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Draw me


Wenn auch ein wenig taumelnd, so kann ich morgen doch wieder rausgehen.

Blessed with an Eye
to see things like they are


Ich habe einen Stift gefunden... Zur Hand genommen, was auch immer. Ich habe jedenfalls wieder angefangen. Mit einem überaus schwierigen, doch höchst interessanten Gesicht.

will you draw me?

Es ist nun anderthalb Jahre her, dass ich zuletzt ernsthaft gezeichnet habe. Ernsthaft jemanden gezeichnet habe.
Diesmal bin ich vorichtig, unschuldig. Kein naiver Blick aus großen Rehaugen. Nur ein Stift, mit dem ich jedes Detail erforsche. Einfach nur das Gesicht nachvollziehen.

Ich zeichne ganz distanziert. Im Inneren bereitet mir der Vorgang Freude und ich finde eine gewisse Erfüllung darin. Doch ich halte mich von meinem Motiv gänzlich fern. Ich komme auf einer Seite ganz nah, denn durch den Stift wahre ich die kleinstmögliche Distanz.
Dennoch bin ich so weit fort, dass ich in Sicherheit bin.
Diesmal ist das Zeichnen... Harmlos.

For I think I'm like you
would you draw me?


Schließlich habe ich erkant, wie schmerzhaft es ist, sich an sein Motiv zu binden. Wenn ich jemanden zeichne, so kann das etwas sehr Persönliches sein.
Über den Stift kann ich ganz zarte, feste Bande knüpfen, die sich sehr unangenehm um den Körper wickeln können.
Diese Erfahrung war schmerzvoll genug. Ich halte nun großen Abstand zu meinem Motiv. Nur über den Stift bin ich ganz nahe, doch ich bleibe weit genug entfernt, um meinen Fesseln zu entgehen. Bloß eine Zeichnung. Nicht weiter.
Nur ein kleines, intensives Bild.

Auf dem Papier...


~Aalto
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Kommentare

*Lily* - 18.12.2008 21:47
Ich kann mir ganz gut vorstellen, dass es persönlich ist, jemanden zu zeichnen...je nachdem, wie man vorallem zu dieser Person steht, die man zeichnet. Wie geht´s eigentlich Kasimir?
Schön, dass es dir besser geht. Wünsch dir einen schönen Abend!


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