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Vom Fallen und Fliegen


Immer noch der gleiche Wunsch nach einem gleichwertigen Menschen, mit dem ich mich kurzschließen kann. Nun ja, nur weil ich ihn bestellt habe, muss er ja nicht gleich -plumps- vom Himmel fallen. Vielleicht muss ich einfach ein wenig länger warten...? Wer weiß.

Überhaupt bin für das Fallen eher ich verantwortlich. So ist das nun mal. Darüber möchte ich nun ein wenig schreiben. Fallen...

Zumindest bin ich recht gut darin, im Fallen. Ich falle aus dem Rahmen, aus der Reihe, ins Gewicht.
Doch niemals jemandem in den Rücken. Das liegt einfach außerhalb meiner Natur. So war es jedenfalls bisher immer.
Wieder mal in Anlehnung an ein kleines Gedicht, diesmal Bodenski. Ich falle und falle. Ich falle auch im Alltag. Doch da falle ich im Regelfall nur um, weil mein Kreislauf nicht immer das tut, was er soll.

Manchmal träume ich noch davon, wie es ist, zu fliegen, statt zu fallen. Dabei... Ist es doch im Grunde das Gleiche.
Wenn ich falle und falle... Und meine Arme dabei ausbreite- Dann ist es doch wie fliegen. Wenn ich dabei noch meine Augen schließe und mir vorstelle, dass die Welt unter mir vorbeigleitet, anstatt nur immer schneller auf mich zu zu rasen... Dann muss das ein unglaublich schönes Gefühl sein. Ich sollte es versuchen.

"Fallen um zu fliegen... Dreh dich nicht um, wenn du nicht willst, dass man dich sieht."

"Das Rad"... So geht es doch immer weiter. Jeder Tag ist wie der vorherige und doch irgendwie anders.
Fallen um zu Fliegen. Vielleicht hört mein Kummer dort auf? Ich bin kein unglücklicher Mensch, nur manchmal frisst eine gewisse Trauer an mir. Da weine ich meinem Flügel hinterher. Weil ich bisher immer glaubte, mit nur einem Flügel nie wieder fliegen zu können.
Doch das alles passierte vielleicht nur, weil ich mich viel zu sehr an allem festgehalten habe.
Nicht zuletzt an diesem einen Flügel. Es hat auch sehr lange gedauert, bis ich endlich von meinem Flügel losgekommen bin, obwohl ich genau und unter Schmerzen spüren konnte, wie entzündet er war und wie jede Minute, in der ich den Flügel noch hatte, mein Leben verkürzte. Weil ein kranker Flügel den ganzen Organismus vergiften kann.
Dennoch hielt ich fest.
Statt einfach loszulassen...

Vielleicht ist das Fliegen gar nicht so schwer, wie ich immer dachte. Vielleicht brauche ich gar keine Flügel dafür.
Wenn ich mich einfach mal

fallen lasse.





~Aalto
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