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Der erste Tag


01.05.2013

 

Lange hatte ich vor, ein Tagebuch zu schreiben. Denke jetzt ist die perfekte Zeit damit anzufangen. Ich weiss nicht in welche Richtung das gehen wird, ob ich alles veröffentliche, jeden Tag schreibe oder vielleicht nur wenige Gedanken notiere. In vielen vielen Jahren wird es ein schöner Rückblick.

 

Da ich im Moment limitiert bin, was Internet angeht, werde ich die Texte offline schreiben und bei Gelegenheit hier reinbringen.

 

Der Anfang ist der schwerste. Mir ist nicht klar, wo ich anfangen sollte, da ich im Moment auch ziemlich vieles im Kopf habe und nicht weiss, welchen Gedanken ich Vorrang gewähren sollte. Ich werde all das was war und vorgefallen ist einfach in meiner Erinnerung lassen und ab dem 01.05.2013 schreiben.

 

Es war schwer, die Tür zum letzten mal zu schließen. Doch es war Zeit, ich selbst habe es langsam verstanden, dass es für mich das einzige vernünftige ist, zu gehen. Der Ort war wie mein Heim, doch am Ende fühlte ich mich wie in einer Kammer, an die ich zum Schluss keine gute Erinnerung habe. Ich habe mich gefragt was mich erwartet, wenn ich ankomme. Die ganze Fahrt über war ich ruhiger als sonst, es war eine Leere. Sehr überrascht war ich, als ich angekommen bin. So viele positive Reaktionen von so vielen Leuten, jeder hat sich gut entwickelt und das freut mich. Ich trat auch mit den Leuten aus der GAWN in Kontakt und wer hätte es gedacht, selbst Pascal, dem ich vor 18 Monaten einige Sorgen im Leben bereitet hab, sagte "lass vergessen was war, oh Gott, wir müssen uns demnächst alle treffen". Und er hat Recht. Meine Hoffnung ist, dass die Leute reifer geworden sind. So viele Leute habe ich vermisst und mir wurde klar, was ich eigentlich alles verloren habe in meiner Abwesenheit doch nun zum Glück wieder habe. Auch das Lächeln meiner Mutter und Schwester. Viele wunderschöne Gefühle kamen hoch, ich war Daheim, räumte die Sachen ein, die gleich gewaschen und gebügelt wurden. Die Luft hier, die Stimmung, als wäre ich heute hier aufgewacht nach den 2 Jahren. Es war richtig zu gehen, selbst wenn es mir sehr schwer fiel. Doch eines wurde mir klar. Ich bin nicht allein. Ich bin stark. Und ich fing an mich an die Situation zu gewöhnen und diese zu akzeptieren. Aus dem Grund lasse ich auch die Bilder von mir und meiner verlorenen Liebe hier im Wohnzimmer stehen. Meine Schwester hat auch viele Bilder mit unseren Namen gezeichnet. Sie frägt mich immer nach ihr, was mich doch traurig macht und leider habe ich kein "Hello Kitty" für sie da. Doch bald kriegt es, endlich von mir.

 

Mich freut es zu sehen, wie meine Familie neben mir ist und mit meinem Vater und all den anderen nehme ich nun regelmäßig Kontakt auf. Letztens war es noch geplant, dass ich mit meiner geliebten Person hinfahre, ich bin mir jedoch sicher, dass sie mich dort auch alleine oder mit meine Mutter und Schwester dort sehr erwarten. Ich war sehr traurig Abends und habe lange mit meiner Familie und davor mit vielen Personen gesprochen, geschrieben.. alles erzählt. Nicht so, wie es jeder früher von mir kannte. Ich habe die Kälte weggelassen, ich habe jedem von meinen Fehlern erzählt, aus denen ich vieles gelernt habe. Ohne etwas zu verheimlichen. Sehr verwundert war ich über das Feedback von all den Leuten .. es hat mich stolz gemacht und mir Kraft gegeben. Eines wurde mir dadurch klar für die Zukunft. Man kann nicht verlieren, wenn man die Fehler in sich sieht, sie zugibt und akzeptiert, auch bereut, sie verbessert, sich 100 %ige Mühe gibt für die Zukunft, alles versucht. Wenn das Schicksal oder die Person gegenüber nicht mitspielt, dann soll es nicht so sein. Doch ich hätte dann gewonnen, da ich alles getan habe und der alte Mensch bin, der vermisst wurde. Ich habe mit 18 Jahren damals etwas geschafft, was keiner je konnte. Und noch mehr. Ich würde dafür sorgen, nie so zu sein wie ich in einer Stadt, die meine Heimat war aber gleichzeitig der Heim meiner schlimmsten Zeit als Person.

 

An diesem Tag hatte ich trotzdem Tränen in mir, ich war gut darin, kalt zu sein und mich zu verstellen, in eine andere Person zu wechseln. Doch dieses mal konnte ich es nicht, die Gefühle haben mich doch überwältigt. Es ist normal. Doch ich versuchte mich zu beherrschen, da ich wusste, dass es morgen in der Früh direkt losgeht, mit dem neuen Lebensabschnitt. An diesem Tag, da ich kurz online sein konnte, war ich glücklich da so viele Leute die Wahrheit von mir gehört haben und es nicht glauben konnten, was ich alles zugebe, nicht vergebe, bereue und mein Leben auf die Beine bringen will. Wie ich mich verändert habe. Ich war wohl schon immer so. Habe es aber nie gezeigt oder einfach nicht erzählt früher, wenn etwas vorgefallen ist. Auch ihre Eltern hatten Recht .. ich war so ruhig immer, was man nicht gewohnt ist. Selten hatte ich Lebenslust gezeigt, viel zu selten. Früher war ich doch voller Energie und war gierig nach Erfolg. Nur ich möchte mich nicht mehr verstellen oder etwas vebergen vor Leuten, die sich um mich kümmern und für mich interessieren. Auch nicht mehr zurücksehen und nachlaufen. Ich finde es ist für alle besser, wenn ich nach vorne sehe und der Mensch werde, der alles richtig machen konnte früher. Gierig nach dem Sieg. Ich wusste, dass der erste Schritt in wenigen Stunden beginnt. Und für den ersten Abend hier, war es ein guter Tag. Auch, obwohl ich ein Lächeln einer Person dauerhaft vor mir habe, mich immer umdrehe und merke, dass die Person aus meinem Leben weg ist. Doch ich werde kämpfen. Das Leben ist noch lange und ich weiss, was ich vermissen würde, wenn ich nicht um das kämpfe, was ich liebe.

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Kommentare

awtwahl [Tb: arnowa 2013] - 03.05.2013 17:41
also ich habe nochmals durchgelesen : wenn Du in eine andere Person wechselst dann nimm mich mit und ich nehme auch etwas kleingeld mit (smile) !

awtwahl [Tb: arnowa 2013] - 03.05.2013 16:53
ein schoenes wochenende fuer dich !

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