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Eigentlich sollte ich sagen..


..dass du mich mal kreuzweise kannst. Eigentlich sollte ich derjenige sein, der diesem ganzen Abfuck ein Ende setzt. Im grunde sollte ich nach jahrelangen Therapien, Selbstbetrachtungen, Erfahrungen und dem ganzen anderen Rotz kapieren, dass ich jetzt für mich sorgen und dich kicken muss. Eigentlich waren wir ja auch schon tausendmal an diesem Punkt. Und irgendwie hab ich immer wieder zugelassen, dass es wieder von vorne losgeht und ich wieder an diesen Punkt komme.

Wei0t du, wenn du mich nicht willst, dann verpiss dich doch. Wenn du heute noch nicht weißt, was du übermorgen machen willst, dann ist es doch sowieso fürn Arsch. Ich hab nur kein Bock, dir deine Entscheidung abzunehmen, weil du verdammt nochmal kein kleines Kind bist. Und weil ich nicht ne Entscheidung treffen will, die ich eigentlich gar nicht will. Sei du ruhig der Buhmann.

Aber warum sollst du denn der Buhmann sein? Ändert das was? Nach fast zwei Jahren Verarsche bin ich immernoch der Meinung, dass du meine Traufrau bist. Nach hunderten von Wutoickeln, grob geschätzt 15 neuen Narben, endlosen Tränen und noch endloserer Wut meine ich immernoch, dich zu lieben. Was sollst du denn noch tun, damit ich meine Wut endlich angemessen rauslasse und dich mit einem kräftigen Tritt in deinen Arsch aus meinem Leben werfe?

Ich bin geneigt, zu schreiben, dass ich dich hasse. Und irgendwie tu ich das auch. Wieso will ich dich dann unbedingt bei mir haben? Das ist so ne dämliche unterbewusste Geschichte, die ich selbst noch nicht verstehe. Geht das? Einen Menschen hassen und sich trotzdem nichts sehnlicher wünschen, als diesen Menschen im Arm zu halten? Du kotzt mich ziemlich an, das steht fest. Und ich sollte das beenden. Das ist ziemlich sicher.

Und dann?

Dann sind 2 Wochen Funkstille, in denen es mir gut geht. In denen ich unbewschwert bin, alles belächle und bei mir bin. In denen mir gesagt wird, dass ich auf einmal gut aussehe, entspannt und nett wirke. Zwei Wochen, in denen alle mich mögen, weil ich keine Arschlochseite zeigen muss. Und dann irgendwann wieder ein "Du fehlst mir" oder "Es ist ungewohnt ohne dich" und ich werde weich. Bewusst weich. Wissend, wie es enden wird, lasse ich mich wieder auf dich ein, um irgendwann an genau diesem Punkt zu stehen. Bitte handle meinem Wunsch zuwider und fahr direkt weiter. Gehe nicht über Hamburg, kassiere keine paar schönen Tage, fahr direkt weiter. Sag am besten, dass du vielleicht danach noch herkommst, da wissen wir dann wenigstens beide bescheid, dass es nix wird. Handle meinem Wunsch zuwider und katapultier dich damit ins Abseits. Und dann bleib da bitte. Scheiß die Wand an.

Verschwinde aus meinem Leben. Ich halte dich für meine Traumfrau. Keine Ahnung, warum, denn eigentlich sollte ich dich ne Woche lang anschreien, um alles rauszulassen, was du mir an Wut eingepflanzt hast. Aber wie kann man sauer sein auf einen Menschen, den man meinst zu lieben?

Meine Fresse, was war das für eine Hirnwichserei damals. Wir haben beide ne ganz komische und perverse Auffassung von Liebe. Du meinst, Liebe einfach beenden zu können und ich meine, die sei nur mit dem Wut/Schmerz-Pendant wirklich spürbar.

Komm her. Bleib hier. Hau ab. Stay away. Für immer bitte. Nein, lass es. Verlass mich nie.

Fuck off...
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