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Die andere Seite


Ich kann von mir behaupten, dass mein Übergang ins neue Jahr wortwörtlich zum Kotzen war.
Tja...
Meine erste Amtshandlung als Mensch des Jahres 2009 war, ins Badezimmer zu stürzen und mich erst einmal herzhaft zu übergeben. Unfreiwillig. Ich hatte vom Käsefondue meiner Eltern gekostet. Keine gute Idee.

Mein vielleicht wichtigster Vorsatz für dieses Jahr ist, Silvester ab sofort zu ignorieren. Nicht, weil mir die ganze Nacht speiübel war, sondern weil ich es noch nie gemocht hatte.
Was soll das ganze?  Es ist eine schlechte Zeit zum Feiern und ich habe absolut keinen Grund, euphorisch nach Vorne zu schauen.

Letztes Jahr, nein, inzwischen sogar vorletzes Jahr Silvester, war ich noch auf einer Party. Und hätte ebensogut auf einer einsamen Insel stehen können. Ich gehöre dort nicht hin und jedes Silvester flüstert diese böse Stimme in meinem Kopf, wie es im nächsten Jahr aussehen wird.
Und das Traurige ist, sie hat Recht. "Warte noch ein wenig ab" hat sie gesagt "die Uhr tickt und du weißt, dass diese Zeit bald vorbei ist"
Natürlich hatte sie Recht. Das hat nichts mit einer selbsterfüllenden Prophezeihung zu tun. Es ist eher wie die Äußerung, es würde bald ein Gewitter geben, weil man die schwarzen Wolkentürme sieht und die Luft knistern hört.

Mir ist zu dieser Zeit einfach nicht nach Feiern. War es noch nie.
Also werde ich es in Zukunft einfach ganz bleiben lassen.
Silber ist jetzt sauer auf mich, weil ich ihr zu vage abgesagt habe. Sie wollte mit mir auf eine Silvesterparty gehen und ich wusste nicht so recht, wie ich ihr am besten meine Abneigung zu derartigen Unterfangen verdeutliche.
Ich hatte einfach unglaublich miese Laune, als sie mit mir telefoniert hatte. Ich habe ihr das inzwischen auch geschrieben und mich entschuldigt, aber ich fürchte, sie ist nun ziemlich verärgert.

Ich habe gerade das Bedürfnis, so allein wie nur irgend möglich zu sein. In einem kleinen Häuschen, das vollgestopft ist mit Büchern. Und Feder und Tinte sollte auch vorhanden sein. Dann kann mir jeglicher soziale Kontakt erstmal gestohlen bleiben und ich gebe mich ganz meinen Träumereien hin. Schade, dass das nicht funktioniert.

Alles viel zu laut und viel zu bunt. Ich hasse die Menschen. Ich brauche doch nur ein wenig Ruhe. Das ist alles.
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