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Kapitel 7


Kapitel 7


 


 


„Kleid aus Rosen“ – Subway to Sally


 


Ein gutes Mädchen lief einst fort,
verließ der Kindheit schönen Ort;
verließ die Eltern und sogar
den Mann, dem sie versprochen war.
Vor einer Haus da blieb sie stehn,
darinnen war ein Mann zu sehn
der Bilder stach in nackte Haut,
da rief das gute Mädchen laut:
Meister, Meister gib mir Rosen,
Rosen auf mein weißes Kleid,
stech die Blumen in den bloßen
unberührten Mädchenleib.
"Diese Rosen kosten Blut",
sprach der Meister sanft und gut,
"enden früh dein junges Leben,
will dir lieber keine geben."
Doch das Mädchen war vernarrt,
hat auf Knien ausgeharrt
bis er nicht mehr widerstand
und die Nadeln nahm zur Hand.
Meister, Meister gib mir Rosen ...
Und aus seinen tiefen Stichen
wuchsen Blätter, wuchsen Blüten,
wuchsen unbekannte Schmerzen
in dem jungen Mädchenherzen.
Später hat man sie gesehn,
einsam an den Wassern stehn.
Niemals hat man je erfahr´n,
welchen Preis der Meister nahm.
Meister, Meister gib mir Rosen ...


 


 


1.12.2002 – Alexanders Sicht


4 Tage waren wir jetzt in Amerika, Kassandra verbrachte viel Zeit mit Andrew Danyel und ich unterhielt mich gerne mit ihrem Dad. Er war wirklich sehr nett, man merkte, dass Kassandra ihn liebte und er auch Kassandra. Mandy und Andrew liebte ihr Dad natürlich auch und übrigens: ICH liebe Kassandra auch. Nicht dass das falsch verstanden wird. Es ist wunderschön in Amerika, hier werde ich öfter her kommen, hoffe ich und denke ich. Solang ich Kassandra nicht verliere, kann ich ja mal wieder mitkommen, wenn sie ihren Dad besucht. Ich hoffe nur, dass das ihren Dad nichts ausmacht, irgendwann muss er ja dann auf 3 „Kinder“ aufpassen, auf seine zwei eigenen – und auf mich – auf Kassandras Freund.


 


1.12.2002 – Kassandras Sicht


Alex und ich waren seit 4 Tagen bei Dad. Alex verstand sich wunderbar mit Dad und ich liebte den kleinen Andrew, er war soo süß, wirklich! Mal sehen, wie Andrew später ist, vielleicht können Alex und ich ja noch miterleben wenn Andrew eigene Kinder bekommt? Das wäre sicher schön. Mandy ist eine tolle Mutter, ohne Frage. Viel lieber würde ich bei Dad und Mandy wohnen, als zu Hause, bei Mum. Doch ich weiß, dass es nicht geht – allein wegen Alex geht es nicht. Die Eltern von Alex würden es zwar vielleicht verstehen können, wenn Alex mit mir nach Amerika zu meinem Dad ziehen würde, aber erlauben würden sie es sicher nicht. Sie wollen ihr Kind ja auch nicht einfach so nach Amerika lassen, zu dem Vater und der neuen Frau seiner Freundin. Mal ein paar Tage Urlaub sind ja nicht schlimm. Trotzdem, auch zu Hause bin ich glücklich – mit Alex, weil ich ihn liebe.


 


6.12.2002 – Alexanders Sicht


Wir waren immer noch in Amerika, seit 9 Tagen und heute ist Nikolaus. Ich meine, Kassi und ich glauben ja nicht mehr an den Nikolaus, aber der kleine Andrew wird später bestimmt dran glauben. Kassandra war den ganzen Morgen schon in ihrem Zimmer, was sie da wohl tat? Ich hatte als Geschenk für sie die CD von Subway to Sally gekauft. Sie liebt Subway to Sally – ich auch übrigens. Bald fliegen Kassandra und ich wieder zurück, leider. Es ist wirklich schön hier und ihre Familie ist total nett. Ihr Dad macht super Witze und redet gerne mit mir, der kleine Andrew ist sowieso total süß, ihre Mutter kenne ich ja leider nicht, aber wegen dem was Kassi mir erzählt hat, will ich sie gar nicht kennen lernen glaub ich. Mandy gehört ja nur indirekt zu Kassandras Familie – trotzdem, sie ist auch nett. In Amerika ist es wirklich schön, Kassandra kennt sich hier schon ziemlich gut aus. Irgendwann nehme ich Kassi auch mit nach Spanien, falls ich jemals wieder nach Spanien komme, es war ja auch 8 Jahre her, als ich letztes Mal in Spanien war. Leise hörte ich aus Kassandras Zimmer „Narben“ von Subway to Sally. Langsam ging ich auf die Tür zu, sanft klopfte ich an: „Kassi? Darf ich rein?“ Ich hörte ein rascheln hinter der Tür „Moment Schatz“ nuschelte Kassandra leise und nach 5 Minuten ging die Tür auf. Es sah wunderschön aus – die Kerzen leuchteten, alles war mit Rosen geschmückt. Leise lief „Kleid aus Rosen“ im Hintergrund. Ich umarmte Kassandra als erstes, dann gab ich ihr die CD von Subway to Sally. Glücklich strahlte sie mich an „Schaaaaatz, danke! Ich liebe Subway to Sally!“ Sie sprang vom Bett und umarmte mich stürmisch. „Merkt man“, grinste ich und lächelte sie an. Dann setzten wir uns aufs Bett und überlegten was wir ihrem Dad zu Weihnachten kaufen könnten. Wir beschlossen, zu Hause in die Stadt zu fahren und gemeinsam etwas zu kaufen – was wussten wir noch nicht. Für den kleinen Andrew hatte Kassandra schon ein Geschenk: Einen kleinen Teddybär, auf dem Ich liebe dich stand. Total süß!


 


6.12.2002 – Kassandras Sicht


Morgen fahren wir wieder zurück, leider. Den ganzen Morgen saß ich in meinem Zimmer und hörte Subway to Sally. Mal sehen, was Alex mir zu Nikolaus schenken würde. Ich grinste vor mich hin, bereitete alles vor, damit Alex reinkommen konnte. Doch schon klopfte er an der Tür, aber 5 Minuten musste er noch warten. Als er ins Zimmer kam staunte er nicht schlecht: Ich hatte überall Kerzen und Rosen aufgestellt, im Hintergrund lief gerade „Kleid aus Rosen“ und es duftete herrlich. Alex umarmte mich und gab mir glücklich sein Geschenk: DIE CD VON SUBWAY TO SALLY! Total fröhlich umarmte ich ihn. Dann setzten wir uns aufs Bett und überlegten, was wir Daddy schenken könnten, zu Weihnachten. Wir wussten nichts – ich sowieso nicht. Für Nikolaus hatte ich ihm eine Flasche Sekt gekauft und für Andrew einen Bär auf dem „Ich liebe dich“ stand. Mandy bekam von mir eine Packung Pralinen. Ich liebe diese Familie, wenn ich groß bin ziehe ich mit Alex nach Amerika – ganz sicher.


 


24.12.2002 – Alexanders Sicht


Weihnachten…Seit 7.12. waren wir wieder zu Hause. Kassandra und ich haben in der Stadt eine CD von Saltatio Mortis für ihren Vater gekauft, er liebt Saltatio Mortis, für Mandy haben wir eine CD mit ihren Lieblingsliedern gebastelt und Andrew kriegt ein Kissen auf dem ein Foto von ihm ist und drunter steht „Wir lieben dich Andrew!“. Für ihre Mutter hat Kassandra nichts gekauft, sie hat ein Foto von ihr eingerahmt und es ihr auf den Schreibtisch gestellt. Meiner Mutter habe ich eine grüne Blumenvase gekauft und meinem Vater ein neues Hemd. Heute Abend konnten wir leider nicht zusammen feiern – mein Vater war total dagegen, wenn irgendjemand an Weihnachten bei uns war rastete er aus. Selbst wenn es meine Freundin war und zu Kassandra konnte ich auch nicht, weil mein Vater sonst auch sauer gewesen wäre. Dann musste Kassi ganz allein Weihnachten feiern, wie langweilig. Ihre Mutter kümmerte sich ja nicht um sie, leider.


 


24.12.2002 – Kassandras


„Hurra – Weihnachten“ sagte ich leise und schaute auf den Boden. Er würde langweilig werden – wie jedes Jahr. Mum würde sich vor dem Computer verkriechen und Gedichte schreiben und ich würde in meinem Zimmer sitzen, Musik hören…ja, doch diesmal war etwas anders: Ich würde dabei an Alex denken, an meinen Freund, an meine große Liebe, an meinen ersten richtigen Freund! Das war irgendwas besonderes, auch wenn Alex am „Fest der Liebe“ nicht bei mir sein könnte. Er war als würde ein Feuerwerk im Himmel sein. Nachts um 11 rief Kassandra bei Alex an: „Du Schatz? Ich bins, wollte dir nur kurz was sagen: Frohe Weihnachten…und ich liebe dich“ flüsterte sie in ihr Handy. Alex schien sich zu freuen denn er antwortete: „Maus! Schön von dir zu hören. Ich lieb dich auch, unendlich! Frohe Weihnachten, Schlaf gut“ und schon hatte er wieder aufgelegt. Plötzlich klopfte es an der Tür und unter der Tür wurde ein weißes Blatt ins Zimmer geschoben:


„Hallo Kassandra. Bitte sag nichts, lies einfach:


Kassandra, mein Mädchen,


es tut mir Leid,


Gerade jetzt um diese Zeit, sollte ich sein bei dir,


doch ich bin immer nur hier.


 


Frohe Weihnachten wünsch ich dir,


sei glücklich und versuch es zu schaffen mit mir.


Ich habe nie Zeit für dich,


trotzdem mein Mädchen, ich liebe dich“


Sprachlos schaute Kassandra auf das Blatt in ihrer Hand: Ein Gedicht – von ihrer Mutter.


 


31.12.2002 – Alexanders Sicht


Das Feuerwerk blitze und blinkte über unseren Köpfen. Ich stand hier, mit Kassandra im Arm, vor ihrem Haus. Ihre Mutter war drinnen und meine Eltern hatten keine Lust auf so einen „Kinderkram“ wie sie sagten. Auch gut, dann war er eben allein mit Kassandra – das war sowieso viel schöner. Oben am Himmel formte sich gerade aus den Funken ein rotes Herz. Kassandra lächelte mich an „Hast du gesehn Schatz? Das war für dich!“ Sie grinste und küsste mich. „Ich liebe dich Alex, ich liebe dich“ murmelte sie leise und kuschelte sich näher an mich. Mittlerweile war er 2 Uhr, doch uns war es egal. Wir setzten uns auf den Boden und wärmten uns gegenseitig. Wir würden sitzen bleiben, sitzen bleiben bis alles ganz still sein würde, warten bis er Morgen werden würde. Es war die Nacht, unsere Nacht.


 


31.12.2002 – Kassandras Sicht


Glücklich schaute ich in den Himmel: Alles blinkte und blitzte bunt. Alex stand neben mir, mein Alex, vor unserem Haus. Mum war im Haus – wie immer an ihrem Computer und die Eltern von Alex hatten keine Lust auf Feuerwerk. Schön – dann waren Alex und ich halt allein! Plötzlich formte sich oben am Himmel ein rotes Herz. Ich lächelte Alex an: „Hast du das gesehen Schatz? Das war für dich!“ Ich grinste ihn an und küsste Alex. „Ich liebe dich Alex, ich liebe dich“ murmelte ich leise und kuschelte mich ganz nah an ihn. Es war schon 2 Uhr und ziemlich kalt geworden – doch es war uns egal. Wir setzten uns auf Boden und wärmten uns. Wir wollten sitzen bleiben, bis alles ruhig war. Es war die Nacht, unsere Nacht.


 


 


1.11.2003 – Alexanders Sicht


Kassandra ist 15!!! 15, wow. Bald sind wir 18 – beide. Dann ziehen wir nach Amerika, zu Andrew, Mandy und Joe! Das ist unser großer Traum. Kassandra wünscht sich eine große Villa, 3 Kinder, einen Hund, 2 Pferde usw. Ich wünsche mir auch 3 Kinder und eine Villa, ein Hund ist auch gut – aber was soll ICH mit Pferden? Ich grinste, bei dem Gedanken, dass ich auf einem Pferd sitzen würde – gerade ICH! Wenn die Zeit so schnell vergeht…dann bin ich ja bald 16. Wie cool! In einem Jahr ist Kassandra auch 16 und Andrew ist bald 1 Jahr alt. Klasse! Ich liebe Kassandra über alles und sie mich auch und Andrew lieben wir auch, er ist unser kleiner Adoptivsohn. Naja, natürlich nicht – er gehört ja Joe und Mandy – aber wir lieben ihn!


 


1.11.2003 – Kassandras Sicht


Mein Geburtstag! Ich bin 15, endlich genauso alt wie mein Schatz! Aber leider nicht lange, bald ist Alex schon wieder 16! Mal sehen, wie lange wir noch zusammen bleiben können – hoffentlich lange. Ich will mit Alex in eine große Villa ziehen – in Amerika! Bei Dad, Mandy und Andrew. Ich wünsche mir 3 Kinder, einen kleinen süßen Hund und 2 Pferde. Ich liebe es, zu reiten – leider im Gegensatz zu Alex. Er kann überhaupt nicht reiten und will deshalb auch keine Pferde. Aber irgendwann werde ich ihn überreden, das weiß ich.


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