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Hausdämonen und ein kurzes Selbstportrait


Bevor ich zu den Dämonen komme, fange ich mal mit meinem eigenen Wahnsinn an. Ohne Wahnsinn keine Dämonen. Da sehe ich ohnehin keinen Unterschied, was auch immer andere darüber sagen mögen.

Aya bezeichnet mich als "auf eine liebenswürdige Art und Weise verrückt". Damit ist nicht niedlich verrückt oder exzentrisch gemeint, sondern irgendetwas anderes. Etwas, das sie zum Glück an mir mag, sonst wäre mein Leben viel weniger komisch.
So suche ich immer nach größeren Zusammenhängen, rede mit Dingen, mit denen man vielleicht normalerweise nicht redet und rede auch in Situationen, in denen man besser mal schweigen sollte.
Ich versuche, Gedanken Ausdruck zu verleihen, die ich selbst nicht verstehe und scheitere somit andauernd an meinen eigenen Ansprüchen.

Und es hat lange gedauert, bis ich mit mir selbst einigermaßen ins Gleichgewicht gekommen bin.
Das, was davor kam, war eine sehr schwierige Zeit, in der sich mein Geist immer weiter ausdehnte und immer fordernder wurde und mein Körper sich darunter zusehends auflöste.

Und andauernd dachte ich, das wäre ungewöhnlich. Meine persönlichen Dämonen sind ja nun größten Teils gezähmt und manchmal sogar nützlich. Ab und an fühle ich mich auch gefährlich nahe am Abgrund, aber ich habe aufgehört, mir darüber Sorgen zu machen. Das heißt, ich sorge mich nicht mehr,dass etwas passiert, ich kümmere mich nur um Beherrschung. Also etwas, das jedem zu eigen sein sollte. Genauso, wie auch jeder seinen eigenen Abgrund hat.

Wie bin ich nur darauf gekommen, dass ich die einzige mit solchen Dämonen und Abgründen sein soll?
Jeder hat so seine Dämonen. Seine eigenen Ängste, seinen eigenen Wahnsinn. Muss ja nicht immer etwas Schlechtes sein. Ich rede jetzt nicht von den Leuten, die meinen, mit ihrer inneren Marodiertheit hausieren gehen zu müssen, die nehmen ihre Dämonen bloß an eine lange Leine und lassen sie ihre Freunde beißen. Ich glaube, sehr viele Menschen müssen sich an dem einen oder anderen Punkt mit sich selbst auseinander setzen und lernen,mit sich selbst umzugehen.
Das ist viel schwieriger als den Umgang mit anderen zu erlernen.

Wie ein Uhrwerk
Wie ein Buch
Ich kann die Schrift meist nur verstehen
Wenn jemand sie vorliest.

Ich weiß nicht, wie alle anderen so ticken. Manchmal darf ich einen kleinen Blick riskieren, der natürlich sorgsam für mich ausgewählt wird. Aber kaum ein Uhrwerk läuft rund. Das sollte man nie vergessen, besonders dann nicht, wenn man sich vom Leben überfordert fühlt.





~Aalto

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Kommentare

awtwahl [Tb: arnowa 2013] - 15.12.2010 17:46
wie immer : guter text ! und sondergruss an den hund
denn der versteht dich sowieso.............!


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