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Fluss der Ewigkeit


Ich schalte den Fernseher ein und sehe, was die breite Masse sehen will. Es ist Mord. Es ist Blut es ist Totschlag. Es ist Kitsch. Es ist eintoenig. ... Ich schalte das Radio ein und mir kommen die Traenen. Werbungen von allem was von dem und dem empfohlen wird ohne darauf zu achten, dass es noch andere Aspekte gibt. Gearbeitet wird überall mit Tricks und dem Hintergedanken der bewussten Manipulation. ... Ich schlage den Zeichenblock auf und in mir regt sich die Aggression. Ich zuecke mein Heft und knalle meinen Stift in die Ecke. Hat mich diese Welt tatsächlich meiner Inspiration beraubt? Besteht meine Welt aus vergleichsweise billigen und qualitativ minderwertigen Zigaretten? Und ebenso mieserablem Alkohol? Und Drogen? Von dem ich wie ich nur kann alle drei Aspekte boykottiere?! Aus Menschen, die im e.i.g.e.n.e.n. Land stolz darauf sind die Sprache der ueberhand nehmenden Ausländern zu koennen? ... Es ist tiefe Nacht und versuche herauszufinden, wo ich bin. Warum ich bin... Mein Hals toetet mich beinahe und es sieht so aus, als haette ich leicht Fieber... In meinem Kopf schwirren die wirrsten Gedanken. Angefangen auf alles zu verzichten, worauf sich meiner einer gefreut hat. Wozu auch die angehende Convention zaehlt. Ich frage mich, warum ich immer noch abhaengig von anderen Menschen bin, die ich eigentlich hasse... Und noch mehr frage ich mich, aus welchem Grund ich meine Traeume habe fallen lassen. Ich wollte einst ein guter Mensch, vielmehr ein gutes Wesen werden. Das Bild, das ich gerne darstellen wuerde ist nicht das, was dem tatsaechlichen Ich entspricht. Ich frage mich, warum heutzutage jeder Vollidiot ein Superstar werden kann. Warum wird die gleichgeschlechtliche Liebe so abgewehrt, warum ist man in den Augen der Eltern mit einem Male fremd bzw. befremdlich? Warum wird Intoleranz so hoch gefeiert und warum will man andere fuer Unentschlossenheit verurteilen und hinrichten? Sollte es nicht normal sein, wenn man nicht zu sich selbst finden kann, weil einem diese einengende Welt genau das nimmt, Hilfe, Unterstuetzung und Verstaendnis zu bekommen? ... In welcher Welt bin ich nur? In der Sport das Austricksen der Schiedsrichter bedeutet, Sportsgeist ueber das Verlieren als Versagen zu denken und sich aufzuregen. In der ein Prophet als verrückt erklärt wird und im Wiederspruch dazu die halbe Welt von einem spricht und ihn verehrt und von einem Gott berichtet und dies dann als Religion betitelt wird, bloß weil es mehr als einer sind? Und sobald einer Gott gesehen haben will, ist er wieder verrückt, was zeigt, dass niemand wirklich daran glaubt. ... In welcher Welt bin ich, in der der Profit mehr zaehlt, als das Leben eines dreckigen, grunzenden, gackernden oder fiependen Lebewesens? ... Was ist geworden aus meinen Traeumen als ich ein kleines Kind war? Traeume von fliegenden Pferden. Mir in der Zukunft als Polizistin auf der Straße, als Friedensbringerin? Was ist geworden aus den Jugendtraeumen? In der ich eine Schriftstellerin bin? Oder eine Tieraerztin. Oder eine junge Frau auf der Buehne, die mit ihren Texten die Welt beruehrt... ... Und dem letzten, hohlen >Traum<... Zu Square Enix zu gehen und an einem Final Fantasy mitzuarbeiten... Im Endeffekt bin ich uebrig als Huelle... Die nur noch fuer ausgewaehlte Personen lebt... ... Nur... Bin ich die Einzige, die in diesem Dilemma so zerfaellt? Manchmal denke ich, dem ist tatsaechlich so... Und dass ich laengst vereinsamt bin... Und in meiner jetzigen Daseinsform. Aus Fleisch und Blut. Mit einem Herz, das nur mehr aus Gewohnheit schlaegt. Schon lange nicht mehr bin. Schon lange tot bin. Verfault von innen. ... In mir kriechen bestimmt schon Maden. Und die Fliegen fliegen auf mich. ... Ich fuehle mich wie eine Muecke, die auf einem dieser gottverdammten Gelsenstecker hockt und dort langsam und qualvoll verendet. Und es ist alles meine eigene Schuld, weil ich mich dort nicht herausholen kann, zum Teil sicher auch, weil ich es nicht will. Weil die Angst vor Veraenderungen noch zu groß ist. ... Manchmal spreche ich mit jemandem, der mir erzaehlt, dass mein Glueck nie von Dauer sein wird und dass ich wahrscheinlich auf Ewig wandeln werde, bis ich das Gras von einer anderen Perspektive aus wachsen sehen kann. Ich bin nicht ganz gewillt dem zu glauben. Aber eine Luege... Ist es bestimmt auch nicht zur Gaenze.
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Kommentare

awtwahl [Tb: ARNOWA33] - 11.07.2010 10:09
ein klein wenig optimismus kann NIE schaden, aber gut
geschrieben hast DU das. LG und schoenen sonntag


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