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30.03.2013, 14.50 Uhr


Hallo liebe Leser!

Mit Recht darf ich diese Anrede verwenden, da ich gesehen habe, dass mein erster Text nicht ignoriert wurde! Ich möchte umbedingt erwähnen, dass egal was ich schreibe, ich schreibe es nicht, weil ich auf der Suche nach Mitleid bin. Wissen Sie, ich bin ein ehemaliges Heimkind. Und eines können Sie mir glauben: als Heimkind kriegt man mehr als genug Mitleid. Nein, darum geht es mir wirklich nicht. Ich denke einfach, dass es niemandem schadet, seine Gedanken der Welt preiszugeben. Insbesondere, wenn man mit niemandem darüber spricht, was einem auf dem Herzen liegt.

Wie ich bereits erwähnte, wohne ich alleine. Im Heim ist man 24h umgeben von immer mindestens acht bis vierundzwanzig Menschen. Somit war mir klar, dass ich danach umbedingt alleine wohnen möchte. Doch nun wohne ich schon zwei Jahre alleine, und mit Schrecken durfte ich feststellen, dass es gar nicht das Paradies ist, dass ich mir erhofft hatte.

Ich bin zwar erst seit zehn Monaten mit meinem Freund zusammen, aber wir sind ein Team. Wir sind nicht das Paar dass Herz-Ketten um den Hals trägt. Nein, wir sind das Paar, dass gemeinsam einen Pokerabend startet. Wir sind das Paar, dass an einem verregneten sonntag zusammen im Bett liegt und Rätsel löst. Wir sind wie beste Freunde.

Er wird in kürze mit mir zusammenziehen, das heisst, sobald wir eine Wohnung gefunden haben. Alle fragen mich, ob ich mir sicher sei, ob mir denn nicht bewusst sei, dass er bestimmt nicht der sein wird, der die Wäsche wäscht oder beim Einkauf ans Toilettenpapier denkt. 

Doch, das alles ist mir bewusst. Ich weiss, dass ich mehr am Haushalt teilhaben werde als er. Das ist aber nicht der Grund, warum ich mit ihm zusammenziehen will. Ich bin eine gute Hausfrau, um den Müll rauszutragen brauche ich keinen Mann an meiner Seite. 

Ich will mit ihm zusammenziehen, weil ich seit zwei Jahren nach Hause komme, und mich keiner fragt, wie mein Tag war. Es gibt niemand, der mit mir zu Abend isst. Keiner nimmt mich in den Arm, wenn ich traurig bin. Wenn ich krank bin, habe ich niemanden der mich pflegt und wenn ich vor meinen Hausarbeiten sitze, habe ich niemanden der mir hilft. Ich habe niemanden der mich abfragt, niemanden der mich morgens vor dem Verschlafen bewahrt oder mich daran erinnert, meine Agenda einzupacken.

Ich brauche meinen Freund nicht, um den Müll rauszutragen oder eine Birne auszuwechseln, das kann ich auch gut alleine. Ich brauche meinen Freund an meiner Seite, weil er mich ermutigt und mir Kraft gibt, wenn ich sie nicht mehr aufbringen kann. 

Ich hoffe, ich habe jung wie alt einwenig zum nachdenken gebracht!

In Liebe,

Cle0patRa

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Kommentare

LordSamedi [Tb: Die dämonische Lilie] - 30.03.2013 18:23
Auch diesen Eintrag fand ich sehr schön :)
Teile alle deine Meinungen, besonders die mit dem Zusammenziehen mit deinem Freund. Ich hoffe, dass es dir dann besser geht :)

Auch gefällt mir es, wie du die Beziehung zu deinem Freund beschreibst. erinnert mich an mich und meinen besten Freund. Wünsche euch beiden alles Gute :)

LG
Sayuri


sputney - 30.03.2013 18:22
Hallo ein schöner Text:) Und ganz sicher sein, ob es wirklich ewig klappt, kann man doch nie, von daher machst du schon das Richtige. Schöne Ostern. LG sputney

sputney - 30.03.2013 18:20
Hallo ein schöner Text:) Und ganz sicher sein, ob es wirklich ewig klappt, kann man doch nie, von daher machst du schon das Richtige. Schöne Ostern. LG sputney

awtwahl [Tb: arnowa 2013] - 30.03.2013 17:02
kannst sehr gerne bei mir mitlesen ! Tschau à bientot !

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