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Dekadenz der Liebe


Dekadenz der Liebe


Suizid des Herzens


Ein liebendes Herz: Es schlägt schneller und stärker, als jedes andere. Mit jeder Kontraktion pumpt es das Leben selbst durch unsere Adern. Nicht mehr nur des Überlebens wegen, sondern wegen diesem einen Gefühl. Diesem einen unerklärlichen, nicht-greifbaren Gefühl.
Erreicht dieses Gefühl kein anderes Herz, oder wird zurückgewiesen, verliert es sich mit der Zeit. Die Stimme, die das Herz zu diesem Marathonlauf angetrieben hat, verstummt und es kehrt (auch wenn es vielleicht eine Weile dauert) zu seinem normalen Rhytmus zurück.
Doch manchmal ist das Gefühl zu stark und die Stimme wird grundlos lauter und lauter. Irgendwann kann das Herz dem nicht mehr Folge leisten und mit jedem seiner Schläge ist ein stechender Schmerz verbunden. Wenn es unerträglich wird, stellt das Herz seine Arbeit ein und verweigert jeden weiteren Gehorsam. Von da an ist es nutzlos. Von da an beginnt es zu sterben und reißt seinen Träger mit in den Abgrund.

Denn ein Leben mit einem toten Herzen ist leer, und nicht mehr wert gelebt zu werden.

Es ist das Risiko, das jeder eingeht, der zulässt, dass sein Herz zu lieben beginnt. Das Risiko, dass das Herz stirbt, als Preis dafür, dass es das Leben fühlen wollte.



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Der innere Antrieb


Entscheidungen werden gefällt: Jeder Tag, jeder Moment, jeder Augenblick beginnt mit einer neuen. Wenn wir handeln, wenn wir wählen, geschieht es oft instinktiv. Unbewusst. Und manchmal zerbrechen wir uns stundenlang den Kopf über Dinge, an denen es nichts zu rütteln gibt. Weil die Entscheidung schon längst getroffen, weil der Entschluss schon längst gefasst ist.
Denn obwohl man uns immer wieder versucht einzureden, der Verstand hätte ein gewisses Mitspracherecht, ist es letztendlich das Herz, das stechende Gefühl unter der Brust, das unsere Schritte lenkt...

Es zwingt uns, die verrücktesten Dinge zu tun.
Und dabei ist es ganz egal, ob wir uns am Abend Wein oder Kaffee einschenken, es spielt keine Rolle, ob wir mit dem rechten oder dem linken Fuß aufstehen, und es ist absolut gleich, ob wir das Haus mit einem zornigen Blick oder einem Lächeln auf den Lippen verlassen.


Denn jede Liebe, ob erwidert oder nicht, ist schön.

[morbus!]


Es ist schön, dass so etwas wie Liebe existiert, dass wir sie überhaupt empfinden können in dieser kalten Welt mit all dem Hass in den Köpfen der Menschen.
Solange wir lieben, haben wir ein Ziel vor Augen; das Licht in einem dunklen Raum und die kleine Flamme in einer Wüste aus Eis, die tapfer weiterbrennt und einfach nicht elöschen will.

"I wanna stand with you on a mountain,
I wanna dive with you in the sea"




Auch wenn schwere Zeiten bevorstehen und der Kummer uns zu Boden reißt, haben wir einen Grund, wieder aufzustehen. Denn irgendwo dort draußen, unter den sechs Milliarden Menschen, gibt es einen einzigen, für den es sich lohnt zu kämpfen, für den es sich lohnt, in einer ganz besonderen Nacht des Jahres kleine und große Plakate an graue Wände in alten Hinterhöfen zu kleben, oder unter einem vernebelten Vollmondhimmel einen Lärmschutzwall zu "bomben".

Denn nichts ist umsonst.

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Kommentare

........................ - 03.04.2007 17:57
Es ist einfach wunderschön und inspirierend. Es sind so viele Gedanken, die mir gerade durch dem Kopf gehen und manchmal ist es sehr schwer, alles in Worte zu fassen.

lethe - 05.02.2007 01:16
Leider ist es manchmal das Herz das die Entscheidungen für uns fällt. Nur mit dem Verstand wäre einiges einfacher (aber sicher auch lanweiliger).

Drifters [Tb: Way to Heartland] - 04.02.2007 13:55
Ka[rma]?^^

morbus! [Tb: out of mind] - 04.02.2007 13:52
ich weiß auch nicht, siebter sinn vielleicht? :D [besonders, da ich eigentlich erst gerade den pc angemacht habe und als erstes auf eurer seite hier gelandet bin].

Drifters [Tb: Way to Heartland] - 04.02.2007 13:51
Ja, wir tun unser bestes, um in nächster Zeit mehr von uns hören zu lassen. Hast du eigentlich sone Art sechsten Sinn für neue Einträge? Ist ja direkt gruselig, wie schnell du immer zur Stelle bist. [klumpen]

morbus! [Tb: out of mind] - 04.02.2007 13:46
schön, sehr schön, beide texte. [allerdings: erwidert ohne ie :D] könntet ihr nicht ein bisschen mehr schreiben, damit man das gefühl wiederfindet? [dafür, was gesagt wurde, was man gedacht hat und was noch kommen mag? .] ich mag den gedanken, dass nichts umsonst ist, - ich werde ihn heute den ganzen tag ausprobieren.

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