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Rainbow Bridge


Im Moment liegt ein Schatten auf meinem jungen Glück.

Ich glaube Bonny ist sehr krank - sie will kaum noch mit mir spazieren gehen, frisst ganz schlecht und muss ganz viel Medizin nehmen, die sie aber garnicht will.

Mama nimmt Bonny mit ins Büro, sie hat mir erklärt : Balou, du musst jetzt tapfer sein und diese Woch alleine auf´s Haus aufpassen. Bonny kommt mit mir ins Büro, sie hat Wasser in der Lunge und braucht ganz viel Ruhe.
Ich bin nicht gerne allein, aber ich will tapfer sein. Gott-sei-Dank hat dann mein Papa nach zwei Tagen Urlaub bekommen und Bonny konnte dann auch zu Hause bleiben. Er hat aufgepasst und mit mir geschimpft, wenn ich zu wild war und Bonny sich aufgeregt hat.

Dann musste Bonny wieder zum Tierarzt, weil ein neues Röntgenbild gemacht werden sollte, um zu sehen ob das Wasser aus der Lunge raus ist. Als meine Leute mit Bonny wieder kamen, wusste ich gleich das etwas nicht stimmt. Mama hatte ganz verheulte Augen. Sie hat mich in den Arm genommen und gesagt : Wir müssen jetzt ganz stark sein. Ich darf nicht weinen.
Bonny hatte einen Lungentumor, der schon über die Hälfte des Lungenvolumens eingenommen hatte. Ich habe das nicht genau verstanden. Bonny ging es schon sehr schlecht - sie ist nur noch runter in den Garten gelaufen, spazieren wollte sie nicht.

Als ich Samstag morgen wach wurde, bin ich zu Bonny ins Bett gekrabbelt. Sie hat mir etwas gesagt, was ich da aber noch nicht verstand : Kleiner Balou, ich habe Dir jetzt alles gezeigt, was ich Dir in der kurzen Zeit mit auf den Weg geben konnte. Ich habe 9 wundervolle Jahre mit unserer Mama verbringen dürfen, sie hat alles für mich getan und mir immer Ihre ganze Liebe geschenkt. Sie ist ein wundervoller Mensch. Ich bin alt und sehr krank, es wird Zeit, dass ich über die Regenbogen-Brücke zu meinen Eltern gehe. Pass Du nun immer genauso gut auf unsere Mama auf, wie ich es getan habe. Versprich mir das!

Ich habe es ihr versprochen, aber ich habe nicht verstanden wo sie hin will und warum sie weg muss ...

Mama ist dann mit Bonny zu ihrer Mutter und ihrer Oma gefahren - verabschieden hat sie gesagt. Sie weint jetzt doch sehr viel. Mein Patenonkel ist dann auch noch gekommen - auch er weint.

Dann nehmen Sie Bonnys Bett und gehen mit ihr weg - ich habe Angst, was ist denn bloß los. Nach rd einer Stunde kommt Mama wieder - ohne Bonny.

Sie läuft ins Schlafzimmer und setzt sich auf den Boden - sie weint so sehr ... sie braucht mich, das spüre ich. Ich gehe zu ihr hin und lege mich ganz nah an sie.

Sie nimmt mich in die Arme und flüstert mir ins Ohr : wir habe Bonny freigelassen ... in unseren Herzen lebt sie weiter ... sie hat nur ihren kranken Körper verlassen.




Ich werde mein Versprechen halten und immer gut auf meine Mama aufpassen, so wie Bonny es immer getan hat. Danke Bonny für die Zeit, die wir hatten !

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