Haribos Leben

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Schreiben ist leicht. Man muß nur die falschen Wörter weglassen.

zu Tode betrübt


Gestern kam meine Teamleiterin und forderte meine Kollegin am Schreibtisch gegenüber und mich auf, "mal mitzukommen", unsere große Chefin will mit uns sprechen.

Das erste, was einem durch den Kopf geht: Mist, irgendein Kunde hat sich beschwert, weil wir Mist verzapft haben und müssen wir Rede und Antwort stehen.
Den Gedanken habe ich gleich wieder verworfen. Kollegin und ich bearbeiten unterschiedliche Kunden, wir hätten in so einem Fall also nicht beide antanzen müssen.

Mit so einem ähnlichen Einfall verwarf ich auch den Gedanken, dass wir jetzt gekündigt werden. Zum einen kriegen wir nen Haufen neuer Kunden in die Geschäftsstelle, da werden sie wohl kaum die "alten Hasen" rausschmeißen. Zum anderen würde sie uns nicht zu zweit zu sich beordern, wenn es wirklich um ne Entlassung gegangen wäre.

Nachdem ich diese beiden Gedanken also erfolgreich verworfen hatte, war ich etwas beruhigter.
Trotzdem blieb da eine gewisse "Restangst" und Ungewissheit.

Mit dem, was dann kam, hätte ich aber selbst in meinen kühnsten Träumen nicht gerechnet:
Zur Entlastung unserer Teamleiterin will sie uns beide einem anderen Team zuordnen. Der "Umzug" findet dann nächste Woche Donnerstag statt. Danke für Ihre Aufmerksamkeit, dann können wir das ja jetzt in ihrem alten und neuen Team verkünden.

Klatsch - völlig unvorbereitet traf mich der kalte Lappen im Gesicht!

Es hätte sicherlich schlimmer kommen können.
Es gibt gewisse Leute, mit denen hätte ich nicht zusammenarbeiten wollen. So gesehen hat es mich wohl noch ganz gut getroffen.
Die Kollegen im neuen Team kann ich nicht beurteilen, die meisten sind noch relativ neu. Und außer "Hallo" und "Tschüss" gab es bisher keine allzugroße Kommunikation zwischen uns.

Der Witz an der Sache ist: Entlastung hat meine scheidende Teamleiterin dadurch kein bisschen. Unsere Kunden laufen mehr oder weniger von selbst. Die eigentlichen "Problem-Kunden", die behält sie - und hat weiterhin die Arbeit und den Stress mit denen.

Und dann kriegt man noch gesagt, man soll nicht so ein Gesicht ziehen. Scheidende Teamleiterin hatte ja auch nicht wirklich ein Mitspracherecht.
Entschuldigung, dass ich nicht vor Freude dauerhaft an der Decke klebe. Aber das Ganze fühlt sich an wie die Höchststrafe für ein Schwerverbrechen!
Und ich weiß nicht einmal, was ich verbrochen haben soll...

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Kommentare

songlight - 22.07.2013 18:48
Das ist ja doof. Kann völlig verstehen, dass du da sauer bist. Hoffe hast dich dennoch gut eingelebt im neuen Team. viele Grüße, songlight.

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