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Traumscherben


Bevor das Klingeln los geht, sind da diese Bilder, Bruchstücke, Spiegelscherben, die noch im Kopf stecken.

Ich ziehe sie heraus und falle aus dem Bett. Wenn die Scherben zerbrechen, werden auch die Bilder undeutlich. Genaugenommen sind nur noch zwei übrig geblieben, die ich nicht ganz los werden kann. Wenn die Scherben nicht ganz verschwinden, so werden sie hoffentlich bald blind. Möglichst bald. Es kommen immer wieder neue dazu und ich weiß gar nicht, weshalb.

Es gibt viel zu tun für mich. Das ist gut so. Ich bringe gerade Ordnung in meine Umgebung, Ordnung in meine Schrift, dann bitte also auch Ordnung in den Kopf, wie es sich gehört. Bestimmt ist es das ganze nach Innen Schauen, was mir im Moment diese Scherbenbilder vorsetzt, die so unangenehm in meinem Köpfchen stecken.

Wenn beide Hände zusammengeschlagen werden, so entsteht ein Ton. Lausche auf den Ton der einen Hand.

So sieht es wohl aus. Fangen wir nun also an, Koans zu zitieren? Tja, es passt wohl. Ich kann mich nicht sehen, wenn ich mich stumpf vor einen Spiegel stelle, weil ich zu angestrengt dort hinein sehe.
Ich kann auch keinen Weg sehen, wenn ich die ganze Zeit damit beschäftigt bin, einen zu suchen. Und vielleicht sind da auch nur diese Scherbensplitter noch übrig, weil ich daran denke, dass sie da sind.
Manchmal, wenn ich so vor mich hin suche, dann komme ich mir selbst ganz lächerlich vor.

Es gibt da doch noch etwas, das du trotz allem sehr gut kannst.

Atmen.

Ganz genau.

Hm. Dann sollte ich es wohl erst einmal damit versuchen....





~Aalto
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