.
"Mist, wieso muss ich immer ..."
"Du siehst wunderschön aus...", murmelte Max leise und lächelte.
Ich öffnete den Mund und schloss ihn wieder.
Schließlich ließ er mich los und sah mich plötzlich abweisend an.
"Wir nehmen das Kleid. Geh schonmal zur Kasse."
Ich tat wie mir befohlen und ging zur Kasse (nachdem ich mich wieder umgezogen hatte).
Dort stand eine Junge Frau in etwa meinem alter und sah mich lächelnd an.
"Ich hab schon viel von dir gehört", Sagte sie leise während sie das Kleid betrachtete.
"Wie das denn? Ich meine ..."
"Jose. Er ist froh dich endlich mal zu sehen. Und Maxwell scheint auch hin und weg zu sein.", sie grinste breit.
"M-meinst du?"
"Natürlich. Das sieht jeder blinde.", Sie zwinkerte mir zu.
Ich starrte auf das Kleid. Das sah jeder blinde?
Wie denn das? Er war verheiratet, er mied mich körperlich und seelisch, er ... war so fern.
"Bin da. Bezahlt hab ich schon bei Jose. Lass uns gehen.", Max stand neben mir und hielt mir die Tüte mit dem Kleid hin.
Ich nahm sie und blickte die Verkäuferin an. Sie lächelte mich an und nickte mir aufmuntert zu, dann wandte sie sich maxwell zu und verabschiedete sich.
Seufzend verließ ich den Laden und stieg in das Auto.
Schweigend fuhr Max zu dem Haus zurück, stieg ebenso schweigsam aus und ging ins haus. Ich lief hinterher, den Blick starr auf den Boden gerichtet.
In meinem Zimmer zog ich mich um, trug wenig Make Up auf und setzte die maske auf.
"Tarnung ist alles ...", murmelte ich vor mich hin und ging ins Wohnzimmer.
Max lehnte an der Wand, trug ein Schwarzes hemd, eine schwarze jeans und , natürlich, schwarze Nike Schuhe. Seine maske bedeckte nur den Augenbereich, sie war Schmal und weiß und stach heraus.
Ich war hin und weg und so wie er mich anstarrte ging ich davon aus das ich so gehen konnte wie ich war.
Er hielt mir seinen Arm hin und ich hakte mich unter. Zu meiner Überraschung saßen Klara und ihr Mann im Auto und knutschten. Als wir einstiegen unterbrachen sie ihren Speichelaustausch nicht und ich fühlte mich reichlich unwohl.
Max raste mit einer hohen geschwindigkeit über die dunklen Straßen und es kam mir vor wie wenige minuten bis wir das große weiße Haus erreicht hatten. Es war hell erleuchtet und von innen drang laute musik nach außen.
Es war Metal Musik, Death Metal, Heavy Metal. Genau mein Ding. Ich nahm die Musik auf, schloss die Augen und musste lächeln als das Lied "Engel" von "Rammstein" gespielt wurde. Klara zog mich nach drinnen, die Jungs liefen hinterher. Sie stürzte sich sofort ins getümmel und ich musste notgedrungen mit. Wir tanzten ausgelassen, lachten, tranken und feierten einfach nur. Max hielt sich meist an der Bar auf und starrte zu uns herüber, wo Klaras Mann war wusste ich nicht.
Irgendwann war ich zu erschöpft und schleppte mich an die Bar.
Max kicherte.
"Was?", rief ich über die Musik hinweg.
"Du tanzt echt gut!", schrie er zurück.
Ich schüttelte den Kopf und grinste.
Er stand nah bei mir.
Ich nippte an meinem Cocktail und sah den menschen beim feiern zu, als mich ein plötzlicher Schmerz durchfuhr. So aprupt das ich mich knieend am Boden wiederfand. Keuchend atmete ich aus. Der Schmerz schien in meinem ganzen Körper zu sein. Ich versuchte zu schreien aber es kam nie mehr als ein wimmern heraus. Max und Klara waren sofort bei mir, schrieen mich an was mit mir sei und waren panisch.
Der Schmerz nahm zu, er zerfraß mich, es schien wie ein Monster zu sein was sich durch den Körper bohrt.
Ich schrie. Plötzlich konnte ich es, ohrenbetäubend und schrill. 
Ich lag auf dem Rücken und Max beugte sich über mich, versuchte mich zum schweigen zu bringen, redete auf mich ein, aber ich hörte ihn nicht.
Irgendwann war meine Kehle wund, das schreien war unmöglich.
"Max ... mach das es aufhört..", wimmerte ich, und dann sah ich schwarze Punkte die sich vor meinen Augen ausbreiteten.
"Nein ...", war das letzte was ich hörte. Dann war alles leer. dunkel. und kalt. so kalt...

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Kommentare

Himeria - 09.03.2013 01:12
Coole geschichte freu mich schon wenns weiter geht

Kagome [Tb: Jasmine...] - 30.09.2012 19:08
vielen dank (:
ja,ich war bereits mit meinem beiden Brüdern und ein paar guten Freunden auf einer Privat-Metal-Party. Zählt das? :)
Es lief fast genauso ab wie ich es hier geschrieben habe. Keine übliche Disko-Musik oder ähnliches,sondern nur Metal,so wie es sein soll. Die Stimmung war sau gut,vllt. kannst du auch irgendwann mal auf eine Metal-Party. Oder schmeiß doch selbst eine ;D


kris_66 - 24.09.2012 19:39
Echt tolle Story....aber mal echt jetzt, warst du schon mal an einer Metal-party? Wünschte es gäbe so was bei uns...

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