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Es ging schief, was schief gehen konnte.


Am 28. Januar 2000, ich war damals 15, hatte ich es nach zahllosen Versuchen endlich geschafft! Ich war mit Janette, damals 14, zusammengekommen. Seit dem wurde dieser Tag Jahr für Jahr gefeiert. Unsere Freunde waren geschlossen der Meinung, dass wir eines Tages heiraten werden, wir überwanden viele Krisen, stritten uns oft und schafften es doch immer wieder rechtzeitig, uns wieder zu fangen und zu versöhnen.


Zu Beginn des neuen Jahres hatte ich die Schnauze voll und kam auf die völlig bekloppte Idee, mich nach fast 7 Jahren von ihr zu trennen. Eigentlich gab es dafür keine Gründe, es waren viel mehr immer wieder kehrende Lappalien, die mich dazu drängten, etwas zu tun, was ich heute unzweifelhaft bitter bereue.


Die ersten 2 Tage fand ich nicht wirklich toll, aber es war doch ein recht „befreites Gefühl“, zu wissen, dass man nun, nach siebenjähriger Bindung, endlich mal alle Freiheiten des Singledaseins in vollen Zügen genießen darf. Was ich nicht auf etwaige „One-Night-Stands“ oder vergleichbare Aktionen beziehe, welche im Übrigen bis heute nicht stattfanden, auch wenn es einige Leute gibt, die anderer Meinung sind. Viel mehr ging es darum unbeschwert Spaß mit Freunden zu haben, viel und lange zu feiern, ohne sich am nächsten Tag anhören zu müssen, dass man außer „saufen“ keine Interessen mehr hätte.


Weitere Tage vergingen und das anfänglich so berauschende Freiheitsgefühl wich der Gewissheit, dass man in Zukunft keine geregelten Abläufe mehr hatte. Sonntags bestellte ich Pizza, oder fraß Fast Food von Mc. Donald und Burger King, statt wie gewohnt zum gemeinsamen Lieblingsitaliener zu fahren. Auch musste ich mir langsam klar darüber werden, dass sich niemand mehr dafür interessiert, was ich den Tag über gemach habe und wie es mir geht. Niemand interessierte sich mehr wirklich für mich, (abgesehen von Höflichkeitsfragen der Freunde, a ´la „wie geht´s“).


Mir wurde also langsam aber sicher klar, dass es falsch war, schluss zu machen. Die Einsicht kam spät, -aber besser spät als nie-. Ich schrieb ihr also eine SMS, in der ich ihr erklären wollte, dass man manchmal erst merkt, wie sehr man an einem Menschen hängt, wenn man ihn nicht mehr hat... –Keine Reaktion-


Also entschloss ich mich vergangenen Mittwoch dazu, übers Internet Blumen zu bestellen, welche am Freitag Nachmittag geliefert werden sollten, da sie auf meine SMS nicht reagierte und ich nicht wusste, ob sie mich nun einfach „zappeln“ lassen wollte, oder vielleicht einfach kein Interesse mehr an mir hatte. Die Blumen wurden tatsächlich Freitags Nachmittags geliefert, dumm war nur, dass ich Freitags abends erfuhr, dass Donnerstags ihre Oma gestorben war. Für Janette war ihre Oma Alles! Nicht schlimm genug, dass ich mich Anfang des Jahres von ihr trennte, jetzt starb auch noch ihre über alles geliebte Oma... Ich Idiot schicke einen Tag später einen Blumenstrauß, mit der Bitte mir zu verzeihen! Ich schrieb eine 2. SMS, in der ich ihr schrieb, dass ich immer für sie da bin, ihr gerne zur Seite stehe, unabhängig davon, ob sie noch Interesse an mir als Freund hat oder nicht. –Keine Reaktion-
Gestern rief ich an, sie ging nicht dran, ich weiß nicht, ob ich am Mittwoch auf die Beerdigung ihrer Oma gehen soll, ob ich ihr damit helfe, oder ob sie mich nun hasst und somit auch nicht möchte, dass ich auf die Beerdigung komme...


Ich liebe sie so sehr und hätte sie so gerne zurück! Freut sie sich, wenn ich sie bei der Beerdigung tröste, oder will sie mich nicht sehen? –Ich weiß es nicht-


 

Fortsetzung folgt...

Kommentare

Dominik84 [Tb: Mein Leben, meine Probleme und ich] - 31.01.2007 17:44
Also ich war bei ihrem Vater auf der Arbeit und habe mit ihm gesprochen. Er sagte, sie kam nur sehr schwer über unsere Trennung hinweg. Dass so kurz danach auch noch die Oma starb wäre schon sehr hart für Janette gewesen. Ich bat ihn darum, Janette auszurichten, sie solle sich doch bitte bei mir melden. Ausgerichtet hat ihr Vater das bestimmt, gemeldet hat sie sich jedoch nicht...
Ich war nicht auf der Beerdigung. Vielleicht war das feige, vielleicht aber auch das Beste, was ich in dieser Situation noch tun konnte.
Ich werde mein Tagebuch (und natürlich Euch) auf dem Laufenden halten.
Liebe Grüße.


glasfan1 - 31.01.2007 17:27
schwierig also ich würde warten bis sie sich meldet. ob die beerdigung der richtige ort für ein wiedersehen???ist??? hattest du zu ihren eltern guten kontakt. wenn ja ruf die doch mal an wünsche beileid und erkundige dich über sie. vielleicht sagen die dir was ihre tochter denkt. andeutungen??

Kezia - 30.01.2007 15:27
Hmmm. Ist echt nicht so leicht, aber ich glaub ich würd schon auf die Beerdigung gehn. Immerhin ward ihr ja sieben Jahre zusammen, euch verbindet dann bestimmt ne Menge miteinander und ich vermute einfach mal, dass du der ihr am nächsten stehende Mensch bist. Selbst wenn sie keine Gefühle mehr für dicht haben SOLLTE (was ich mir aber eigentlich anhand der von dir geschilderten Tatsachen eher nicht denken kann) glaub ich, dass es ihr helfen würde, wenn du da bist. An deiner Stelle würd ich hin gehen.
Lg, Kezia


sweetbug - 29.01.2007 03:59
hmh schwierig, also wenn ich in der situation wäre das meine oma gestorben wäre, und mein freund mit mir schluss gemacht hätte, un der dann auf der beerdigung aufkreuzt, es kommt drauf an ob sie noch Gefühle für Dich hegt, einerseits könnte sie es so auffassen als wärst du nur so gekommen um sie zu sehen um sie zurück´zubekommen, andererseits könnte sie sehen, das du wirklich bei ihr sein wirst egal wie ob als "Mann" oder als Freund, es ist eine eingefahrene Situation und ich weiß ehrlich nicht wie ich dir da helfen könnte. aber ich hoffe ich habe es verständlich rübergebracht was ich meine . liebe grüsse sendet dir sweetbug

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