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3. Die verschwundene Katze


 
 
Professor McGonagall war immer noch nicht über den Verlust ihrer Kontaktlinsen hinweg. Deswegen beschloss sie, bei dem Vermieter ihres ehemaligen Strandhäuschens anzurufen, um herauszufinden, ob sie wieder aufgetaucht waren. „Hallo, spreche ich hier mit mit Mr. Hippogreif?" „Ja, aber was wollen sie von mir, ich habe Mittagspause, und zwar den ganzen Tag", dröhnte eine kräftige Stimme aus dem Hörer. Es war Hagrid, wie sie mit Entsetzen begriff, und sie legte schnellstens auf. Seit sie erfahren hatte, dass er Filch's Katze Mrs. Norris gegen eine Wand geworfen hatte, ekelte sie sich vor ihm, und hatte Angst. Ferner wunderte Professor McGonagall sich darüber, dass Hagrid sich ein Strandhäuschen an der Nordsee leisten konnte.
 
„Dumbledore, ich muss sie etwas fragen." „Was gibt es denn, Professor McGonagall, haben sie etwa schon wieder im Unterricht jemanden verprügelt?" „Nein, aber ich wollte sie fragen, warum Hagrid seit neuestem ein eigenes Strandhäuschen besitzt. Woher hat er das Geld dafür?" Professor Dumbledore fing an, zu grinsen. „Naja, ich habe Hagrid das Geld dafür gegeben und er hat mir versprochen, nie mehr Filch's Katze zu quälen oder versuchen, sie umzubringen." „Na, hoffentlich hält er sich dran", sagte Professor McGonagall und verließ Dumbledore's Büro mit wackeligem Gang, da sie schon seit mehreren Stunden alles andere als nüchtern war. Doch einen klaren Kopf hatte sie noch, und sie fragte sich, ob Hagrid etwas in seinem Häuschen versteckte, da sie keine Ahnung hatte, was er sonst damit anstellen würde, zumal er immer gesagt hatte, dass er die Nordsee verabscheue. 
 
Gegen Abend erhärtete sich ihr Verdacht, dass etwas nicht stimmte. Filch hatte Mrs. Norris als vermisst gemeldet, da sie von ihrem Jagdspaziergang nicht zurückgekommen war. Schon seit Stunden war sie weg, doch kein Schüler schien sie gesehen zu haben, was entweder daran lag, dass sie wirklich verschwunden war, oder es schlicht und einfach niemanden interessierte, was mit der Katze des ungeliebten Schulhausmeisters passiert war. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, hatten sich alle Lehrer, ausgenommen Hagrid, zum Kaffeekränzchen um 19:00 versammelt. „Das ist ja ein richtiger Kriminalfall", rief Professor Flitwick empört. „Jetzt bewahren sie mal die Ruhe", entgegnete Professor Snape. „Sie wissen ja noch nichtmal, ob jemand etwas kriminelles mit ihr gemacht hat!" „Sie aber auch nicht, Professor Snape, und wenn das Viech an ihren Pfannkuchen gestorben ist, dann war's das mit ihrem blöden Unternehmen!", entgegnete Dumbledore. „Was bilden sie sich eigentlich ein, sie Muggel?!", rief Snape wütend. „Wagen sie es nicht, mir etwas zu unterstellen, wenn sie selbst nicht mal wissen, was wirklich passiert ist!" „Jetzt beruhigt euch doch mal", sagte Professor Sprout schmatzend. „Probiert doch lieber mal diese Erdbeer-Torte, die schmeckt ja wie die von vorgestern!" „Das ist auch die von vorgestern!", rief Dumbledore. „Die mit den Maden und den Würmern!" Professor Sprout schaute ihn entsetzt an und fing dann an zu kotzen. „War doch nur ein Scherz, da sind keine Maden und Würmer drin!" Dumbledore lachte und nahm sich einen von Snape's Pfannkuchen. „Die waren auch schonmal besser", sagte er, und spuckte ihn wieder aus. „Sie ekelhaftes Schwein", sagte Snape. „Wieso sind sie in ihrem Alter überhaupt Schulleiter geworden?!" „Fragen sie doch die Maus, die weiß das bestimmt!", schrie Dumbledore und warf den ganzen Tisch um. Es dauerte ein paar Minuten, bis er sich wieder eingekriegt hatte.
 
Nachdem die Lehrer jeden erdenklichen Ort auf dem Gelände von Hogwarts abgesucht hatten, standen sie schließlich vor Hagrid's Hütte. Sie war leer, doch auf dem Tisch lag ein Zettel mit roter Schrift. Es war Ketchup. „Was steht da?", fragte Professor Flitwick neugierig. „Da steht, dass Hagrid Mrs. Norris entführt hat und sie an der Nordsee ertränken will", sagte Dumbledore. „Das kann er doch nicht machen!" Professor McGonagall war außer sich. Und schließlich einigte man sich, dass sie zu Hagrid's Strandhäuschen am Meer fahren sollte.
 
Als sie vor seiner Tür stand, war alles still. „Hagrid, mach sofort die Tür auf, und lass Filch's Katze frei!" Sie klopfte viele Male an die Tür, und endlich öffnete jemand. „Wo ist Mrs. Norris?", fragte Professor McGonagall. „Da drin", sagte Hagrid und zeigte ihr eine Tüte. „zum hier essen oder mitnehmen?" „Sie ekelhafter Mensch, sehe ich so aus, als ob ich tote Katzen esse?" „Heißt das etwa, sie essen lebende Katzen?" „Nein, ich esse überhaupt keine Katzen!", schrie sie, riss Hagrid die Tüte mit dem Leichnam von Mrs. Norris aus der Hand und kehrte in das Schloss zurück. Den ganzen Weg hatte sie die Tüte nicht geöffnet, da sie den Anblick nicht ertragen würde. „Hallo Professor McGonagall", was haben sie schönes mitgebracht?", fragte Professor Dumbledore belustigt, als sie in das Schloss trat. „Dumbledore, Mrs. Norris ist tot", flüsterte sie mit tränenerstickter Stimme und gab ihm die Tüte. „Nicht so voreilig", sagte er. „Das muss ich erst testen!" Er holte die tote Katze raus und biss herzhaft hinein. „Bäh, das ist ja Stoff!" Angewidert warf er die „falsche Katze an Professor McGonall's Kopf. „Heißt das etwa, Hagrid hat uns verarscht?!", schrie sie empört. „Ja, das hat er!", rief Professor Snape wütend. „Wir haben eine ganze Suchaktion durchgeführt, und was hat es gebracht?!" „Nichts", sagte Professor Flitwick verbittert. „Wir alle sind, ohne es zu wissen, einem blöden Kuscheltier hinterhergerannt. Alles war für die Katz!" In diesem Augenblick klapperte es hinter ihnen. Mrs. Norris war wieder aufgetaucht, und scheinbar hatte  ihr jemand eine Dose am Schwanz befestigt. „So ist's brav", sagte Filch, welcher in diesem Augenblick aus einer Ecke kam. „Wenn du weiter so machst, dann kann ich dich meine schweren Putzmittel schleppen lassen." Auf einmal blieb sie stehen. „Verdammt, die Batterie ist alle", fluchte er und die Lehrer waren erleichtert, dass es nur eine Plastik-Katze war, die er da gerade quälte. „Ey, Filch, du Spielzeug-Sadist!", brüllte eine laute Stimme. Es war Hagrid. „Ich habe deine blöde Katze gefunden!" Mit voller Wucht warf er Mrs. Norris in Filch's Gesicht, worauf sich dieser mit seiner Katze wütend verdrückte. Es war jetzt fast 23:00 und die Lehrer konnten sich endlich schlafen legen. Doch eines war gewiss: Der morgige Tag würde in keinster Weise harmonisch sein.
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