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Einleitung


Mein (Ex) Freund und ich haben uns im Dezember 2010 im Internet kennen gelernt, kurz nachdem ich aus einer sehr emotionalen, aber turbulenten Beziehung gekommen bin. Ihr könnt euch bestimmt denken, dass ich dadurch nicht die Trennung durchlebt, sondern verdrängt habe - was sich später noch als fataler Fehler erweisen wird.

Als ich nun 2 mal knapp 400 Kilometer zu ihm gefahren bin, nahm er seine 7 Sachen und zog bei mir ein. Ich muss dazu sagen, ich war fast insgesamt 2 Monate bei ihm.
Nun ja, da war er nun. Ich hatte zu meinem Ex einen recht freundschaftlichen Kontakt und sagte auch zu meinem Freund, er wäre ein Kumpel. Später beichtete ich ihm, dass es sich bei diesem guten Kumpel um mein Ex handelte. Er war geschockt, einerseits von der Lüge und andererseits weil er nicht fassen konnte, dass ich zu so jemanden noch Kontakt habe, der mir so viel angetan hatte. Ich verheimlichte ihm den Kontakt. Und dann kam es nach einem Streit zu einem Treffen mit dem Ex. Scheiße. Viele Emotionen, weil wir uns lange nicht gesehen hatten, viele Emotionen, weil ich ja so sauer auf mein Freund war, dieses Verständnis von meinem Ex und diese wertvollen Gespräche, die wir schon in unserer Beziehung hatten, dieser verflixte Whisky...und dann ist es passiert.
Am nächsten Tag erzählte ich es meinem Freund und nach langem Hin-und her gab er mir eine Chance. Dadurch wusste ich, was ich wollte. Er musste mich wirklich lieben, denn nur dann kann man versuchen, es zu verzeihen.
Ich brach den Kontakt zu meinem Ex ab. Womit der wiederum nicht klar kam. Er lauerte uns auf und verprügelte meinen Freund. Anzeigen folgten und der Kontakt war weiterhin auf Eis gelegt. So lebten wir nun eine Weile, mehr oder minder glücklich, weil das Misstrauen meines Freundes verständlicherweise nie ganz weg ging – oder künstlich hoch gepuscht wurde.
Ich musste immer für ein paar Tage zu meiner krebskranken Mama :'(. Nein, ich musste nicht, ich wollte – logischerweise. Sie war meine beste Freundin, alles was ich hatte. Als ich mich voller Trauer und Hoffnung, dass sie den Krebs überleben würde, um sie kümmerte und Zeit mit ihr verbrachte, unterstellte er mir jedes mal, ich sei mit meinen alten Freunden unterwegs. So machte er mir und meiner Mama unsere letzten Tage auch ziemlich kaputt, weil ich immer damit zu tun hatte, ihn irgendwie vom Gegenteil zu überzeugen. In der Zeit suchte ich dann auch wieder Kontakt zu meinem Ex, ich hatte ihm mittlerweile verziehen, was er getan hatte. Auch wenn es nach wie vor der größte Mist war. Aber ich wusste, er WAR einfach nur blind vor Liebe. Er half mir durch etliche Gespräche etwas aus der Trauer um Mama. Bis sie dann im Februar verstarb. Ich war bei ihr, die ganze Zeit. Habe sie bei ihrem Ableben begleitet, ihr die Hand gehalten und mit ihr geredet. Auch wenn sie geschlafen bzw. beim Sterben war. Mein Freund konnte aus beruflichen Gründen nicht an meiner Seite sein, d.h. Man hätte es vielleicht einrichten können, wenn man geahnt hätte, dass sie so plötzlich verstirbt. Ich rief mein Ex an, er kam eine Stunde später um einfach nur da zu sein. Vor ein paar Wochen erzählte ich ihm, dass wir wieder Kontakt haben. Und schon war die komplette Eifersucht wieder da. Aber ich hatte niemanden, mit dem ich reden konnte, außer meinem Ex. Mein Freund sagte zwar immer in Zeiten, in der wir uns verstanden, dass er für mich da ist. Aber wenn ich mal etwas mies drauf war, bezog er es immer auf sich. Wir stritten. Zu der ganzen Trauer kam auch noch der Unverständnis meines Freundes dazu. Es ist/war schrecklich. Dadurch entwickelte ich eine ruhende Wut gegenüber meinem Freund. Ich baute eine emotionale Mauer auf, genau wie er durch seine Eifersucht.
Natürlich hat auch er Fehler, mit denen ich nur schwer leben kann. Aber ich würde es tun, wenn er es nur ein wenig einschränken würde. Aus Liebe. Und ich habe auch noch weitere Fehler, abgesehen von dem Kontakt zu meinem Ex.

Ich weiß nicht, wie wir aus diesem Teufelskreis raus kommen sollen. Oder ob wir überhaupt raus kommen können.
Ich würde so gern, dass er mir wieder vertraut. Der Seitensprung vor einem Jahr war ein riesen Fehler. Aber ich kann sagen und machen, was ich will...

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